Cargolifter nichts für Konservative




12.12.01 12:05
Sparkasse Aurich-Norden

Wie die Experten der Gatrixx NetSolutions GmbH in der Auftragsstudie der Sparkasse Aurich-Norden berichten, ist die Aktie der Cargolifter AG (WKN 540261) spekulativ interessant.

Das Unternehmen habe eine klare Vision: Luftschiffe sollten weltweite Großtransporte durchführen. Zielmärkte seien vor allem der Maschinen- und Anlagenbau sowie das Bauwesen. Auch auf dem Gebiet der humanitären Hilfe seien Einsätze geplant. Bis dahin habe die Firma allerdings einen weiten Weg vor sich.

Künftige Nutzer würden zunächst mittels einer Absichtserklärung in die gemeinsame Entwicklung eingebunden. Beide Seiten würden prüfen, wie Cargolifter in die herkömmlichen Logistiksysteme eingegliedert werden könne. Danach vereinbare man im Idealfall eine konkrete Entwicklungspartnerschaft. In den vergangenen Wochen habe das Unternehmen weitere Kooperationsverträge geschlossen. Grund dafür dürften die erfolgreichen Tests mit dem Aircrane sein.

So hätten die Unocal Corporation, der österreichische Industrieanlagenbauer Voest-Alpine und die SÜBA Cooperation, eine der größten Bauträgergesellschaften Deutschlands, eine Absichtserklärung unterzeichnet. Die drei Firmen würden in der ersten Phase das gemeinsame Geschäftspotenzial für den Einsatz des CL 160 analysieren. Ferner habe die Ferrostaal AG, ein weltweit tätiges Handelshaus der MAN-Gruppe, das bereits seit Dezember 1999 Partner sei, die zweite Stufe der Entwicklungs-Partnerschaft bestätigt.

Die Nachfrage nach dem AirCrane nehme ebenfalls konkretere Züge an: Als potenzieller Nutzer des Transport-Ballons habe die taiwanesische Aviastar Asia Corporation, ein Luftfahrt- und Logistikunternehmen, Interesse angekündigt. Cargolifter führe den Dialog mit Industrie- und Logistikpartnern konsequent fort: So habe eine Vertriebsvereinbarung mit Nippon Yusen Kaisha (NYK) geschlossen werden können. NYK sei das größte japanische Schifffahrts-Unternehmen und einer der führenden Logistikkonzerne Asiens. Laut Vereinbarung werde NYK den Transport-Ballon CL 75 AirCrane ab sofort in Japan exklusiv vermarkten.

Trotz Pioniergeist - die Risiken seien nicht zu übersehen. Bislang gebe es keine Umsätze. Nur durch Merchandising-Artikel und Eintrittspreise für den Besuch der Produktionshalle in Brand erziele das Unternehmen marginale Einnahmen. Sie hätten im Geschäftsjahr 2000/01 (bis Ende August) bei 5,4 Millionen Euro gelegen. Dem gegenüber habe ein Nachsteuerverlust von 96,4 Millionen Euro gestanden - nach 67,9 Millionen Euro im Vorjahr.

Diese Zahlen würden verdeutlichen, dass die Firma noch in der Aufbauphase sei. Im August habe die Gesellschaft rund 40 Millionen Euro in der Kasse gehabt. Durch die im November erfolgreich abgeschlossene Kapitalerhöhung seien 34 Millionen Euro hinzu gekommen. Aber auch dieses Geld dürfte bald aufgebraucht sein, so dass weitere Kapitalmaßnahmen bis zum Erreichen der Gewinnschwelle nötig seien.

Die Cargolifter-Aktie sei für konservative Anleger nicht geeignet. Die Zukunft des MDAX-Unternehmens sei sehr unsicher: Niemand wisse, ob jemals ein Luftschiff für Logistikleistungen eingesetzt werde.

Für geduldige Anleger, die an die Chancen künftiger Schwertransporte durch die Luft glauben, ist die Aktie von Cargolifter jedoch als spekulative Anlage interessant, so die Experten der Gatrixx NetSolutions GmbH in der Auftragsstudie der Sparkasse Aurich-Norden.








 
 
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