Ares Serono verkaufen




21.02.00 00:00
WestLB

Die Experten der WestLB halten die Aktien des Schweizer Pharmaunternehmens Ares Serono (WKN 873438) gegenwärtig für einen Verkauf.

1999 sei für Rebif (Multiple Sklerose), ein Jahr der Rückschläge gewesen. Zunächst sei in den USA der "Orphan Drug"-Status nicht gewährt worden. Dann habe in einer klinischen Prüfung keine statistisch signifikante Wirksamkeit gegen die sekundär progressive Form der MS nachgewiesen werden können. Die Experten der West LB senken daher ihr Rebif-Umsatzziel für 2003 von 500 auf 300 Mio USD. Trotzdem solle das EPS-Wachstum durchschnittlich bei 17% p.a. liegen. Ausgelöst durch auflebende Fusions- bzw. Übernahmegerüchte in den letzten beiden Monaten von 1999 sei der Aktienkurs des Unternehmens um 83% gestiegen. Ideal wäre für Ares Serono ein Partner, der dem Unternehmen eine bessere Präsenz in den USA, eine breiter qualifizierte Vertriebsmannschaft sowie eine Poduktpipeline bieten könne. Nach der Kurssteigerung hielten die Analysten Ares Serono jetzt auf Basis eines PEG 2000e Wertes von 3,2 im Vergleich zum Sektor (PEG 2000e 2,0) für überbewertet und empfehlen, die Aktie zu verkaufen. Den fairen Wert sähen sie bei 2.700 CHF

56% des Umsatzes von Ares Serono entfielen auf Fruchtbarkeitshormone. Traditionell würden diese Hormone aus Urin gewonnen, doch das Unternehmen stelle zur Zeit auf gentechnologische Herstellungsverfahren um. Diese seien zuverlässiger und lieferten wirksamere Präparate mit einem besseren Nebenwirkungsprofil.

Ares Serono versuche, ein weiteres Standbein neben seinem traditionellen Indikationsgebiet der Fruchtbarkeitshormone aufzubauen. Das Unternehmen sei einer der drei Hersteller von Beta-Inferon, das zur Behandlung von Multipler Sklerose eigesetzt werde. Die beiden anderen Hersteller seien Schering und Biogen. Die Analysten der West LB erwarten für dieses Präparat einen Spitzenumsatz von ca. 300 Mio USD im Jahr 2003. Ares Serono halte jedoch den geringsten Marktanteil, während Biogen in den USA und Schering in Europa der jeweils führende Hersteller sei.

Dadurch solle der Umsatz zwischen 1998 und 2003 um 11% p.a. steigen. Um das Wachstum mittelfristig, wenn Rebif im Jahr 2003 sein maximales Umsatzpotential erreicht habe, aufrecht erhalten zu können, müsse Ares Erono weitere Produkte auf den Markt bringen. Durch Fusion oder Übernahme könne Ares Serono seine Produktpipeline verbessern.

Ares Serono erwirtschafte einen jährlichen Free-Cash-Flow von ca. 180 Mio USD. In Anbetracht der soliden Bilanzstruktur des Unternehmens und der für Ende 2003 prognostizierten Nettoliquidität von 700 Mio USD verfüge Ares Serono über die für eine Akquisition erforderliche finanzielle Flexibilität.








 
 
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