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Die Börsen sind momentan hin und hergerissen zwischen den verschiedenen Kriegsszenarien, berichten die Analysten der Sparkasse Bremen.
Im Zuge der schwierig einzuschätzenden Kriegsberichtserstattung reagiere die Börse sehr nervös auf die Meldungen aus der Golfregion. Die Analysten würden nach Beendigung des Golfkrieges mit einer Normalisierung der Bewertungen auf einem DAX-Niveau von 3.500 bis maximal 4.000 Punkten rechnen.
Sie würden jedoch aufgrund der Erfahrungen der Geschichte vor zu großen Illusionen warnen. Skeptische Marktbeobachter könnten sich durchaus eine längere Seitwärtsbewegung vorstellen. So weit wolle man an dieser Stelle nicht gehen. Fakt sei jedoch, dass die fundamentalen Probleme der Weltwirtschaft nach Beendigung des Irak-Konfliktes nicht über Nacht gelöst werden können. Nachfolgende Stichworte würden die Herausforderungen für die Börsen in der Post-Irakkriegs-Ära unterstreichen:
- Doppeldefizit bei Haushalt und Handelsbilanz in den USA
- Die Unfähigkeit Kontinental-Europas und Japans die strukturellen Defizite der Volkswirtschaften zu beseitigen
- Die Geldpolitik könne in den USA nicht mehr und in Europa kaum noch zur Konjunkturstimulierung eingesetzt werden.
Auf Basis dieses Szenarios bevorzugen die Analysten der Sparkasse Bremen weiter defensive Werte aus den großen Leitindices DAX (z.B. adidas) und Euro-Stoxx (z.B. Unilever). Gegebenenfalls sollten in einem breit diversifizierten Depot MidCaps (MDAX) als Ergänzungsanlage in Erwägung gezogen werden.
Im Gegensatz zu seinem großen Bruder befinde sich der MDAX im fortgeschrittenen Prozess der Bodenbildung. Technische Analysten würden dieses Chartbild "W-Formation" oder einen doppelten Boden nennen. Erfahrungsgemäß bilde eine derartige Konstellation eine tragfähige Basis für eine Trendumkehr.
Insgesamt erlebe man derzeit ein seltsames Szenario: Überbewerteteten Rentenpapieren (bzw. umgekehrt ausgedrückt: sehr niedrigen Zinsen) stünden zu gering bewertete Aktien gegenüber. Die Analysten der Sparkasse Bremen raten deshalb den "Sicherheitsanteil" des Vermögens eher mit Sondersparformen abzubilden, da sie bei Rentenpapieren ein erhebliches Zinsänderungsrisiko sehen. Bei Aktien sollten nur "spezielle" Gelegenheiten wahrgenommen werden.
Die Übergangsphase zwischen dem Ende der Rentenmarkt-Hausse und dem Anspringen der Börsen könnte diesmal länger als gewohnt dauern.
Im Zuge der schwierig einzuschätzenden Kriegsberichtserstattung reagiere die Börse sehr nervös auf die Meldungen aus der Golfregion. Die Analysten würden nach Beendigung des Golfkrieges mit einer Normalisierung der Bewertungen auf einem DAX-Niveau von 3.500 bis maximal 4.000 Punkten rechnen.
Sie würden jedoch aufgrund der Erfahrungen der Geschichte vor zu großen Illusionen warnen. Skeptische Marktbeobachter könnten sich durchaus eine längere Seitwärtsbewegung vorstellen. So weit wolle man an dieser Stelle nicht gehen. Fakt sei jedoch, dass die fundamentalen Probleme der Weltwirtschaft nach Beendigung des Irak-Konfliktes nicht über Nacht gelöst werden können. Nachfolgende Stichworte würden die Herausforderungen für die Börsen in der Post-Irakkriegs-Ära unterstreichen:
- Die Unfähigkeit Kontinental-Europas und Japans die strukturellen Defizite der Volkswirtschaften zu beseitigen
- Die Geldpolitik könne in den USA nicht mehr und in Europa kaum noch zur Konjunkturstimulierung eingesetzt werden.
Auf Basis dieses Szenarios bevorzugen die Analysten der Sparkasse Bremen weiter defensive Werte aus den großen Leitindices DAX (z.B. adidas) und Euro-Stoxx (z.B. Unilever). Gegebenenfalls sollten in einem breit diversifizierten Depot MidCaps (MDAX) als Ergänzungsanlage in Erwägung gezogen werden.
Im Gegensatz zu seinem großen Bruder befinde sich der MDAX im fortgeschrittenen Prozess der Bodenbildung. Technische Analysten würden dieses Chartbild "W-Formation" oder einen doppelten Boden nennen. Erfahrungsgemäß bilde eine derartige Konstellation eine tragfähige Basis für eine Trendumkehr.
Insgesamt erlebe man derzeit ein seltsames Szenario: Überbewerteteten Rentenpapieren (bzw. umgekehrt ausgedrückt: sehr niedrigen Zinsen) stünden zu gering bewertete Aktien gegenüber. Die Analysten der Sparkasse Bremen raten deshalb den "Sicherheitsanteil" des Vermögens eher mit Sondersparformen abzubilden, da sie bei Rentenpapieren ein erhebliches Zinsänderungsrisiko sehen. Bei Aktien sollten nur "spezielle" Gelegenheiten wahrgenommen werden.
Die Übergangsphase zwischen dem Ende der Rentenmarkt-Hausse und dem Anspringen der Börsen könnte diesmal länger als gewohnt dauern.








