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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Klaus Kränzle, CEFA von GSC Research, bewertet die Essanelle-Aktie (ISIN DE0006610314 / WKN 661031) unverändert mit "kaufen".
Essanelle habe vergangene Woche seine Zahlen für das Halbjahr 2007 gemeldet. Das in Düsseldorf beheimatete Unternehmen habe demnach seinen Konzernumsatz um 5,6 Prozent auf 59,9 (Vj. 56,7) Mio. Euro gesteigert. Das EBIT habe um 3,9 Prozent auf 2,7 (2,6) Mio. Euro zugelegt. Der Halbjahresüberschuss sei um 5 Prozent auf 1,44 (1,37) Mio. Euro gewachsen.
Isoliert betrachtet würden die Ergebniskennziffern des zweiten Quartals zunächst einen Rückgang des EBIT um 14 Prozent auf 1,7 (2,0) Mio. Euro zeigen, was jedoch an einem Einmalertrag in Höhe von 0,8 Mio. Euro für den Verkauf der Franchise-Rechte an mod's hair im Vorjahresquartal gelegen habe. Ohne diesen in den sonstigen betrieblichen Erträgen verbuchten Effekt wäre das EBIT ähnlich wie im ersten Quartal signifikant gestiegen.
Auf Segmentebene hätten sich die bekannten Tendenzen fortgesetzt. Die preisaggressiven bzw. auf junge Kundschaft zielenden Formate Top Ten, Hair Express und Super Cut seien stärker gewachsen als die etablierten Vertriebslinien essanelle und Jürgen Tröndle. Obwohl die Stammmarke essanelle mit 341 (345) Salons und einem dort erzielten Umsatz von 33,8 (34,4) Mio. Euro in absoluten Zahlen weiterhin das wichtigste Standbein des Konzerns darstelle, habe sie auch im gemeldeten Halbjahr relativ gesehen weiter an Bedeutung verloren. Zum Teil seien im Zuge der Veränderung des Standortumfeldes klassische essanelle-Filialen in "Super Cut"- oder "Hair Express"-Filialen umgewandelt worden.
Das auf die preissensible Kundschaft zielende Konzept Hair Express habe vor diesem Hintergrund einen signifikanten Umsatzanstieg um 38,2 Prozent auf 10,2 (7,4) Mio. Euro verzeichnet. Mit hohen Wachstumsraten habe auch das sowohl auf die junge als auch preissensitive Kundschaft zielende Segment Top Ten aufwarten können, das seinen absolut noch kleinen Umsatz von 0,7 auf 1,7 Mio. Euro mehr als verdoppelt habe. Insgesamt würden die Analysten die gemeldeten Zahlen als gut werten, da Essanelle durch seine operative Stärke den in 2007 fehlenden Einmalertrag des zweiten Quartals 2006 habe überkompensieren können.
Essanelle habe sich im Ausblick für das Gesamtjahr etwas offensiver als zuletzt geäußert. Die bekannte Prognose eines Umsatzzuwachses in einer Bandbreite von 5 bis 10 Prozent und eines überproportionalen Ergebnisanstieges sei bestätigt worden. Das Unternehmen gehe nach derzeitigen Stand sogar davon aus, die anvisierte Zielmarken von 4,5 Mio. Euro beim EBIT und 10 Mio. Euro beim EBITDA zu übertreffen.
Die Analysten würden in Anlehnung an die Prognose der Gesellschaft weiterhin mit einem Umsatzzuwachs von 6 Prozent auf 125 Mio. Euro rechnen. Das EBIT würden die Analysten auf 6,3 Mio. Euro schätzen, was die operative Stärke der Gesellschaft unterstreichen sollte. Den Gewinn nach Steuern würden die Analysten auf einem Niveau von 3,2 Mio. Euro sehen, was einem Wert von 0,71 Euro je Aktie entspreche.
Da sich Essanelle erstmals konkreter zu der von den Analysten erwarteten Dividendenhöhe geäußert habe, hätten die Analysten ihre Schätzungen diesbezüglich überarbeitet. In Anlehnung an die von Essanelle geäußerte Bandbreite einer Dividendenzahlung von 0,22 bis 0,50 Euro hätten die Analysten ihre Dividendenschätzung von bisher eher symbolischen 0,10 auf nunmehr 0,40 Euro je Aktie erhöht, was zu einer stattlichen Dividendenrendite von 4,8 Prozent führen würde.
Auch für 2008 seien die Analysten optimistisch und hätten ihre Dividendenschätzung bei sonst gleich bleibenden Werten erhöht. Die Analysten könnten sich jedoch durchaus eine Anhebung ihrer Prognose für 2007 und 2008 vorstellen, würden diesbezüglich jedoch den Neunmonatsbericht abwarten.
Ihre Peer Group hätten die Analysten aus deutschen Einzelhandelsunternehmen (Bijou Brigitte, Douglas, Fielmann, Hornbach-Baumarkt, METRO und Praktiker) und der US-Friseurkette Regis als einzigem unmittelbar vergleichbaren Unternehmen an der Börse gebildet.
Auf Basis ihrer Gewinnschätzung für 2008 von 0,81 Euro je Aktie und einem durchschnittlichen KGV der Peer Group von 15,7 sowie eines Abschlags von 20 Prozent aufgrund der gegenüber den Peer-Group-Unternehmen deutlich geringeren Größe von Essanelle würden die Analysten zu einem fairen Wert von 10,02 Euro kommen.
Wegen der stetigen Cash-Flow-Einahmen von Essanelle hätten sich die Analysten zusätzlich für die Bewertung anhand eines DCF-Modells entschieden. Die Berechnung der Analysten (Ausgangs-Cash Flow 1,04 Mio. Euro, Abzinsungszinssatz 6,80%, ewiges Wachstum 0%, Beta 1,0) ergebe unter den getroffenen Annahmen einen fairen Wert von 9,42 Euro.
Als Kursziel der Aktie würden die Analysten den Mittelwert aus Peer-Group- und DCF-Bewertung zugrunde legen. Damit würden die Analysten einerseits die Abhängigkeit vom deutschen Einzelhandel und Konsumklima abbilden, würden auf der anderen Seite aber auch der Fähigkeit von Essanelle Rechnung tragen, ähnlich wie die Lebensmitteldiscounter von diesem schwierigen Umfeld zu profitieren.
Der gewichtete Fair Value der Analysten aus Peer Group und DCF-Modell betrage somit 9,72 Euro. Die Analysten würden daher ihr Kursziel auf 9,70 Euro senken. Für diese Maßnahme seien jedoch lediglich externe Parameter wie der Zinssatz und die Bewertung der Peer Group verantwortlich.
Essanelle habe mit dem Ausbau der entsprechenden Formate in einem schwierigen Markt nach Erachten der Analysten die richtigen Antworten auf die "Geiz ist geil"-Mentalität der Konsumenten gefunden und ein gutes Zahlenwerk zum Halbjahr präsentiert. Trotz der kapitalmarktbedingten Reduzierung der Analysten des Kurszieles verfüge die Essanelle-Aktie daher über weiteres Kurspotenzial.
Neben einer erwarteten Dividendenrendite von fast 5 Prozent für das laufende Jahr spricht auch die Fantasie einer Prognoseanhebung für ein Engagement in der Essanelle-Aktie, so dass die Analysten von GSC Research ihre Kaufempfehlung an dieser Stelle erneut bekräftigen. (Analyse vom 20.08.2007)
(20.08.2007/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Essanelle habe vergangene Woche seine Zahlen für das Halbjahr 2007 gemeldet. Das in Düsseldorf beheimatete Unternehmen habe demnach seinen Konzernumsatz um 5,6 Prozent auf 59,9 (Vj. 56,7) Mio. Euro gesteigert. Das EBIT habe um 3,9 Prozent auf 2,7 (2,6) Mio. Euro zugelegt. Der Halbjahresüberschuss sei um 5 Prozent auf 1,44 (1,37) Mio. Euro gewachsen.
Isoliert betrachtet würden die Ergebniskennziffern des zweiten Quartals zunächst einen Rückgang des EBIT um 14 Prozent auf 1,7 (2,0) Mio. Euro zeigen, was jedoch an einem Einmalertrag in Höhe von 0,8 Mio. Euro für den Verkauf der Franchise-Rechte an mod's hair im Vorjahresquartal gelegen habe. Ohne diesen in den sonstigen betrieblichen Erträgen verbuchten Effekt wäre das EBIT ähnlich wie im ersten Quartal signifikant gestiegen.
Auf Segmentebene hätten sich die bekannten Tendenzen fortgesetzt. Die preisaggressiven bzw. auf junge Kundschaft zielenden Formate Top Ten, Hair Express und Super Cut seien stärker gewachsen als die etablierten Vertriebslinien essanelle und Jürgen Tröndle. Obwohl die Stammmarke essanelle mit 341 (345) Salons und einem dort erzielten Umsatz von 33,8 (34,4) Mio. Euro in absoluten Zahlen weiterhin das wichtigste Standbein des Konzerns darstelle, habe sie auch im gemeldeten Halbjahr relativ gesehen weiter an Bedeutung verloren. Zum Teil seien im Zuge der Veränderung des Standortumfeldes klassische essanelle-Filialen in "Super Cut"- oder "Hair Express"-Filialen umgewandelt worden.
Das auf die preissensible Kundschaft zielende Konzept Hair Express habe vor diesem Hintergrund einen signifikanten Umsatzanstieg um 38,2 Prozent auf 10,2 (7,4) Mio. Euro verzeichnet. Mit hohen Wachstumsraten habe auch das sowohl auf die junge als auch preissensitive Kundschaft zielende Segment Top Ten aufwarten können, das seinen absolut noch kleinen Umsatz von 0,7 auf 1,7 Mio. Euro mehr als verdoppelt habe. Insgesamt würden die Analysten die gemeldeten Zahlen als gut werten, da Essanelle durch seine operative Stärke den in 2007 fehlenden Einmalertrag des zweiten Quartals 2006 habe überkompensieren können.
Essanelle habe sich im Ausblick für das Gesamtjahr etwas offensiver als zuletzt geäußert. Die bekannte Prognose eines Umsatzzuwachses in einer Bandbreite von 5 bis 10 Prozent und eines überproportionalen Ergebnisanstieges sei bestätigt worden. Das Unternehmen gehe nach derzeitigen Stand sogar davon aus, die anvisierte Zielmarken von 4,5 Mio. Euro beim EBIT und 10 Mio. Euro beim EBITDA zu übertreffen.
Die Analysten würden in Anlehnung an die Prognose der Gesellschaft weiterhin mit einem Umsatzzuwachs von 6 Prozent auf 125 Mio. Euro rechnen. Das EBIT würden die Analysten auf 6,3 Mio. Euro schätzen, was die operative Stärke der Gesellschaft unterstreichen sollte. Den Gewinn nach Steuern würden die Analysten auf einem Niveau von 3,2 Mio. Euro sehen, was einem Wert von 0,71 Euro je Aktie entspreche.
Da sich Essanelle erstmals konkreter zu der von den Analysten erwarteten Dividendenhöhe geäußert habe, hätten die Analysten ihre Schätzungen diesbezüglich überarbeitet. In Anlehnung an die von Essanelle geäußerte Bandbreite einer Dividendenzahlung von 0,22 bis 0,50 Euro hätten die Analysten ihre Dividendenschätzung von bisher eher symbolischen 0,10 auf nunmehr 0,40 Euro je Aktie erhöht, was zu einer stattlichen Dividendenrendite von 4,8 Prozent führen würde.
Ihre Peer Group hätten die Analysten aus deutschen Einzelhandelsunternehmen (Bijou Brigitte, Douglas, Fielmann, Hornbach-Baumarkt, METRO und Praktiker) und der US-Friseurkette Regis als einzigem unmittelbar vergleichbaren Unternehmen an der Börse gebildet.
Auf Basis ihrer Gewinnschätzung für 2008 von 0,81 Euro je Aktie und einem durchschnittlichen KGV der Peer Group von 15,7 sowie eines Abschlags von 20 Prozent aufgrund der gegenüber den Peer-Group-Unternehmen deutlich geringeren Größe von Essanelle würden die Analysten zu einem fairen Wert von 10,02 Euro kommen.
Wegen der stetigen Cash-Flow-Einahmen von Essanelle hätten sich die Analysten zusätzlich für die Bewertung anhand eines DCF-Modells entschieden. Die Berechnung der Analysten (Ausgangs-Cash Flow 1,04 Mio. Euro, Abzinsungszinssatz 6,80%, ewiges Wachstum 0%, Beta 1,0) ergebe unter den getroffenen Annahmen einen fairen Wert von 9,42 Euro.
Als Kursziel der Aktie würden die Analysten den Mittelwert aus Peer-Group- und DCF-Bewertung zugrunde legen. Damit würden die Analysten einerseits die Abhängigkeit vom deutschen Einzelhandel und Konsumklima abbilden, würden auf der anderen Seite aber auch der Fähigkeit von Essanelle Rechnung tragen, ähnlich wie die Lebensmitteldiscounter von diesem schwierigen Umfeld zu profitieren.
Der gewichtete Fair Value der Analysten aus Peer Group und DCF-Modell betrage somit 9,72 Euro. Die Analysten würden daher ihr Kursziel auf 9,70 Euro senken. Für diese Maßnahme seien jedoch lediglich externe Parameter wie der Zinssatz und die Bewertung der Peer Group verantwortlich.
Essanelle habe mit dem Ausbau der entsprechenden Formate in einem schwierigen Markt nach Erachten der Analysten die richtigen Antworten auf die "Geiz ist geil"-Mentalität der Konsumenten gefunden und ein gutes Zahlenwerk zum Halbjahr präsentiert. Trotz der kapitalmarktbedingten Reduzierung der Analysten des Kurszieles verfüge die Essanelle-Aktie daher über weiteres Kurspotenzial.
Neben einer erwarteten Dividendenrendite von fast 5 Prozent für das laufende Jahr spricht auch die Fantasie einer Prognoseanhebung für ein Engagement in der Essanelle-Aktie, so dass die Analysten von GSC Research ihre Kaufempfehlung an dieser Stelle erneut bekräftigen. (Analyse vom 20.08.2007)
(20.08.2007/ac/a/nw)
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