Curasan Bodenbildung abwarten




14.11.00 00:00
fnet.de Research

An Tagen wie diesen, an denen die Anlegerwelt sehnsüchtig auf das Ende der Stimmenauszählung in Florida wartet und der Neue Markt fast nur noch Einbrüche vermelden kann, sind selbst gute Quartalszahlen keine Garantie für steigende Kurse. Diese Erfahrung müssen heute auch die Aktionäre von curasan (WKN 549453) machen, berichten die fnet.de Research.

Heute Morgen habe der Spezialist für regenerative Biomedizin seine vorläufigen Geschäftszahlen für die ersten neun Monate dieses Jahres vorgelegt. Der Konzernumsatz sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 48% auf 15,9 Mio. DM gestiegen. Somit habe er jetzt schon die Marke für das Gesamtjahr 1999 übertroffen. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) sei zwar noch nicht bekannt gegeben worden, curasan prognostiziere jedoch auch hier eine Verringerung des Fehlbetrags im Vergleich zum Vorjahr. Ein positives Ergebnis werde erstmals 2001 erwartet, für 2003 rechne man mit einem Jahresumsatz von 76 Mio. DM.

Der Entwicklungs- und Vertriebsspezialist sehe seine Kernkompetenzen in der Identifizierung von Marktpotenzialen, zielgruppenspezifischem Marketing, sowie dem Vertrieb von Pharmaceuticals, Biomaterials und Biologicals. Diese drei Produktbereiche würden auch die Kern-Geschäftsfelder von curasan darstellen. Der Bereich Pharmaceuticals, umsatzstärkster mit einem Anteil von 60%, diene dem Vertrieb von Lokalanästhetika, Anästhetika, Antibiotika und Firbrinolytika. Der Unternehmensbereich Biomaterials beinhalte Produkte zur Behandlung von Knochendefekten und deren Regeneration. Hier habe die Firma mit Ceasorb ein synthetisches Knochenaufbaumaterial entwickelt, das in Zukunft Hauptwachstumsträger von curasan sein soll.

Während momentan noch an der Zulassung für Märkte wie USA und Japan gearbeitet werde, sei das langfristige Ziel, mit Ceasorb einen weltweiten Standard für die Behandlung von Knochendefekten zu etablieren. Für zusätzliches Umsatzpotenzial in diesem Segment solle die Übernahme des Vertriebs der TefGen-Membran von Lifecore Biomedical für Deutschland und die Schweiz sorgen. Diese Membran stelle eine ausgezeichnete Ergänzung zu Ceasorb dar. Der dritte und kleinste Bereich sei Biologicals. Hierbei handele es sich um Medizinprodukte biologischen Ursprungs sowie ergänzende Produkte. Schwerpunkt stelle hier die Wundheilung dar.

Aufgrund seiner hohen Synergiepotenziale mit den anderen beiden Segmenten habe Biologicals eine große strategische Bedeutung für curasan. Momentan werde der Schwerpunkt der Umsätze im Inland generiert. Lediglich der Nahe Osten, Südamerika und Osteuropa würden bisher signifikant zum Konzernumsatz beitragen. Der Ausbau des internationalen Geschäfts, die Erhöhung der Marktdurchdringung und die Einführung innovativer Produkte sollten durch Kapital aus dem Börsengang vom Juli dieses Jahres finanziert werden.

Trotz dieser guten Zahlen und der fundamental ausgezeichneten Situation falle die Aktie von curasan heute auf 18,90 Euro. Somit liege sie nur noch knapp über ihrem Emissionspreis von 18,50 Euro. Charttechnisch bleibe abzuwarten ob sich bei Kursen von über 18 Euro ein signifikanter Boden bilde oder ob der Wert seinen Abwärtstrend seit Anfang November beibehalte und evtl. bis auf Kurse in der Nähe des Allzeittiefs bei 15,80 Euro absinkt. Daher sollte aus charttechnischer Sicht das Ende der Bodenbildung abgewartet werden. Sollte sich diese Bodenbildung abzeichnen, sei die Aktie auch aufgrund seiner fundamentalen Situation ein klarer Kauf.








 
 
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