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EMC übergewichten




08.10.02 13:45
Berliner Volksbank

Die Analysten der Berliner Volksbank bewerten die EMC-Aktie (WKN 872526) mit "übergewichten".

EMC habe am Donnerstag eine Umsatz- und Gewinnwarnung für das gerade abgelaufene 3. Quartal 2002 heraus gegeben. Nach Aussagen des Managements habe ein außerordentlich schlechtes September-Ende (EMC habe noch am 03.09.2002 die Konsensschätzung bestätigt) die Realisierung der anvisierten Ergebnisse verhagelt (Umsatz: rund 1,4 Mrd. US-Dollar, EpS: -0,01 US-Dollar). Nach vorläufigen Berechnungen beliefen sich Umsatz und EpS im dritten Quartal auf 1,25 Mrd. US-Dollar bzw. -0,02 US-Dollar (endgültige Quartalszahlen am 17. Oktober 2002).

Vor dem Hintergrund der fortgesetzten Nachfrageschwäche sowie des wieder an Heftigkeit zunehmenden Preiskampfes mit den beiden Hauptkonkurrenten IBM und Hitachi Data Systems (HDS) habe die Unternehmensleitung den Abbau von 1.350 Arbeitsplätzen verkündet (7% der Belegschaft). Zudem habe das Management erklärt, dass das Erreichen des Break-Even im 4. Quartal 2002 zunehmend unwahrscheinlich geworden sei. Die EMC-Aktie sei im Handelsverlauf am Freitag zeitweise auf ein neues 5-Jahrestief bei 3,67 US-Dollar gefallen.

In Anbetracht der nicht-aggressiven Unternehmensprognosen aus dem 1. Halbjahr 2002 stelle die jetzige "negative Vorankündigung" von EMC einen weiteren Beleg für die weiter zunehmende Enthaltsamkeit der IT-Kunden dar. Infolge der schwindenden makroökonomischen Zuversicht lasse die kundenseitige Bereitschaft, die im vergangenen Jahr beschlossenen IT-Budgets zu verausgaben, spürbar nach. Infolgedessen sei im 4. Quartal 2002 auch nicht mit einem signifikanten "Dezemberfieber" zu rechnen.

EMC unternehme im aktuellen Umfeld die richtigen Schritte, um sich für ein Wiederaufleben der Nachfrage zu positionieren (u.a. Software-Fokussierung, CLARiiON-Fertigung durch DELL, rigides Kostenmanagement). Gleichwohl deute der angekündigte Arbeitsplatzabbau nicht daraufhin, dass das Unternehmen mit einer kurzfristigen Verbesserung der Situation rechne. Die AutoIS-Strategie nehme zwar weiter Formen an, gleichwohl sei die Marktakzeptanz derzeit noch zu gering. Mit einer hervorragenden Kundenliste, einer vielversprechenden Produktpalette (z.B. Centerra), anstehenden Produktinnovationen (neue Symmetrix-Version) sowie annähernd 2,60 US-Dollar/Aktie "Cash & Wertpapieren" sollte die EMC-Aktie ihren Boden aber gefunden haben.

Die Analysten der Berliner Volksbank empfehlen die Aktie von EMC daher überzugewichten.








 
 
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