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Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - In dieser Woche ist der Terminkalender wieder einmal prall gefüllt, so die Experten vom "DaxVestor".
Dementsprechend zurückhaltend hätten sich in den letzten Tagen die verunsicherten Börsianer verhalten. Man wisse ja nicht, was da so kommen könne. In den USA stünden zahlreiche Veröffentlichungen von Quartalszahlen durch namhafte Konzerne, u.a. Exxon Mobil, Verizon Communications, Starbucks und Sun Microsystems an. Aber auch nicht weniger als 13 DAX-Unternehmen würden ihre Quartalsberichte vorlegen.
Dennoch dürften in Europa vor allem die Zahlen der Finanzkonzerne im Blickpunkt stehen. Berichten würden u.a. die angeschlagenen britischen Großbanken HBOS und HSBC, aber auch die Deutsche Bank und die Postbank. Man dürfe gespannt sein, ob die europäischen Institute ähnlich positiv überraschen könnten wie zuletzt ihre amerikanischen Konkurrenten Citigroup, J.P. Morgan und Bank of America - Zweifel seien angebracht. Tatsächlich werde es aber für die Entwicklung des Gesamtmarktes immer entscheidender, wie die Unternehmen im Allgemeinen mit dem Konjunkturabschwung und den steigenden Kosten fertig würden.
Von den 63 Unternehmen aus dem US-Index S&P 500, die bislang in diesem Quartal einen Ausblick gegeben hätten, würden 30 mit fallenden Gewinnen rechnen. Das müsse nicht repräsentativ sein, aber es werde doch immer klarer, dass die Belastungen für die Unternehmen zunehmen würden: So habe der US-Immobilienmarkt den Tiefpunkt noch nicht durchschritten und die Kreditausfälle würden sich fortsetzen. Am Freitag seien in den USA zwei weitere regionale Banken geschlossen worden, wodurch die Zahl der Bankenzusammenbrüche in den USA in diesem Jahr auf sieben steige. Zudem würden die Rohstoffkosten hoch bleiben, was auf die Gewinne drücke, und die gesamtwirtschaftliche Nachfrage lasse nach. Diese negativen Einflüsse würden eine größere und vor allem länger andauernde Belastung darstellen, als es viele Aktienexperten erwartet hätten.
Den Experten sei die Prognose, der Aktienmarkt könne sich bis zum Jahresende rasch erholen und eine kräftige Rally starten, von Anfang an als zu optimistisch erschienen - auch wenn die Bewertungskennziffern der Aktien vergleichsweise niedrig seien. Ein weiterer lang anhaltender Einbruch sei aber ebenfalls nicht wahrscheinlich. Die Unternehmen würden nach wie vor über starke Bilanzen verfügen. Zudem schwäche sich die Konjunktur zwar weltweit ab, aber es gebe keine Rezession.
Das dürften auch die US-Konjunkturdaten in dieser Woche bestätigen. Mit den BIP-Zahlen für das zweite Quartal, die Arbeitsmarktdaten für Juli und den ISM-Index würden einige marktbewegende Daten veröffentlicht. Sollten diese einigermaßen solide ausfallen, dann wäre das nicht unbedingt gut für die Börse, denn dann würden die Spekulationen über Leitzinserhöhungen durch die US-Notenbank zunehmen. Am Geldmarkt seien bereits jetzt drei Zinserhöhungen auf insgesamt 2,75 Prozent bis zum Frühsommer 2009 eingepreist. Auch dies spreche gegen eine nachhaltige Rally am Aktienmarkt in den nächsten Monaten.
Eine echte Trendwende nach oben sei beim DAX in den nächsten Monaten zwar unwahrscheinlich, aber dennoch gebe es gute Anlagechancen. Zum einen könne man mit Hebelzertifikaten von kurzfristigen heftigen Kursbewegungen profitieren. Zum anderen sorge die Nervosität am Markt bei der einen oder anderen Aktie für Übertreibungen nach unten. Das könne zum langfristigen Einstieg genutzt werden, denn irgendwann werde auch die Kreditkrise überwunden sein. (29.07.2008/ac/a/m)
Dementsprechend zurückhaltend hätten sich in den letzten Tagen die verunsicherten Börsianer verhalten. Man wisse ja nicht, was da so kommen könne. In den USA stünden zahlreiche Veröffentlichungen von Quartalszahlen durch namhafte Konzerne, u.a. Exxon Mobil, Verizon Communications, Starbucks und Sun Microsystems an. Aber auch nicht weniger als 13 DAX-Unternehmen würden ihre Quartalsberichte vorlegen.
Dennoch dürften in Europa vor allem die Zahlen der Finanzkonzerne im Blickpunkt stehen. Berichten würden u.a. die angeschlagenen britischen Großbanken HBOS und HSBC, aber auch die Deutsche Bank und die Postbank. Man dürfe gespannt sein, ob die europäischen Institute ähnlich positiv überraschen könnten wie zuletzt ihre amerikanischen Konkurrenten Citigroup, J.P. Morgan und Bank of America - Zweifel seien angebracht. Tatsächlich werde es aber für die Entwicklung des Gesamtmarktes immer entscheidender, wie die Unternehmen im Allgemeinen mit dem Konjunkturabschwung und den steigenden Kosten fertig würden.
Den Experten sei die Prognose, der Aktienmarkt könne sich bis zum Jahresende rasch erholen und eine kräftige Rally starten, von Anfang an als zu optimistisch erschienen - auch wenn die Bewertungskennziffern der Aktien vergleichsweise niedrig seien. Ein weiterer lang anhaltender Einbruch sei aber ebenfalls nicht wahrscheinlich. Die Unternehmen würden nach wie vor über starke Bilanzen verfügen. Zudem schwäche sich die Konjunktur zwar weltweit ab, aber es gebe keine Rezession.
Das dürften auch die US-Konjunkturdaten in dieser Woche bestätigen. Mit den BIP-Zahlen für das zweite Quartal, die Arbeitsmarktdaten für Juli und den ISM-Index würden einige marktbewegende Daten veröffentlicht. Sollten diese einigermaßen solide ausfallen, dann wäre das nicht unbedingt gut für die Börse, denn dann würden die Spekulationen über Leitzinserhöhungen durch die US-Notenbank zunehmen. Am Geldmarkt seien bereits jetzt drei Zinserhöhungen auf insgesamt 2,75 Prozent bis zum Frühsommer 2009 eingepreist. Auch dies spreche gegen eine nachhaltige Rally am Aktienmarkt in den nächsten Monaten.
Eine echte Trendwende nach oben sei beim DAX in den nächsten Monaten zwar unwahrscheinlich, aber dennoch gebe es gute Anlagechancen. Zum einen könne man mit Hebelzertifikaten von kurzfristigen heftigen Kursbewegungen profitieren. Zum anderen sorge die Nervosität am Markt bei der einen oder anderen Aktie für Übertreibungen nach unten. Das könne zum langfristigen Einstieg genutzt werden, denn irgendwann werde auch die Kreditkrise überwunden sein. (29.07.2008/ac/a/m)










