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Euro Punktsieger




09.12.02 17:22
Sparkasse Bremen

Das Jahr 2002 wird an den Finanzmärkten als eines der schlechteren in die Geschichte eingehen, so die Analysten der Sparkasse Bremen.

Rekordverdächtig seien auf jeden Fall die hohe Nervosität und die Schwankungsbreite der Kursbewegungen gewesen. Bei den Schwergewichten des Devisenmarktes - nämlich Euro und US-Dollar - müsse das Jahr 2002 als Punktsieg für den Euro gewertet werden. Aufgrund der schwächer als erwarteten Konjunkturerholung, der Bilanzskandale und der niedrigeren Zinsen in den USA habe er gegenüber dem US-Dollar stark zulegen können. Nach dem starken Anstieg und dem Erreichen der Parität habe eine Konsolidierung eingesetzt. Mittlerweile scheine sich eine Seitwärtsbewegung auszubilden, die natürlich immer noch eine große Schwankungsbreite aufweise.

Unverändert hänge die Entwicklung des Euros und des Dollars von der Konjunkturlage diesseits und jenseits des Atlantiks ab. Jede Nachricht werde darauf abgeklopft, ob sie Vorteile für eine der beiden Währungen biete oder nicht. Da sich die Konjunktur weiterhin recht verhalten entwickele und keine deutlichen Impulse erkennbar seien, sei von Seiten der Konjunktur keine einschneidende Veränderung zu erwarten.

Unverändert sei ebenfalls die Zinssituation. Die Zinsen im Euro-Währungsraum seien einfach höher als in den USA. Der rationale Anleger werde sein Geld deshalb in Europa anlegen, was für einen stabilen Euro spreche. Ohne höhere Wachstumsdynamik gerieten die Probleme der USA in den Vordergrund: Hohes Leistungsbilanzdefizit, steigende Staatsverschuldung (durch niedrige Steuern zur Stimulierung der Konjunktur) und hohe Verschuldung der privaten Haushalte. Wen diese Faktoren noch nicht vom Kauf von US-Dollar-Anleihen abhielten, der müsse sich mit den Konsequenzen eines möglichen Irakkriegs auseinandersetzen.






 
 

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