BBAG übergewichten




15.04.03 09:01
Raiffeisen Centrobank

Die Analysten der Raiffeisen Centrobank stufen die Aktie von BBAG (ISIN AT0000910997 / WKN 851925) mit "übergewichten" ein.

Auf Basis der vorläufig bekannt gegebenen Umsatzzahlen 2002 des BBAG-Konzerns hätten die Analysten ihre Schätzungen 2002e-2005e überarbeitet. Für das Geschäftsjahr 2002 erwarte man nunmehr EPS von 2,44 EUR (zuvor 2,74 EUR). Man sehe die Umsatz- und Ergebnissteigerung in den Folgejahren vor allem von der Fortsetzung der Marktanteilsgewinne in Osteuropa getragen.

Als Add-on zeige sich auf der Ergebnisseite zunehmend der GB Immobilien, der mit steigender Projektanzahl stabile Einnahmensströme sichere. Aus analytischer Sicht vereine die BBAG-Aktie zwei Kriterien, nämlich Osteuropa und Immobilie, die der Aktie Perspektiven geben würden. In diesem Konnex sei auch der - bereits viel diskutierte - Einstieg eines strategischen Partners zu sehen.

Aufgrund von Einmaleffekten im Zuge der Umstrukturierung des AfG-Bereichs würden die Analysten für den BBAG-Konzern nur ein leicht verbessertes EBITDA von rund 195 Mio. EUR (+2,6%) und ein EBIT von rund 72 Mio. EUR (+5%) erwarten. Im Geschäftssegment Bier sollte die Umsetzung der Produktivitätsmaßnahmen einen spürbaren Anstieg der EBIT-Marge (zum Umsatz abzüglich Biersteuer) von 8,2% nach 7,6% im Vorjahr bewirken.

Während der westeuropäische Bier-Markt als ein gesättigter, von großen Playern, abgesteckter Markt gelte, stehe dem Osteuropa-Markt die Konsolidierung der Anbieter noch zum größten Teil bevor. Das Rennen um die Marktführerschaft und um den Aufkauf nationaler Marken sei für Global-Player deshalb von größter Wichtigkeit, da der Pro-Kopf-Verbrauch deutlich unter den Werten der westeuropäischen Länder liege und Wachstum verspreche.

Die Analysten würden das Wachstum für das Geschäftsjahr 2003 und für die Folgejahre aus Osteuropa erwarten und gleichzeitig von einer positiven Trendwende im AfG-Bereich ausgehen. Trotz der erwarteten Ergebnissteigerung 2003 sei die Aktie im Vergleich zur Peer-Group auf KGV-Basis überbewertet, dies relativiere sich allerdings bei der Bewertungskennzahl EV/EBITDA. Völlig unberücksichtigt würden allerdings im Multiple-Vergleich die stillen Reserven des Immobilienvermögens bleiben.

Die Empfehlung für die BBAG-Aktie ändern die Analysten der Raiffeisen Centrobank zunächst von "neutral" auf "übergewichten", da 1.) eine Teilberücksichtigung der stillen Reserven das Bewertungsniveau heben würde und 2.) die Themen Osteuropa und Übernahmephantasie zur Zeit den Kursverlauf deutlich prägen.








 
 
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