Eichborn nur für Fans




03.05.00 00:00
GoingPublic-Online

Noch bis zum 5. Mai werden interessierten Anlegern Aktien des Medienunternehmens Eichborn (WKN 548930) in einer Spanne von 9 bis 12 Euro zur Zeichnung angeboten, so GoingPublic Online.

Begleitet werde der Börsengang von der Berliner Effektenbank. Die Erstnotiz im Geregelten Markt sei für den 9. Mai vorgesehen. Plaziert würden bis zu 1 Mio. Stückaktien, die vollständig aus einer Kapitalerhöhung stammten. Ein Greenshoe sei nicht vorgesehen. Der Free Float belaufe sich auf 20 %.

Eichborn zähle zu den bekanntesten deutschen Verlagen. Noch bildeten Bücher wie die "13 ½ Leben des Kapitän Blaubär" und Merchandising-Artikel ("Kleines Arschloch") das Kerngeschäft des Unternehmens. Mit den Mitteln aus dem Börsengang plane der Verlag die Wandlung zum integrierten Medienunternehmen: Im Focus stehen dabei die Verbreiterung der Rechtebasis, auch durch strategische Allianzen, und die bessere Verwertung des eigenen Contents bis hin zur Produzentenrolle im Bereich Film/ TV, so die IPO-Experten. Zudem solle das Geschäftsfeld Beratung (Bewerbungstraining u.ä.) weiter ausgebaut werden.

Im Jahr 1999 hat Eichborn laut den Finanzexperten einen Umsatz von 19,6 Mio. Euro erzielt. Für das laufende Geschäftsjahr rechne GoingPublic mit einem Umsatz von 21 Mio. Euro, für 2001 mit rund 30 Mio. Euro. Der Gewinn je Aktie steige dabei von 0,15 Euro im Jahr 1999 auf 0,20 Euro im laufenden Jahr und solle im Jahr 2001 dann bereits 0,43 Euro betragen. Bei einem angenommenen Emissionskurs von 12 Euro (oberes Ende der Bookbuilding-Spanne) sei die Aktie mit einem KGV auf Basis des für 2001 erwarteten Gewinnes von 27,9 relativ hoch bewertet. Vergleichbare Unternehmen wie Dino Entertainment oder Achterbahn wiesen zwar einen noch höheres 2001er KGV von 40 bzw. 66 auf.

Allerdings sollte man bei Eichborn berücksichtigen, daß das Unternehmen noch immer ein klassischer Verlag und zudem ein Nischenplayer sei, meinen die Aktien-Kenner. Außerdem müsse Eichborn die angekündigte Wandlung zum integrierten Medienunternehmen erst noch realisieren - mit all den Kosten und Risiken, die mit einem Einstieg ins Filmgeschäft zunächst verbunden seien.

Zeichnen sollten daher nur sehr risikofreudige Anleger - oder Fans des "Verlags mit der Fliege", raten die Wertpapier-Spezialisten.








 
 
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