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Euro Renten in ruhigem Fahrwasser




01.06.01 00:00
GZ-Bank

Zu Anfang der vergangenen Woche war der Handel an den europäischen Rentenmärkten nur von wenig Bewegung geprägt, so die Analysten der GZ-Bank.

Erst nachdem der Euro am Donnerstag die psychologisch wichtige Marke von 0,85 Dollar nach unten durchbrochen habe, seien die Kurse der richtungsweisenden Zins-Futures unter Druck geraten. Unter anderem lasse sich das Abrutschen des Euros in der vergangenen Woche durch abnehmende Interventionserwartungen der Marktteilnehmer erklären. Dies könne vor allem auf Äußerungen Duisenbergs zurückgeführt werden, in denen er betone, dass der Wechselkurs für die EZB keine Zielgröße sei, und nur relevant wäre, wenn er das Ziel stabiler Preise nicht unterstütze.

Auch von Seiten des in der vergangenen Woche veröffentlichten französischen Geschäftsklimas habe der Euro keine Stützung erfahren. Nach einer Umfrage des französischen Statistikamtes habe sich das Vertrauen in Frankreichs Industrie unerwartet eingetrübt. So sei der Index der allgemeinen Geschäftsaussichten auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren gesunken. In dieser Woche sollten die Marktteilnehmer aufgrund nur weniger marktbewegenden Daten ihre Aufmerksamkeit vor allem auf die am Donnerstag anstehende Zinsentscheidung der EZB richten. Doch trotz des sich eintrübenden konjunkturellen Umfeldes sei im Zusammenhang mit der momentanen Inflationsentwicklung nicht mit einem Zinsschritt zu rechnen.

Weiterhin raten die Analysten der GZ-Bank dem Anleger aufgrund des ungünstigeren Chance-Risiko-Profils länger laufender Anleihen zu Papieren mit kürzerer Laufzeit. Dieses Segment könnte durch langsam wieder auflebende Zinssenkungsphantasien am stärksten profitieren.






 
 

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