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EZB senkt Leitzinsen




06.06.03 14:34
Frankfurter Sparkasse

Nach Veröffentlichung des ISM-Indexes für das nicht verarbeitende Gewerbe der USA hat etwas Konjunkturoptimismus Einzug in das Marktgeschehen gehalten, berichten die Analysten der Frankfurter Sparkasse.

Mit 54,5 Punkten habe das Barometer deutlich gegenüber dem April-Wert von 50,7 angezogen und auch über den erwarteten 52,0 Zählern gelegen. In Deutschland hätten die Daten zum Arbeitsmarkt positiv überrascht: Statt des prognostizierten Anstiegs um 39.100 habe die Statistik einen saisonbereinigten Rückgang der Arbeitslosenzahl um 4.000 vermerkt.

Diese Nachrichten sollten allerdings nicht überbewertet werden. Die EZB habe dies auch nicht getan und die Leitzinsen in der Euro-Zone wie erwartet um einen halben Prozentpunkt zurückgenommen. Neben der nach wie vor schwächelnden Konjunktur in Europa lasse die Stärke des Euro einen über Importe induzierten weiteren Rückgang der Inflationsrate erwarten, so dass Zinssenkungsspielräume vorhanden seien. Teilweise werde eine weitere Senkung bis Ende des Jahres erwartet, nicht nur von Seiten der EZB, sondern auch von der FED.

Durch die von Greenspan und dem IWF angestoßene Deflationsdebatte hätten die Anleihen im Mai sehr hohe Kurszuwächse, besonders am langen Ende, erfahren. Mit der jetzt erfolgten Zinssenkung auf 2,0 Prozent und der Erwartung einer weiteren Minderung durch EZB und FED wegen deflationärer Tendenzen sei das derzeitige Umfeld für Zinstitel so gut, dass weitere Verbesserungen schwerlich vorstellbar seien. Auch wenn die nächsten Wochen bis zum Ende des Sommerlochs wahrscheinlich nicht negativ für Rentenpapiere sein dürften, sollte mittlerweile an Gewinnmitnahmen gedacht werden.







 
 

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