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Defensivität ist Trumpf!




24.08.01 09:11
GZ-Bank

Die Hoffnung vieler Marktteilnehmer, in diesem Jahr doch noch eine Sommerrallye miterleben zu dürfen, wurde auch in dieser Woche wieder einmal enttäuscht, berichten die Analysten der GZ-Bank.

Stattdessen habe der deutsche Aktienmarkt zeitweise sogar neue Tiefststände markiert, und habe sich damit, trotz einer Stabilisierung zum Wochenschluss, nicht aus der aktuellen Schwächephase befreien können. Ein rasches Ende dieser für den Anleger weitgehend unbefriedigenden Entwicklung scheine derweil global noch immer nicht absehbar. Auch die erneute Zinssenkung der amerikanischen Notenbank könne an dieser Tatsache nach Einschätzung der Analysten zunächst nichts ändern. In diesem Zusammenhang müssten vor allem den Aussagen Alan Greenspans besondere Beachtung geschenkt werden.

Die USA habe hier auf die Entwicklung der europäischen Konjunktur, und damit indirekt auf die Performance an den Aktienmärkten erheblichen Einfluss. Eine eigendynamische Entwicklung in Europa respektive in Deutschland sei auf Gesamtmarktebene noch nicht absehbar, zumal angesichts der schwächeren Aussichten auf dem heimischen Kontinent dies derzeit auch nicht unbedingt wünschenswert erscheine. Auch wenn die Zins- und Steuersenkungen in den USA der dortigen Konjunktur in den kommenden Monaten wieder positivere Impulse bescheren sollten, bleibe die Erholung zunächst weiter ein Wunschdenken des Marktes. Inwieweit es Greenspan dabei gelingen werde trotz der momentanen Wirtschaftsflaute und den daraus resultierenden Massenentlassungen den privaten Verbrauch zu stützen, bleibe zudem abzuwarten.

Die Aktienmärkte dürften sich derweil weiterhin nervös und volatil entwickeln. Insbesondere für das laufende dritte Quartal erwarten die Analysten noch einen tendenziell schwachen Newsflow. Bei Investitionen in den angeschlagenen Markt sei daher weiter Vorsicht geboten.

Defensivität bleibe in diesem Umfeld Trumpf. Die Analysten der GZ-Bank AG halten demzufolge an ihren vergangenen Empfehlungen zunächst fest, und versprechen sich von Abbott Laboratories, E.ON und Nestlé noch immer langfristig interessante Perspektiven.








 
 

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