Erweiterte Funktionen
Mit erfreulichen Nachrichten konnte die texanische Firma Aronex (WKN 900822) diese Woche aufwarten, berichten die Analysten von Suntrade.
Ihr gegen Pilzinfektionen gerichtetes Produkt Nyotran habe in einer Phase II Studie gegen invasive Aspergillus-Infektion einen deutlichen Effekt erzielen können. Und dies in einer Patientengruppe, in der die Standardtherapie mit Amphotericin B erfolglos geblieben sei. Gleichzeitig habe eine bessere Verträglichkeit festgestellt und in Tierversuchen gezeigt werden können, dass Nyotran sich wesentlich weniger in der Leber anreichere als Amphotericin B. Deshalb wolle Aronex im nächsten Jahr einen Zulassungsantrag bei der „Food and Drug Administration“ (FDA) stellen.
Nyotran enthalte einen bereits bekannten Wirkstoff gegen Pilzinfektionen, der aber kaum durch den Darm resorbiert werde und deshalb bisher nur für leicht erreichbare Infektionen auf der Haut oder im Mund eingesetzt worden sei. Mit ihrer Technologie, Wirkstoffe in kleine Fetttröpfchen (Liposomen) einzubauen, habe Aronex damit auch Pilzherde im Körperinnern bekämpfen können. Diese Technik hätten sie ebenso benutzt, um mit Atragen eine neue Verabreichungsform eines gängigen Medikamentes gegen akute promyleozitische Leukämie (APL) zu entwickeln. Dadurch werde die Behandlung von Patienten ermöglicht, welche den Wirkstoff bisher nicht in Tablettenform hätten zu sich nehmen können.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten beim ersten Zulassungsantrag hätten sie inzwischen in einer weiteren Studie sowohl Wirksamkeit als auch gute Verträglichkeit nachgewiesen, so dass nach diesen ergänzenden Daten ein positiver Entscheid der FDA in greifbare Nähe gerückt sei. Gleichzeitig würden weitere Tests gegen andere Krebsarten laufen, wobei inzwischen mehrere Phase II Studien unterwegs seien. Aber auch gegen Brustkrebs und Leukämie hätten sie mit Annamycin einen aussichtsreichen Kandidaten in der Pipeline. Ein Molekül aus einer bekannten Klasse von Anti-Tumor-Wirkstoffen sei speziell so designt worden, dass es sowohl gegen chemotherapeutikaresistente Tumore wirken, als auch weniger Nebenwirkungen aufzeigen solle.
Die ersten klinischen Daten würden diese Annahme unterstützen. Ihr weiteres Produkt Aroplatin sei ebenfalls ein aus einer bekannten Wirkstoffklasse stammendes Molekül, welches in ersten Tests eine verbesserte Anti-Tumor-Wirkung aufgewiesen habe. Mit zwei Phase II Studien gegen Mesotheliomakrebs und Nierenkrebs zeige sich auch hier Aronex gut positioniert. Alle Produktkandidaten würden der fruchtbaren Zusammenarbeit mit dem Anderson Cancer Center der Universität Texas entstammen, von dem die Exklusivlizenzen für die Produkte übernommen worden seien. Eine Partnerschaft mit Abott Laboratories resultiere in Zahlungen von bis zu 40 Mio. $ im Rahmen der Nyotran-Studien.
Dafür habe Abott die Produktions- und Vermarktungsrechte für Nyotran übernommen, während bei allen anderen Produkten diese noch bei Aronex liegen würden. Das Produktprogramm von Aronex zeige eine gut Mischung zwischen Weiterentwicklungen von bereits angewendeten Medikamenten und neuen Wirkstoffkandidaten. Nyotran und Atragen würden zur ersten Gruppe gehören und hätten somit ein geringes Entwicklungsrisiko. Leider bedeute dies auch, dass sie sicherlich keine klassischen „Blockbuster“ seien. Vor allem Nyotran werde gegenüber dem Marktführer bei Pilzinfektionen Amphotericin B nur eine untergeordnete Rolle spielen.
Aber die zu erwartenden Erlöse würden die Forschung an den weiteren sehr aussichtsreichen Produkten finanzieren. Zusätzlich sei Aronex‘ Liposomen-Technologie auch für andere Firmen interessant, die noch nach einem effektiven „Verpackungssystem“ für ihr Medikament suchen würden. Ein Einsatz als „DNA-shuttle“ in der Gentherapie sei bereits angedacht. Die erfreulichen Nachrichten der letzten Tage hätten zu einem drastischen Kurssprung geführt, so dass erst einmal mit einer Korrektur zu rechnen sei. In Anbetracht der Tatsache, dass zwei Medikamente kurz vor der Zulassung stehen würden und damit signifikante Erlöse aus Produktverkäufen für 2002 zu erwarten seien, sähen die Analysten aber weiteres Potential. Im Vergleich zur Konkurrenz auf dem Krebssektor rechtfertige Aronex eine wesentlich höhere Bewertung, so dass ein Kursziel von 10 $ ansetzen werden würde.
Ihr gegen Pilzinfektionen gerichtetes Produkt Nyotran habe in einer Phase II Studie gegen invasive Aspergillus-Infektion einen deutlichen Effekt erzielen können. Und dies in einer Patientengruppe, in der die Standardtherapie mit Amphotericin B erfolglos geblieben sei. Gleichzeitig habe eine bessere Verträglichkeit festgestellt und in Tierversuchen gezeigt werden können, dass Nyotran sich wesentlich weniger in der Leber anreichere als Amphotericin B. Deshalb wolle Aronex im nächsten Jahr einen Zulassungsantrag bei der „Food and Drug Administration“ (FDA) stellen.
Nyotran enthalte einen bereits bekannten Wirkstoff gegen Pilzinfektionen, der aber kaum durch den Darm resorbiert werde und deshalb bisher nur für leicht erreichbare Infektionen auf der Haut oder im Mund eingesetzt worden sei. Mit ihrer Technologie, Wirkstoffe in kleine Fetttröpfchen (Liposomen) einzubauen, habe Aronex damit auch Pilzherde im Körperinnern bekämpfen können. Diese Technik hätten sie ebenso benutzt, um mit Atragen eine neue Verabreichungsform eines gängigen Medikamentes gegen akute promyleozitische Leukämie (APL) zu entwickeln. Dadurch werde die Behandlung von Patienten ermöglicht, welche den Wirkstoff bisher nicht in Tablettenform hätten zu sich nehmen können.
Die ersten klinischen Daten würden diese Annahme unterstützen. Ihr weiteres Produkt Aroplatin sei ebenfalls ein aus einer bekannten Wirkstoffklasse stammendes Molekül, welches in ersten Tests eine verbesserte Anti-Tumor-Wirkung aufgewiesen habe. Mit zwei Phase II Studien gegen Mesotheliomakrebs und Nierenkrebs zeige sich auch hier Aronex gut positioniert. Alle Produktkandidaten würden der fruchtbaren Zusammenarbeit mit dem Anderson Cancer Center der Universität Texas entstammen, von dem die Exklusivlizenzen für die Produkte übernommen worden seien. Eine Partnerschaft mit Abott Laboratories resultiere in Zahlungen von bis zu 40 Mio. $ im Rahmen der Nyotran-Studien.
Dafür habe Abott die Produktions- und Vermarktungsrechte für Nyotran übernommen, während bei allen anderen Produkten diese noch bei Aronex liegen würden. Das Produktprogramm von Aronex zeige eine gut Mischung zwischen Weiterentwicklungen von bereits angewendeten Medikamenten und neuen Wirkstoffkandidaten. Nyotran und Atragen würden zur ersten Gruppe gehören und hätten somit ein geringes Entwicklungsrisiko. Leider bedeute dies auch, dass sie sicherlich keine klassischen „Blockbuster“ seien. Vor allem Nyotran werde gegenüber dem Marktführer bei Pilzinfektionen Amphotericin B nur eine untergeordnete Rolle spielen.
Aber die zu erwartenden Erlöse würden die Forschung an den weiteren sehr aussichtsreichen Produkten finanzieren. Zusätzlich sei Aronex‘ Liposomen-Technologie auch für andere Firmen interessant, die noch nach einem effektiven „Verpackungssystem“ für ihr Medikament suchen würden. Ein Einsatz als „DNA-shuttle“ in der Gentherapie sei bereits angedacht. Die erfreulichen Nachrichten der letzten Tage hätten zu einem drastischen Kurssprung geführt, so dass erst einmal mit einer Korrektur zu rechnen sei. In Anbetracht der Tatsache, dass zwei Medikamente kurz vor der Zulassung stehen würden und damit signifikante Erlöse aus Produktverkäufen für 2002 zu erwarten seien, sähen die Analysten aber weiteres Potential. Im Vergleich zur Konkurrenz auf dem Krebssektor rechtfertige Aronex eine wesentlich höhere Bewertung, so dass ein Kursziel von 10 $ ansetzen werden würde.









