EquityStory dabei sein




18.12.06 15:34
Doersam-Brief

Gorxheimertal (aktiencheck.de AG) - Engelbert Hoermannsdorfer, Chefredakteur von "BetaFaktor", rät im aktuellen "Doersam-Brief" bei der Entwicklung der Aktie von EquityStory (ISIN DE0005494165 / WKN 549416) dabei zu sein.

Diese Woche habe es auf der "Münchener Kapitalmarkt-Konferenz" (MKK) eine hochinteressante Präsentation gegeben. Es gehe um die so genannte EU-Transparenzrichtlinie, die eine umfassende Neuordnung und Erweiterung der Meldepflichten von börsennotierten Unternehmen beinhalte. Die Münchener EquityStory AG sei zweifelsohne ein Profiteur dieser Regulierung. Im Gespräch mit Engelbert Hoermannsdorfer hätten Vorstand Achim Weick und der Geschäftsführer der Tochter DGAP Robert Wirth die Änderungen erläutert, die sich im neuen Jahr ergeben würden.

Es würden neue Meldepflichten eingeführt. Unternehmen müssten in Zukunft zum Beispiel bei Über-/Unterschreiten von Stimmrechtsschwellen neben den bisherigen Marken noch bei 3%, 15% und 20% melden. Das Versenden von Directors-Dealings werde verpflichtet. Ferner müssten börsennotierte Unternehmen dann Halbjahresberichte und Zwischenmitteilungen zu den Quartalen erstellen. Die Krone oben drauf: Der Emittent sei dafür verantwortlich, aktiv und europaweit (!) für die Verbreitung all dieser Meldungen zu sorgen.

Für einen Online-IR-Dienstleister wie EquityStory sei dies natürlich ein El Dorado. So würden beispielsweise die Stimmrechtsveränderungen derzeit in Zeitungen, Directors-Dealings überwiegend nur auf der Homepage und Ad-hocs elektronisch veröffentlicht. Eine einheitliche Verbreitung sei in Zukunft unerlässlich. Da die Münchener seit der Übernahme der DGAP im Jahr 2005 Marktführer bei Ad-hocs seien, könne man von einem starken Wachstum im nächsten Jahr ausgehen. Zwar wolle auch die Konkurrenz mitmischen (Hugin, EuroAdhoc, und Warren Buffets Neuerwerb BusinessWire), aber in diesem Bereich Kunden abzuwerben sei schwer. Das Kostenargument sei zu gering für einen Wechsel, die Markentreue sehr hoch.

Allerdings komme das Wachstum nicht nur über die neuen Transparenzrichtlinien, sondern natürlich auch über den IPO-Markt (bei Neuemission sei der Marktanteil bei ca. 80%). Die eigentliche Fantasie liege jedoch in dem gewaltigen Cross-Selling-Potenzial. Denn neben dem Hauptgeschäftsbereich Distribution (also Verbreitung von Ad-Hocs, Directors-Dealings usw.) biete EquityStory im Segment Products & Services maßgeschneiderte, komplementäre Dienstleistungen an. Hierzu würden Online-Geschäftsberichte, Webcasts, oder auch die Erstellung des gesamten Online-IR-Bereichs auf der Homepage zählen. EquityStory sei somit der ideale Partner für Unternehmen, die Lösungen aus einer Hand suchen würden (One-Stop-Shop), um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen.

Die Planung sei wegen der Faktenlage eigentlich noch nicht mal besonders aggressiv: 2007 sollten ca. 5,8 Mio. EUR Umsatz durch die Bücher gehen (2006e: 4,5 Mio.), der Nachsteuergewinn solle 1,17 Mio. EUR erreichen (2006e: 0,55 Mio. EUR). Ferner winke früher oder später Übernahmefantasie: Es sei schwierig extern neu in den Markt einzusteigen, kaum ein Unternehmen werde den Anbieter wechseln, und DGAP sei und bleibe die beste Marke, die am stärksten wahrgenommen werde.

Nach Meinung von Engelbert Hoermannsdorfer sei die Skalierbarkeit dieses Geschäftsmodells enorm: Zusätzlicher Umsatz gehe (abgesehen von den Akquisitionskosten durch den Vertrieb) fast 1:1 in den Gewinn. Deswegen sei die Bewertung mit Kurs-Umsatz-Verhältnis hier wenig aussagefähig. Hingegen liege das KGV für 2007 bei 13, das sei nicht teuer.

Bei der EquityStory-Aktie beginnt die Saat der Story langsam aufzugehen - Anleger sollten dabei sein, so Engelbert Hoermannsdorfer Chefdakteur von "BetaFaktor" im aktuellen "Doersam-Brief". (Ausgabe vom 17.12.2006)
(18.12.2006/ac/a/nw)








 
 
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