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Für die Experten von boersenmagazin.de stellt die Aktie von Debitel (WKN 540800) ein interessantes Engagement dar.
Gewinnwarnungen, einbrechende Umsätze und Insolvenzen würden derzeit selbst nervenstarke Aktienbesitzer verunsichern. Es sei zuletzt kaum eine Woche vergangen, in der nicht wieder eine Hiobsbotschaft über eine in- oder ausländische Telekommunikationsfirma über die Ticker lief. Um so überraschender sei die Tatsache, dass der deutsche Kurszettel eine Telefongesellschaft enthalte, die zwei Jahre nach ihrer Gründung den "break even" erreicht habe, seit acht Jahren in Folge Gewinne erziele und mit rasanter Geschwindigkeit wachse. Die Rede sei von der in Stuttgart beheimateten Debitel AG, der größten netzunabhängigen Telefongesellschaft Europas und drittgrößter Mobilfunkanbieter Deutschlands.
1991 gegründet, habe Debitel Jahr für Jahr ein rasantes Wachstum beim Umsatz und Gewinn verzeichnet. In Europa steige die Kundenzahl der Gruppe täglich um etwa 15.000 neue Teilnehmer. Auch die Geschäftszahlen der ehemaligen DaimlerChrysler-Tochter könnten sich sehen lassen. Im vergangenen Jahr habe Debitel einen Umsatz von 2,57 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das Konzernergebnis habe sich dabei auf 40 Millionen Euro belaufen. Auch für das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres habe Debitel ein glänzendes Ergebnis vorlegen können. Zwar sei der Umsatz nur um fünf Prozent auf rund 1,2 Milliarden Euro gewachsen. Doch dafür sei der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Vergleich zum Vorjahr um 79 Prozent auf 43 Millionen Euro geklettert. Die Zahl der Teilnehmer habe sich zum Stichtag (30. Juni 2001) europaweit auf rund 9,5 Millionen belaufen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeute das ein Plus von 51 Prozent. In Deutschland habe Debitel zum Juni-Ultimo mehr als 7,3 Millionen Teilnehmer gezählt - ein Plus von 65 Prozent.
Das Besondere an Debitel: Die Gesellschaft betreibe kein eigenes Mobiltelefon- oder Festnetz, sondern vertreibe Mobilfunktelefone mit Kartenverträgen für die drei Netzbetreiber T-Mobil (D1), Vodafone (D2) und E-Plus. Darüber hinaus würden die Schwaben alle damit zusammenhängenden Service- und Logistikleistungen anbieten. Europaweit verfüge Debitel über 7000 eigene Verkaufsstellen. Die meisten davon würden sich in großen Supermärkten wie Media-Markt, Kaufhof, Metro, Extra oder Saturn sowie bei Automobilhändlern wie DaimlerChrysler oder BMW befinden. Der Stuttgarter Konzern halte zudem Anteile am mobilen Bezahlsystem Paybox und am mobilen Internetportal Jamba. Das Geschäftsmodell sichere Debitel eine hohe Unabhängigkeit und erspare ihm hohe Investitionen in ein eigenes Mobilfunknetz. Mit preiswerten Tarifen, Top-Angeboten der stets neuesten Mobilfunkgeneration, gutem Service und geschickten Zusatzangeboten sei Debitel der Durchbruch gelungen.
Debitel-Vorstandschef Peter Wagner und seiner Mannschaft sei im Internet-Geschäft im vergangenen Jahr der Turnaround gelungen. Seitdem schreibe dieser Bereich schwarze Zahlen. Auch das Festnetz-Angebot stößt bei Unternehmen auf großes Interesse. Namhafte Unternehmen aus den Branchen Finanzen, Automotive, Handel und Dienstleistungen würden das breite Angebot nutzen. Auch die Auslandstöchter in Dänemark, Frankreich, in den Niederlanden und in Slowenien hätten im ersten Halbjahr den Turnaround geschafft. Nachdem Debitel in den ersten sechs Monaten 2000 im Ausland noch ein negativer Ebit von 12 Millionen Euro ausgewiesen hatte, trage das internationale Geschäft inzwischen mit einem Ebit von über einer Million Euro zum Konzernergebnis bei. Den vorzeitige Ausstieg von Debitel aus der teuren UMTS-Auktion im vergangenen Jahr würden Branchenkenner als positiv werten. Denn die "Gewinner" der UMTS-Auktion würden derzeit händeringend nach Partnern zur Refinanzierung der gigantischen Lizenzkosten und zur Kundengewinnung suchen. Ein weiteres Plus: Debitel habe vor wenigen Monaten Vermarktungsverträge mit drei der sechs deutschen UMTS-Lizenznehmer unter Dach und Fach gebracht - mit Vodafone, T-Mobil und E-Plus. Ohne eine riesige Summe für eine eigene UMTS-Lizenz und den Aufbau eines entsprechenden Funknetzes ausgeben zu müssen, komme Debitel nun also doch in den Genuss dieser Zukunftstechnologie.
Debitel breche aber nicht nur in Sachen Wachstum Rekorde. Auch mit einer Ausfallquote von nur einem Prozent nehme der Telefonprovider seit Jahren im Forderungsmanagement eine führende Position innerhalb der Branche ein. Während andere Telefongesellschaften über riesige finanzielle Einbußen durch betrügerische Telefonkunden klagen, sei es der größten netzunabhängigen europäischen Telefongesellschaft durch verschiedene Optimierungsmaßnahmen gelungen, den Forderungsausfall auf niedrigem Niveau zu halten. Debitel wolle auch in Zukunft durch innovative Ideen wachsen. Große Pläne habe Vorstandschef Wagner beispielsweise in Sachen Multimedia. Nach seiner Einschätzung werde sich die Wertschöpfungskette im Internet verschieben: Weg vom reinen Zugangsangebot - hin zu Dienstleistungen, Anwendungen und Inhalten. Große Bedeutung komme dabei nach Einschätzung des Debitel-Chefs dem Mobilfunk zu.
Im Telekommunikationsmarkt werde der Löwenanteil der Umsätze in Zukunft wahrscheinlich im M-Commerce erwirtschaftet. Viele Anwendungen, die heute über das Festnetz abgewickelt werden, laufen dann über den Mobilfunk. Debitel gehe davon aus, dass das mobile Internet eine größere Bedeutung haben wird als ein an den stationären PC gebundenes Netz. In diesem Zusammenhang hätten die Stuttgarter Anfang August eine bundesweite Vertriebs- und Handelskooperation mit dem Filmverleiher 20th Century Fox gestartet. Gegenstand der Zusammenarbeit sei die Vermarktung des Kino-Streifens "Planet der Affen", der derzeit in den deutschen Lichtspielhäusern zu sehen sei und der zu einer der größten Hollywood-Produktionen des Jahres zähle. Auf diese Weise sammele der Mobilfunkanbieter für das kommende UMTS-Zeitalter wichtige Erfahrungen bezüglich der Vermarktung mobiler Multimedia-Inhalte. Ebenfalls unterzeichnet worden sei ein Vertrag mit dem TV-Jugendsender Viva. Ziel der Kooperation sei der Aufbau von gemeinsamen Internet- und WAP-Plattformen, um Handy-Besitzer mit Content versorgen zu können. Obendrein biete Debitel bei der Content-Vermarktung im Internet eine Vielzahl neuer und erweiterter Informations- und Entertainment-Dienste über SMS und WAP rund um die Themen "Planet der Affen", Kino und TV an. Mit dem rasanten Ausbau der so genannten Mehrwertdienste sichere sich Debitel einen entscheidenden Vorsprung gegenüber seinen Konkurrenten, ohne teure Investitionen in eigene Netze vornehmen zu müssen. Vorteile gegenüber der Konkurrenz würden die Süddeutschen auch bei der Kundenbewertung aufweisen. Während Kunden anderer Telefongesellschaften oft mit 4000 Mark angesetzt würden, seien Debitel-Kunden mit 500 Mark vergleichsweise niedrig bewertet.
84 Prozent der Debitel-Aktien würden von der Schweizer Telefongesellschaft Swisscom und zehn Prozent von der Metro Vermögensverwaltung gehalten. Nur rund sechs Prozent der Anteile befinden sich im Streubesitz. Noch liege das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für das laufende Geschäftsjahr bei 21. Doch die ambitionierte Bewertung könnte schon bald moderater ausfallen. Denn sollte der Umsatz - wie Branchenkenner erwarten - im laufenden Geschäftsjahr 3,3 Milliarden Euro und im nächsten Jahr 3,9 Milliarden Euro erreichen, könnte der Gewinn pro Aktie 2001 auf 1,15 Euro klettern. Damit würde sich das KGV auf 14 ermäßigen - für einen Telekommunikationstitel eine günstige Bewertung. Derzeit laute der Analystenkonsens allerdings noch auf 0,78 Euro (2001) bzw. 0,96 Euro (2002) pro Aktie. Bei einer Marktkapitalisierung von knapp 1,5 Milliarden Euro würden einige Investmenthäuser Kurse zwischen 35 und 40 Euro erarten. Damit hätte die im Jahr 1999 zu 32 Euro an der Börse eingeführte Debitel-Aktie gute Kurschancen.
Rund 50 Prozent unter ihrem Emissionspreis notierend, dürfte das Debitel nach einem Ende der Ausverkaufsstimmung bei Telko-Aktien wieder deutlich höhere Kurse ansteuern, so das Fazit der Experten von boersenmagazin.de.
Gewinnwarnungen, einbrechende Umsätze und Insolvenzen würden derzeit selbst nervenstarke Aktienbesitzer verunsichern. Es sei zuletzt kaum eine Woche vergangen, in der nicht wieder eine Hiobsbotschaft über eine in- oder ausländische Telekommunikationsfirma über die Ticker lief. Um so überraschender sei die Tatsache, dass der deutsche Kurszettel eine Telefongesellschaft enthalte, die zwei Jahre nach ihrer Gründung den "break even" erreicht habe, seit acht Jahren in Folge Gewinne erziele und mit rasanter Geschwindigkeit wachse. Die Rede sei von der in Stuttgart beheimateten Debitel AG, der größten netzunabhängigen Telefongesellschaft Europas und drittgrößter Mobilfunkanbieter Deutschlands.
1991 gegründet, habe Debitel Jahr für Jahr ein rasantes Wachstum beim Umsatz und Gewinn verzeichnet. In Europa steige die Kundenzahl der Gruppe täglich um etwa 15.000 neue Teilnehmer. Auch die Geschäftszahlen der ehemaligen DaimlerChrysler-Tochter könnten sich sehen lassen. Im vergangenen Jahr habe Debitel einen Umsatz von 2,57 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das Konzernergebnis habe sich dabei auf 40 Millionen Euro belaufen. Auch für das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres habe Debitel ein glänzendes Ergebnis vorlegen können. Zwar sei der Umsatz nur um fünf Prozent auf rund 1,2 Milliarden Euro gewachsen. Doch dafür sei der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Vergleich zum Vorjahr um 79 Prozent auf 43 Millionen Euro geklettert. Die Zahl der Teilnehmer habe sich zum Stichtag (30. Juni 2001) europaweit auf rund 9,5 Millionen belaufen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeute das ein Plus von 51 Prozent. In Deutschland habe Debitel zum Juni-Ultimo mehr als 7,3 Millionen Teilnehmer gezählt - ein Plus von 65 Prozent.
Das Besondere an Debitel: Die Gesellschaft betreibe kein eigenes Mobiltelefon- oder Festnetz, sondern vertreibe Mobilfunktelefone mit Kartenverträgen für die drei Netzbetreiber T-Mobil (D1), Vodafone (D2) und E-Plus. Darüber hinaus würden die Schwaben alle damit zusammenhängenden Service- und Logistikleistungen anbieten. Europaweit verfüge Debitel über 7000 eigene Verkaufsstellen. Die meisten davon würden sich in großen Supermärkten wie Media-Markt, Kaufhof, Metro, Extra oder Saturn sowie bei Automobilhändlern wie DaimlerChrysler oder BMW befinden. Der Stuttgarter Konzern halte zudem Anteile am mobilen Bezahlsystem Paybox und am mobilen Internetportal Jamba. Das Geschäftsmodell sichere Debitel eine hohe Unabhängigkeit und erspare ihm hohe Investitionen in ein eigenes Mobilfunknetz. Mit preiswerten Tarifen, Top-Angeboten der stets neuesten Mobilfunkgeneration, gutem Service und geschickten Zusatzangeboten sei Debitel der Durchbruch gelungen.
Debitel breche aber nicht nur in Sachen Wachstum Rekorde. Auch mit einer Ausfallquote von nur einem Prozent nehme der Telefonprovider seit Jahren im Forderungsmanagement eine führende Position innerhalb der Branche ein. Während andere Telefongesellschaften über riesige finanzielle Einbußen durch betrügerische Telefonkunden klagen, sei es der größten netzunabhängigen europäischen Telefongesellschaft durch verschiedene Optimierungsmaßnahmen gelungen, den Forderungsausfall auf niedrigem Niveau zu halten. Debitel wolle auch in Zukunft durch innovative Ideen wachsen. Große Pläne habe Vorstandschef Wagner beispielsweise in Sachen Multimedia. Nach seiner Einschätzung werde sich die Wertschöpfungskette im Internet verschieben: Weg vom reinen Zugangsangebot - hin zu Dienstleistungen, Anwendungen und Inhalten. Große Bedeutung komme dabei nach Einschätzung des Debitel-Chefs dem Mobilfunk zu.
Im Telekommunikationsmarkt werde der Löwenanteil der Umsätze in Zukunft wahrscheinlich im M-Commerce erwirtschaftet. Viele Anwendungen, die heute über das Festnetz abgewickelt werden, laufen dann über den Mobilfunk. Debitel gehe davon aus, dass das mobile Internet eine größere Bedeutung haben wird als ein an den stationären PC gebundenes Netz. In diesem Zusammenhang hätten die Stuttgarter Anfang August eine bundesweite Vertriebs- und Handelskooperation mit dem Filmverleiher 20th Century Fox gestartet. Gegenstand der Zusammenarbeit sei die Vermarktung des Kino-Streifens "Planet der Affen", der derzeit in den deutschen Lichtspielhäusern zu sehen sei und der zu einer der größten Hollywood-Produktionen des Jahres zähle. Auf diese Weise sammele der Mobilfunkanbieter für das kommende UMTS-Zeitalter wichtige Erfahrungen bezüglich der Vermarktung mobiler Multimedia-Inhalte. Ebenfalls unterzeichnet worden sei ein Vertrag mit dem TV-Jugendsender Viva. Ziel der Kooperation sei der Aufbau von gemeinsamen Internet- und WAP-Plattformen, um Handy-Besitzer mit Content versorgen zu können. Obendrein biete Debitel bei der Content-Vermarktung im Internet eine Vielzahl neuer und erweiterter Informations- und Entertainment-Dienste über SMS und WAP rund um die Themen "Planet der Affen", Kino und TV an. Mit dem rasanten Ausbau der so genannten Mehrwertdienste sichere sich Debitel einen entscheidenden Vorsprung gegenüber seinen Konkurrenten, ohne teure Investitionen in eigene Netze vornehmen zu müssen. Vorteile gegenüber der Konkurrenz würden die Süddeutschen auch bei der Kundenbewertung aufweisen. Während Kunden anderer Telefongesellschaften oft mit 4000 Mark angesetzt würden, seien Debitel-Kunden mit 500 Mark vergleichsweise niedrig bewertet.
84 Prozent der Debitel-Aktien würden von der Schweizer Telefongesellschaft Swisscom und zehn Prozent von der Metro Vermögensverwaltung gehalten. Nur rund sechs Prozent der Anteile befinden sich im Streubesitz. Noch liege das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für das laufende Geschäftsjahr bei 21. Doch die ambitionierte Bewertung könnte schon bald moderater ausfallen. Denn sollte der Umsatz - wie Branchenkenner erwarten - im laufenden Geschäftsjahr 3,3 Milliarden Euro und im nächsten Jahr 3,9 Milliarden Euro erreichen, könnte der Gewinn pro Aktie 2001 auf 1,15 Euro klettern. Damit würde sich das KGV auf 14 ermäßigen - für einen Telekommunikationstitel eine günstige Bewertung. Derzeit laute der Analystenkonsens allerdings noch auf 0,78 Euro (2001) bzw. 0,96 Euro (2002) pro Aktie. Bei einer Marktkapitalisierung von knapp 1,5 Milliarden Euro würden einige Investmenthäuser Kurse zwischen 35 und 40 Euro erarten. Damit hätte die im Jahr 1999 zu 32 Euro an der Börse eingeführte Debitel-Aktie gute Kurschancen.
Rund 50 Prozent unter ihrem Emissionspreis notierend, dürfte das Debitel nach einem Ende der Ausverkaufsstimmung bei Telko-Aktien wieder deutlich höhere Kurse ansteuern, so das Fazit der Experten von boersenmagazin.de.
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