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EZB weiter vorsichtig




31.05.01 00:00
Kreissparkasse Pinneberg

Die Europäische Zentralbank orientiert sich am Ziel, die Inflation einzudämmen bzw. erst gar nicht aufkommen zu lassen, so die Analysten der KSK Pinneberg.

In der Vergangenheit sei dies auch konsequent verfolgt worden, Zinssenkungen seien bisher mit der Begründung abgelehnt worden, dass die Wirtschaft in Europa stabiler laufe als in Amerika und die Inflation keine Entspannung signalisiert habe.

Von einigen Marktteilnehmern sei zwar eine Zinssenkung zwecks Konjunkturunterstützung gefordert worden – aber die Entscheidung, die Zinsen unverändert zu lassen, sei respektiert und akzeptiert worden. Die EZB-Argumentation sei logisch gewesen, schlüssig und nachvollziehbar. Mit einer Anpassung der Zinsen habe zuletzt keiner mehr gerechnet. Um so überraschender sei es gewesen, dass die EZB die Zinsen plötzlich doch gesenkt habe.

Begründet worden sei dieser Schritt mit einer sinkenden Inflationsgefahr. Angesichts einer Preissteigerung von weit über 2% könne man aber nicht von einer eingedämmten Inflation sprechen. Daher sei dieser Zinsschritt auch eher mit Stirnrunzeln aufgenommen worden. Für die Zukunft erwarte man, dass die EZB wenigstens diesen Kurs (weiter sinkende Zinsen) fortsetze – denn sollte sie jetzt abermals ihre Politik ändern, sei das Vertrauen in die Informationspolitik der EZB nachhaltig gestört.

Für Geldanlagen im Rentenbereich empfehlen die Experten der KSK Pinneberg, mittlere Laufzeiten überzugewichten. Hier werde eine höhere Rendite als in kurzen Laufzeiten erzielt; in längeren Laufzeiten bestünden derzeit erhöhte Kursrisiken.








 
 

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