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Einstellung der Börsensegmente




09.10.02 09:27
Sparkasse Essen

Die Deutsche Börse AG plant zum Jahresende 2003 die Einstellung der Börsensegmente "Neuer Markt" und "SMAX", berichten die Analysten der Sparkasse Essen.

Ab 2004 werde es dann für Aktien zwei neue Zulassungssysteme mit unterschiedlichen Transparenzstandards entstehen: der "Domestic Standard" und der "Prime Standard". National ausgerichtete Unternehmen im Domestic Standard müssten nur die gesetzlichen Mindestanforderungen erfüllen. Deutlich höhere Anforderungen würden an den Prime Standard für internationale Investoren gestellt. Die dort notierten Gesellschaften müssten Quartalsberichte erstellen, nach internationaler Rechnungslegung bilanzieren und mindestens eine Analystenkonferenz pro Jahr abhalten.

Innerhalb des Prime Standards würden die großen Unternehmen wie bisher im DAX zusammengefasst. Darunter gebe es zwei Gruppen von Indizes für kleinere und mittlere Unternehmen: einmal für den Technologiesektor, einmal für klassische Branchen. Als Konsequenz daraus sollten vermutlich Ende 2003 die Segmente Neuer Markt und SMAX entfallen. Erhalten blieben jedoch die Auswahlindizes DAX, MDAX, SDAX und NEMAX 50.

Da die Auswahlindizes erhalten blieben, gebe es auch bei Indexprodukten zunächst keine Konsequenzen. In einem späteren Stadium halten die Analysten der Sparkasse Essen neue Indizes auf den "Prime Technologies" für wahrscheinlich, die wohl den NEMAX 50 ablösen würden. In diesem Fall sollten die Emittenten neue Produkte anbieten und so den Anlegern das Umsteigen aus den NEMAX-Produkten erleichtern.

Die "guten" Werte des Neuen Marktes würden weiter im Technologie-Segment des Prime Standard notiert bleiben, die Werte aus dem MDAX und SMAX im klassischen Segment. Daher sollte die Aufregung um die Entscheidung der Deutschen Börse AG unbegründet sein.








 
 

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