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Das Börsenjahr 2004 wird mutmaßlich keine besonderen Schlagzeilen in der Börsengeschichte schreiben, so die Analysten der Sparkasse Essen.
Die Ausschläge an den führenden Aktienmärkten hätten sich moderat bewegt, der Rentenmarkt habe auf hohem Niveau erneut haussiert. Für starke Bewegungen hätten allenfalls der schwache US-Dollar und vor allem natürlich der Ölpreis gesorgt.
Nach dem großartigen Comeback der Aktienmärkte im Jahre 2003 seien die Erwartungen der Börsianer ohnehin gedämpft für das neue Börsenjahr gewesen. Eine Konsolidierung würde anstehen, sei charttechnisch auch notwendig. Und diese Prophezeiung habe sich denn auch an den wichtigsten Leitbörsen der Welt bewahrheitet. So habe der Dow Jones Index (in Heimatwährung) lediglich um 3,08%, der Deutsche Aktienindex DAX um 6,81% und der Dow Jones EURO STOXX um 6,65% zulegen (Stand: 27.12.2004) können. Börsenstars 2004 seien Continental und Enel mit kräftigen Gewinnen von 54,67% und 39,90% gewesen.
Die DAX-Gewinner 2004 seien Continental, Schering und adidas-Salomon gewesen. Das Tabellenende würden Lufthansa, Volkswagen und Infineon markieren. An der Wallstreet hätten Boeing, Exxon und McDonald's reüssiert, während Merck, General Motors und Intel die rote Laterne getragen hätten. In Euroland habe man Enel, Fortis und RWE gefeiert, während bei Carrefour, L'Oréal und Aegon Trauer getragen worden sei. Ein besonders trauriges Kapitel habe 2004 der ehemalige DAX-Titel KarstadtQuelle geschrieben. Der große deutsche Warenhauskonzern kämpfe um sein Überleben. Eine große Kapitalerhöhung und Einschnitte bei den Mitarbeitern sollten die Basis für eine bessere Zukunft legen. Dagegen neige sich die Börsengeschichte von T-Online dem Ende zu. Die Mutter Deutsche Telekom wolle die außenstehenden Aktien wieder einsammeln. Was dereinst teuer (für 29,00 Euro) emittiert worden sei, solle nunmehr günstig (für 8,99 Euro) wieder eingesammelt werden.
Nach einer Auszeit im Jahr 2003, habe sich mit den Mitteldeutschen Fahrradwerken (MIFA) die erste Gesellschaft seit November 2002 wieder auf das glatte Börsenparkett gewagt. Neben drei Mini-Emissionen hätten es aber lediglich der Geldautomatenhersteller Wincor Nixdorf und die Deutsche Postbank auf ein stattliches Emissionsvolumen - und mit guter Performance gebracht. Der Börsengang der Posttochter habe sich aber angesichts des Gezerres um den Ausgabepreis und eines möglichen Einstiegs der Deutschen Bank zugleich auch als abschreckendes Beispiel erwiesen. Besonders dreist habe sich die X-FAB präsentiert, die es gewagt habe, auf der Pressekonferenz ohne Verkaufsprospekt aufzutreten. Ergebnis: Es habe kein Geld für so viel Unverschämtheit gegeben. Die Wertentwicklungen der Neuemissionen, die es dennoch an den Markt geschafft hätten, könnten sich dagegen sehen lassen.
Die Weltwirtschaft sei im Jahr 2004 um gute 5% gewachsen, für 2005 würden von Volkswirten noch etwa 4% Wachstum prognostiziert. Dabei habe es in Euroland an Schwung gefehlt, die wichtigste Volkswirtschaft Deutschland habe zwar den Wachstumstrab aufnehmen können, 1,8% Zuwachs seien aber nicht wirklich als Tempo zu bezeichnen. Dabei habe Deutschland vor allem von einer günstigeren Feiertagslage an den Wochenenden und dem Schaltjahr profitiert, ansonsten wäre das Wachstum noch schwächer ausgefallen. Die Binnennachfrage springe einfach nicht an, die Arbeitslosigkeit bleibe hoch. Einzig die Exportwirtschaft habe wirkliche Dynamik entwickelt.
Impulse für die Weltwirtschaft seien vor allem von der boomenden asiatischen Region ausgegangen, wobei allen voran China und Indien außerordentliche Wachstumsraten hätten erzielen können. Eine weiche Landung der Konjunktur solle nunmehr eine Überhitzung vermeiden helfen, doch werde dieses Unterfangen schwer fallen. Die Rohstoffpreise hätten sich in diesem Szenario kräftig erholt. Vor allem Grundstoffe, Stahl und Erdöl hätten Knappheitspreise erzielt und seien kräftig angestiegen.
Die Ölpreisentwicklung habe 2004 den Börsentrend dominiert und die Börsen immer wieder in Alarmbereitschaft versetzt, würden doch steigende Erdölnotierungen Inflationskräfte induzieren, die wiederum Zinsen antreiben und letztlich die Wirtschaft in ihrem Wachstumspfad negativ beeinträchtigen könnten. Die Ölkrisen der siebziger und achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts würden als warnendes Menetekel gelten. Der weiter schwelende Irak- und Nahost-Konflikt sowie die enorme Nachfrage aus dem asiatischen Raum hätten den Ölpreis mehrfach in schwindelnde Höhen getrieben. Erst im Herbst habe sich die Lage an den Ölmärkten entspannt, nachdem auch sehr viel spekulatives Kapital aus den Märkten genommen worden sei.
Die Ausschläge an den führenden Aktienmärkten hätten sich moderat bewegt, der Rentenmarkt habe auf hohem Niveau erneut haussiert. Für starke Bewegungen hätten allenfalls der schwache US-Dollar und vor allem natürlich der Ölpreis gesorgt.
Nach dem großartigen Comeback der Aktienmärkte im Jahre 2003 seien die Erwartungen der Börsianer ohnehin gedämpft für das neue Börsenjahr gewesen. Eine Konsolidierung würde anstehen, sei charttechnisch auch notwendig. Und diese Prophezeiung habe sich denn auch an den wichtigsten Leitbörsen der Welt bewahrheitet. So habe der Dow Jones Index (in Heimatwährung) lediglich um 3,08%, der Deutsche Aktienindex DAX um 6,81% und der Dow Jones EURO STOXX um 6,65% zulegen (Stand: 27.12.2004) können. Börsenstars 2004 seien Continental und Enel mit kräftigen Gewinnen von 54,67% und 39,90% gewesen.
Nach einer Auszeit im Jahr 2003, habe sich mit den Mitteldeutschen Fahrradwerken (MIFA) die erste Gesellschaft seit November 2002 wieder auf das glatte Börsenparkett gewagt. Neben drei Mini-Emissionen hätten es aber lediglich der Geldautomatenhersteller Wincor Nixdorf und die Deutsche Postbank auf ein stattliches Emissionsvolumen - und mit guter Performance gebracht. Der Börsengang der Posttochter habe sich aber angesichts des Gezerres um den Ausgabepreis und eines möglichen Einstiegs der Deutschen Bank zugleich auch als abschreckendes Beispiel erwiesen. Besonders dreist habe sich die X-FAB präsentiert, die es gewagt habe, auf der Pressekonferenz ohne Verkaufsprospekt aufzutreten. Ergebnis: Es habe kein Geld für so viel Unverschämtheit gegeben. Die Wertentwicklungen der Neuemissionen, die es dennoch an den Markt geschafft hätten, könnten sich dagegen sehen lassen.
Die Weltwirtschaft sei im Jahr 2004 um gute 5% gewachsen, für 2005 würden von Volkswirten noch etwa 4% Wachstum prognostiziert. Dabei habe es in Euroland an Schwung gefehlt, die wichtigste Volkswirtschaft Deutschland habe zwar den Wachstumstrab aufnehmen können, 1,8% Zuwachs seien aber nicht wirklich als Tempo zu bezeichnen. Dabei habe Deutschland vor allem von einer günstigeren Feiertagslage an den Wochenenden und dem Schaltjahr profitiert, ansonsten wäre das Wachstum noch schwächer ausgefallen. Die Binnennachfrage springe einfach nicht an, die Arbeitslosigkeit bleibe hoch. Einzig die Exportwirtschaft habe wirkliche Dynamik entwickelt.
Impulse für die Weltwirtschaft seien vor allem von der boomenden asiatischen Region ausgegangen, wobei allen voran China und Indien außerordentliche Wachstumsraten hätten erzielen können. Eine weiche Landung der Konjunktur solle nunmehr eine Überhitzung vermeiden helfen, doch werde dieses Unterfangen schwer fallen. Die Rohstoffpreise hätten sich in diesem Szenario kräftig erholt. Vor allem Grundstoffe, Stahl und Erdöl hätten Knappheitspreise erzielt und seien kräftig angestiegen.
Die Ölpreisentwicklung habe 2004 den Börsentrend dominiert und die Börsen immer wieder in Alarmbereitschaft versetzt, würden doch steigende Erdölnotierungen Inflationskräfte induzieren, die wiederum Zinsen antreiben und letztlich die Wirtschaft in ihrem Wachstumspfad negativ beeinträchtigen könnten. Die Ölkrisen der siebziger und achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts würden als warnendes Menetekel gelten. Der weiter schwelende Irak- und Nahost-Konflikt sowie die enorme Nachfrage aus dem asiatischen Raum hätten den Ölpreis mehrfach in schwindelnde Höhen getrieben. Erst im Herbst habe sich die Lage an den Ölmärkten entspannt, nachdem auch sehr viel spekulatives Kapital aus den Märkten genommen worden sei.









