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Degussa halten




29.03.01 00:00
BfG Bank

Der neue Degussa-Konzern (WKN 542190), entstanden aus der Zusammenführung von Degussa-Hüls und SKW Trostberg, existiert rechtlich seit dem 09.02.01, so die Analysten der BfG-Bank.

Wirtschaftlich gelte die Fusion mit Wirkung ab dem 01.07.2000 als vollzogen. Der neue Konzern bestehe aus 6 Unternehmensbereichen oder Divisionen mit 21 Geschäftsbereichen. Nach der Übernahme der britischen Spezialchemiefirma Laporte (von den Kartellbehörden bereits genehmigt) würden es 22 sein. Für die Jahre 2000 und 1999 habe der Konzern Pro-forma-Abschlüsse vorgelegt, die unterstellen würden, dass er in dieser Form bereits das ganze Jahr bestanden habe. Zugleich werde der Jahresabschluss erstmals nach US-GAAP erstellt.

Auf dieser Basis sei der Konzernumsatz insgesamt um 23 % auf 20,3 Mrd. € gewachsen, bereinigt um den Edelmetallhandel um 21 % auf 16,9 Mrd. €, was überwiegend auf höhere Absatzmengen und positive Währungseffekte zurückzuführen sei. Davon hätten 61,7 % (das seien 10,4 Mrd. €) zum Kerngeschäft und der Rest zum Nicht﷓Kerngeschäft gezählt. Das Nicht-Kerngeschäft umfasse Aktivitäten, die zur Disposition stehen würden. Am stärksten seien die Unternehmensbereiche Performance Chemie sowie Gesundheit und Ernährung mit +36 bzw. +34 % gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Der schwächste Bereich sei die Bauchemie. Regional würden die höchsten Wachstumsraten (alle über +40 %) in den Emerging Markets erzielt werden.

Deutlich besser als der Umsatz hätten die Ergebnisgrößen zugelegt. Das EBIT liege mit 986 Mio. € um 48 % über dem Vorjahreswert. Es bilde die Grundlage für den guten Jahresüberschuss bzw. dessen Steigertrag: +71 % auf 407 Mio. €. Damit belaufe sich das Ergebnis je Aktie auf 1,98 € (Vorjahr: 1,16 €). An Dividende sollten 1,10 € je Aktie ausgeschüttet werden. Gegenüber früheren Jahren sei diese Dividende für den inländischen Aktionär mit einer vollen Steuergutschrift (0,47 €) verbunden.

Degussa habe sich für die nächsten Jahre Wachstumsziele gesetzt, die in den Kernaktivitäten erreicht werden sollten. Die EBITDA-Marge, die 2000 bei 16,6 % gelegen habe, solle bis 2003 auf 20 % steigen. Für den ROCE (Return an Capital Employed) gelte die Zielmarke 14%. Der 2000er Wert habe hier 9,8 % betragen. Dabei würden die Synergien, die aus den Verschmelzungsprozessen stammten, helfen. So würden voraussichtlich 50 Mio. € aus der Fusion Degussa-Hüls/SKW Trostberg erwartet, die zum größten Teil schon bis Ende diesen Jahres realisiert sein würden. Hinzu würden 20 Mio. € aus der Laporte-Akquisition stammen, die in den nächsten zwei Jahren gehoben werden sollten. Zudem werde ein Restrukturierungsprogramm aufgesetzt, von dem jährliche Einsparungen von 250 Mio. € erwartet würden.

Positiv auf die zukünftigen Ergebnisse dürften sich die geplanten Verkäufe von Unternehmen oder Unternehmensteilen auswirken. Die Entwicklung liege hier im Plan. Im Frühjahr 2001 werde die nächste Entscheidung erwartet. Sie betreffe dmc2, die Tochtergesellschaft, die die Geschäftsbereiche Edelmetall, Autoabgaskatalysatoren und keramische Farben umfasse. 2000 sei für dmc2 ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr gewesen. Für das laufende Jahr sei der Ausblick relativ bescheiden. So sollten die Umsätze um etwa 4 bis 6 % steigen. Beim operativen Ergebnis vor Goodwill-Abschreibungen werde ebenfalls nur ein einstelliger Zuwachs erwartet. Belastend auf das Ergebnis werde sich die Goodwill-Abschreibung aus der Laporte-Übernahme auswirken. Zudem sei die weitere wirtschaftliche Entwicklung, die Basis für den Unternehmenserfolg, mit großer Unsicherheit behaftet. Die Aktie werde deshalb zurückgestuft.

Die Empfehlung der Analysten der BfG-Bank laute daher halten.








 
 
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