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München (aktiencheck.de AG) - Der Preisverfall am Energiemarkt hält weiter an, so die Experten von "BörseGo" in ihrem Update zum "Rohstoff-Report".
Der Ölpreis sei in der letzten Woche auf den niedrigsten Stand seit 21 Monaten abgerutscht und habe zwischenzeitlich nur noch 54,67 US-Dollar/Barrel gekostet. Seit dem Allzeithoch am 15.Juli habe der Ölpreis um 63 Prozent oder 92 US-Dollar/Barrel korrigiert.
Die internationale Energieagentur IEA habe ihre Prognose zur durchschnittlichen weltweiten Ölnachfrage in 2008 um 330,000 Barrel auf 86,2 Millionen Barrel pro Tag gesenkt. Die Prognose zur Nachfrage in 2009 werde um 670,000 Barrel auf 86,5 Millionen Barrel pro Tag nach unten angepasst. Netto solle die Nachfrage in 2008 und 2009 um 120,000 Barrel pro Tag beziehungsweise 350,000 Barrel pro Tag wachsen.
Die jüngste Atempause bei den Ölpreisen und deren Fall auf rund 60 US-Dollar je Barrel ziehe die Möglichkeit eines Rebounds nach sich. Der aktuelle Ausverkauf sei durch die tatsächliche Öl-Nachfrage nicht gerechtfertigt. Die damit verbundene Gefahr der Drosselung von Investitionen lege den Nährboden für eine Verfestigung der Marktbedingungen. Eine solche Gefahr sei vor allem dann gegeben, falls größere Projekte aufgeschoben würden. Der daraus entstehende Einfluss könnte sich vor allem in drei bis fünf Jahren bemerkbar machen, wenn die Weltwirtschaft möglicherweise wieder Tritt gefasst habe, heiße es weiter von der IEA.
Die IEA habe außerdem Befürchtungen, wonach die weltweite Ölproduktion bereits ihren Höhepunkt erreicht habe oder bald vor dem Gipfel stehe, zumindest teilweise entkräftet. Obwohl die weltweite Ölproduktion voraussichtlich nicht vor 2030 auf einen Höhepunkt zusteuere, sei für jene Periode im Bereich der herkömmlichen Schürfung mit einer eher abnehmenden Tendenz zu rechnen. Zum Ausgleich diene die Ölgewinnung aus den kanadischen Ölsanden und besonderen Schweröl sowie aus der Verarbeitung über Flüssiggas und Kohle. Damit werde die so genannte Peak-Oil-Theorie verworfen, wonach die Erdölproduktion bereits ihre Spitze erreicht habe oder diese bald erreichen werde.
In den USA werde eine mittlerweile begonnene Rezession vermutlich bis ins nächste Jahr anhalten. Dies dürfte die Ölnachfrage weiter belasten. Ebenso dürften die größten Volkswirtschaften rund um den Globus den Gang in die Rezession beschreiten. Dies gehe aus einer von der National Association for Bussiness Economics (NABE) durchgeführten Umfrage unter Experten hervor. Nach einem voraussichtlichen Wachstum der amerikanischen Wirtschaft in 2008 von insgesamt 1,4 Prozent sei für 2009 mit einer Schrumpfung von 0,2 Prozent zu rechnen.
Neben den USA würden sich von den weltweit größten Volkswirtschaften Großbritannien, die Länder der Eurozone, Japan, Kanada und Mexico entweder bereits in einer Rezession befinden oder kurz vor dem Eintritt in eine solche Phase stehen. Der pessimistische Ausblick für Aktien, den Bausektor, die Hauspreise und den Arbeitsmarkt werde die Verfassung der Haushalte strapazieren und deren Ausgaben schwach gestalten lassen. (Update zur Ausgabe 23 vom 11.11.2008) (18.11.2008/ac/a/m)
Der Ölpreis sei in der letzten Woche auf den niedrigsten Stand seit 21 Monaten abgerutscht und habe zwischenzeitlich nur noch 54,67 US-Dollar/Barrel gekostet. Seit dem Allzeithoch am 15.Juli habe der Ölpreis um 63 Prozent oder 92 US-Dollar/Barrel korrigiert.
Die internationale Energieagentur IEA habe ihre Prognose zur durchschnittlichen weltweiten Ölnachfrage in 2008 um 330,000 Barrel auf 86,2 Millionen Barrel pro Tag gesenkt. Die Prognose zur Nachfrage in 2009 werde um 670,000 Barrel auf 86,5 Millionen Barrel pro Tag nach unten angepasst. Netto solle die Nachfrage in 2008 und 2009 um 120,000 Barrel pro Tag beziehungsweise 350,000 Barrel pro Tag wachsen.
Die IEA habe außerdem Befürchtungen, wonach die weltweite Ölproduktion bereits ihren Höhepunkt erreicht habe oder bald vor dem Gipfel stehe, zumindest teilweise entkräftet. Obwohl die weltweite Ölproduktion voraussichtlich nicht vor 2030 auf einen Höhepunkt zusteuere, sei für jene Periode im Bereich der herkömmlichen Schürfung mit einer eher abnehmenden Tendenz zu rechnen. Zum Ausgleich diene die Ölgewinnung aus den kanadischen Ölsanden und besonderen Schweröl sowie aus der Verarbeitung über Flüssiggas und Kohle. Damit werde die so genannte Peak-Oil-Theorie verworfen, wonach die Erdölproduktion bereits ihre Spitze erreicht habe oder diese bald erreichen werde.
In den USA werde eine mittlerweile begonnene Rezession vermutlich bis ins nächste Jahr anhalten. Dies dürfte die Ölnachfrage weiter belasten. Ebenso dürften die größten Volkswirtschaften rund um den Globus den Gang in die Rezession beschreiten. Dies gehe aus einer von der National Association for Bussiness Economics (NABE) durchgeführten Umfrage unter Experten hervor. Nach einem voraussichtlichen Wachstum der amerikanischen Wirtschaft in 2008 von insgesamt 1,4 Prozent sei für 2009 mit einer Schrumpfung von 0,2 Prozent zu rechnen.
Neben den USA würden sich von den weltweit größten Volkswirtschaften Großbritannien, die Länder der Eurozone, Japan, Kanada und Mexico entweder bereits in einer Rezession befinden oder kurz vor dem Eintritt in eine solche Phase stehen. Der pessimistische Ausblick für Aktien, den Bausektor, die Hauspreise und den Arbeitsmarkt werde die Verfassung der Haushalte strapazieren und deren Ausgaben schwach gestalten lassen. (Update zur Ausgabe 23 vom 11.11.2008) (18.11.2008/ac/a/m)








