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Euro Konjunktur schwach




05.04.01 00:00
DG Bank

Auch hinsichtlich der Konjunktur scheint sich derzeit wieder einmal zu bestätigen, dass Europa Entwicklungen in den USA mit einer gewissen Verzögerung nachvollzieht, so die Analysten der DG Bank.

In der Eurozone mehrten sich die Hinweise auf eine deutliche Wachstumsabschwächung. Wieder einmal ruhten die Hoffnungen darauf, dass es durch ein geeignetes Zusammenspiel der US-Geld- und Fiskalpolitik gelinge, den stotternden Konjunkturmotor auf Touren zu bringen.

Der Richtung nach sei die US-Konjunkturabkühlung nach dem überschäumenden Wachstum der beiden Vorjahre eigentlich drehbuchgemäß verlaufen. Eine mäßige Straffung der Geldpolitik habe im Verein mit dem Platzen der Spekulationsblase an den Aktienmärkten eine drastische Wende der Marktstimmung und dann eine auch an den realen Indikatoren deutlich ablesbare Abschwächung ausgelöst. Jedoch sei die Bremswirkung stärker ausgefallen als erwartet.

Der BIP-Zuwachs habe sich von (annualisiert) 5,7 Prozent im zweiten Quartal 2000 auf 1,1 Prozent im vierten abgeschwächt. Im ersten Quartal 2001 dürfte die Rate kaum über Null liegen. Das Steuersenkungsprogramm und die aggressive Reaktion der Notenbank zeugten von der Beunruhigung der politischen Entscheidungsträger. Der schnelle Kurswechsel dürfte die teils übertriebenen Rezessionssorgen der jüngsten Zeit nach und nach korrigieren.

Aufgrund der wohl geringeren Wirkungsverzögerung der Geldpolitik liege die Hauptlast der Konjunktursteuerung zunächst bei der Fed. Die Steuersenkungen mögen Ankündigungseffekte auslösen, würden aber größtenteils erst mittelfristig wirken.








 
 

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