ArtStor reduzieren




15.11.01 08:26
Nord LB

Die Analysten Alexander Viets und Dr. Martina Noß von der Norddeutschen Landesbank raten Anlegern, die Aktie der ArtStor AG (WKN 549286) bei Kursstärke zu "verkaufen".

In einer Ad-hoc-Meldung vom 15.11.01 habe das Unternehmen mitgeteilt, dass man den Umsatz per 30.09.01 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 57,5 Mio. bzw. 605% auf 67 Mio. Euro habe erhöhen können. Allerdings seien die 9-Monatszahlen aufgrund des durch den Zukauf der Zeta AG veränderten Konsolidierungskreises nicht mit den Vorjahreszahlen vergleichbar. Das EBITDA belaufe sich auf -4,2 Mio. Euro. Das EBIT betrage -5,3 Mio. Euro. Als Ergebnis nach Steuern ergebe sich ein Verlust von -3,8 Mio. Euro. Je Aktie weise die ArtStor AG entsprechend ein Verlust von 55 Cent aus.

Die ArtStor AG erwarte aufgrund der bisher erzielten Ergebnisse sowie des anhaltend verlangsamten Wirtschaftswachstum und des verzögerten Investitionsverhaltens im IT-Markt nunmehr ein negatives EBIT im Geschäftsjahr 2001 von -5 Mio. Euro und einen Jahresfehlbetrag von -3 Mio. Euro, was einem Verlust pro Aktie von 43 Cent entspräche. Bisher sei die ArtStor AG von einem EBIT von 3,9 Mio. Euro und einem Jahresüberschuss von 2 Mio. Euro ausgegangen. Das Umsatzziel in Höhe von 85 Mio. Euro sei bestätigt worden. Für das Geschäftsjahr 2002 gehe ArtStor aufgrund der eingeleiteten Konsolidierungsmaßnahmen von einem ausgeglichenen Ergebnis aus.

Das Ergebnis sei unter anderem belastet worden durch einmalige Sonder-Einflüsse im dritten Quartal. Die Margenrelation sei speziell durch die Auflösung von Altlagerbeständen zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten reduziert worden. Aufgrund der verhaltenen Investitionstätigkeit der Unternehmen seien zudem weniger Umsätze im margenstarken Storage-Segment generiert worden. Darüber hinaus sei das Konzernergebnis durch bereits aktivierte Kosten der Restrukturierungsmaßnahmen negativ beeinflusst worden.

Trotz der bereits zahlreichen erwirkten einstweiligen Verfügungen von Neuer Markt-Unternehmen, die den Aufschub der Delisting Regeln der Deutschen Börse von einem halben Jahr für das jeweilige Unternehmen sicherstellen, bestehe für ArtStor weiterhin eine gewisse Gefahr, vom Neuen Markt wegen Unterschreitung der Kurs- und Marktkapitalisierungsgrenze ausgeschlossen zu werden. Weiterhin fehle ein für den Neuen Markt zwingend erforderlicher zweiter Designated Sponsor. Die BHF-Bank habe ihr Mandat laut Auskunft der Deutschen Börse niedergelegt. Vorstellbar wäre auch ein freiwilliger Wechsel in den Geregelten Markt. Ein solcher Schritt wäre jedoch wahrscheinlich mit einem weiteren Kursabschlag verbunden.

Vor dem Hintergrund der aus Sicht der Nord LB enttäuschenden Quartalszahlen und der angespannten Liquiditätslage wird empfohlen, den Bestand an Aktien der ArtStor AG weiterhin zu "reduzieren".








 
 
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