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Zum Beginn eines neuen Jahres stellt sich für viele Anleger wieder die Frage, in welche Wertpapiere sie investieren und auf welche Börsentrends sie setzen sollen, so die Analysten der Sparkasse Essen.
Zur Überprüfung und Anpassung ihrer Depotstrukturen sollten sich Anleger etwas Zeit nehmen, denn auch in Zeiten niedriger Zinsen und unklarer Konjunkturentwicklung würden sich wieder "Ertragsperlen" finden lassen.
Nach Einschätzung der Volkswirte werde sich das Wirtschaftswachstum in 2005 wieder abschwächen. Eine erneute Rezession müsse deshalb aber nicht befürchtet werden. Vielmehr kehre das Wirtschaftswachstum in den USA auf ein Normalmaß von etwa 3,5% zurück, der überhitzen chinesischen Volkswirtschaft gelinge das Softlanding, die gewünschte Abschwächung des Wachstums in Richtung 7-8% und in Europa bleibe fast alles beim Alten, sprich bei niedrigen, aber immerhin positiven Wachstumsraten. Das Wirtschaftswachstum in Euroland dürfte sich zwischen 1,5% und 2,0% bewegen. Höhere Wachstumsraten böten noch die osteuropäischen Nachbarn wie z.B. Polen, Ungarn und Tschechien, die man mit etwa 4% taxiere. Daneben würden sich deutlich höhere Wachstumsraten noch im asiatischen Raum und in Brasilien finden lassen.
Dass in Deutschland vieles nicht zum Besten gestanden habe, dürfte hinlänglich bekannt sein. Man brauche sich schließlich nur ansehen, wie stark man hierzulande von der boomenden Weltkonjunktur profitieren könne. Die Schuldzuweisungen würden dabei die Reihe rundgehen. Dabei werde Deutschland in vielen Studien und Befragungen aber zugleich auch unterschätzt. So werde allzu gerne verkannt, dass sich die Lohnstückkosten bereits seit rund zehn Jahren in Deutschland im Rückwärtsgang befänden und sich Investitionen in den "kranken Mann Europas" durchaus lohnen könnten.
So hätten bereits viele angelsächsische Investoren weite Teile des deutschen Mittelstandes für ihre Portfolios erworben. Dies verdeutliche: Eine Geringschätzung der Volkswirtschaft heiße noch lange nicht, dass man dort auch keine Aktien kaufen dürfe. Das Gegenteil sei eher der Fall, denn es würden sich u.U. Effizienzgewinne heben lassen. Zudem bleibe Deutschland "Exportweltmeister", was von Kritikern wie dem IFO-Präsidenten Werner Sinn gerne mit dem Begriff "Basarökonomie" herabgewürdigt werde, aber letztlich auch nur eine isolierte Meinung unter den Volkswirten darstelle.
Problemkind bleibe eindeutig weiter die schwächelnde Binnenkonjunktur, von der es aber erste Signale einer Bodenbildung gebe (Weihnachtsgeschäft, GFK-Konsumindikator, veralteter "Auto-Fuhrpark"). Insofern könne man sich durchaus eine Wachstumsrate in Deutschland oberhalb der zuletzt nach unten revidierten Konsensschätzungen vorstellen. Statt Werte um und unter 1% sähen die Analysten 1,5% bis 2,00% als absolut erreichbar an. Wenn jetzt noch die bislang nur als Kostensenker in Erscheinung getretenen Unternehmen die dringend notwendigen Modernisierungsinvestitionen vorantreiben würden, könnte der Standort Deutschland durchaus ein gutes Stück vorankommen.
Während die Konjunktur schwächele, dürften die Unternehmen weltweit weiter an Gewinndynamik zulegen. Die Dividendenzahlungen würden häufig bereits die Renditen, die am Geld- und Kapitalmarkt erzielbar seien, übersteigen. Allein die Unternehmen im Deutschen Aktienindex, abgekürzt DAX, sollten ihre Dividendenzahlungen nach ersten Schätzungen in 2005 um bis zu 40% auf rekordverdächtige Höhen anheben. Aktien, insbesondere in Deutschland und Euroland, seien damit derzeit wesentlich attraktiver bewertet als der Rentenmarkt, in dem viele Analysten inzwischen größere Risiken sähen.
Unisono würden Renditeanstiege und damit Kursverluste für den Rentenmarkt prognostiziert. Dividendenwerte würden dagegen attraktiv bleiben. Die in der Welt noch reichlich vorhandene Liquidität suche nach einer Anlage, der Rentenmarkt verliere an Attraktivität. Neue Chancen für die Aktienanlage? Die Analysten der Sparkasse Essen meinen: Ja.
Zur Überprüfung und Anpassung ihrer Depotstrukturen sollten sich Anleger etwas Zeit nehmen, denn auch in Zeiten niedriger Zinsen und unklarer Konjunkturentwicklung würden sich wieder "Ertragsperlen" finden lassen.
Nach Einschätzung der Volkswirte werde sich das Wirtschaftswachstum in 2005 wieder abschwächen. Eine erneute Rezession müsse deshalb aber nicht befürchtet werden. Vielmehr kehre das Wirtschaftswachstum in den USA auf ein Normalmaß von etwa 3,5% zurück, der überhitzen chinesischen Volkswirtschaft gelinge das Softlanding, die gewünschte Abschwächung des Wachstums in Richtung 7-8% und in Europa bleibe fast alles beim Alten, sprich bei niedrigen, aber immerhin positiven Wachstumsraten. Das Wirtschaftswachstum in Euroland dürfte sich zwischen 1,5% und 2,0% bewegen. Höhere Wachstumsraten böten noch die osteuropäischen Nachbarn wie z.B. Polen, Ungarn und Tschechien, die man mit etwa 4% taxiere. Daneben würden sich deutlich höhere Wachstumsraten noch im asiatischen Raum und in Brasilien finden lassen.
So hätten bereits viele angelsächsische Investoren weite Teile des deutschen Mittelstandes für ihre Portfolios erworben. Dies verdeutliche: Eine Geringschätzung der Volkswirtschaft heiße noch lange nicht, dass man dort auch keine Aktien kaufen dürfe. Das Gegenteil sei eher der Fall, denn es würden sich u.U. Effizienzgewinne heben lassen. Zudem bleibe Deutschland "Exportweltmeister", was von Kritikern wie dem IFO-Präsidenten Werner Sinn gerne mit dem Begriff "Basarökonomie" herabgewürdigt werde, aber letztlich auch nur eine isolierte Meinung unter den Volkswirten darstelle.
Problemkind bleibe eindeutig weiter die schwächelnde Binnenkonjunktur, von der es aber erste Signale einer Bodenbildung gebe (Weihnachtsgeschäft, GFK-Konsumindikator, veralteter "Auto-Fuhrpark"). Insofern könne man sich durchaus eine Wachstumsrate in Deutschland oberhalb der zuletzt nach unten revidierten Konsensschätzungen vorstellen. Statt Werte um und unter 1% sähen die Analysten 1,5% bis 2,00% als absolut erreichbar an. Wenn jetzt noch die bislang nur als Kostensenker in Erscheinung getretenen Unternehmen die dringend notwendigen Modernisierungsinvestitionen vorantreiben würden, könnte der Standort Deutschland durchaus ein gutes Stück vorankommen.
Während die Konjunktur schwächele, dürften die Unternehmen weltweit weiter an Gewinndynamik zulegen. Die Dividendenzahlungen würden häufig bereits die Renditen, die am Geld- und Kapitalmarkt erzielbar seien, übersteigen. Allein die Unternehmen im Deutschen Aktienindex, abgekürzt DAX, sollten ihre Dividendenzahlungen nach ersten Schätzungen in 2005 um bis zu 40% auf rekordverdächtige Höhen anheben. Aktien, insbesondere in Deutschland und Euroland, seien damit derzeit wesentlich attraktiver bewertet als der Rentenmarkt, in dem viele Analysten inzwischen größere Risiken sähen.
Unisono würden Renditeanstiege und damit Kursverluste für den Rentenmarkt prognostiziert. Dividendenwerte würden dagegen attraktiv bleiben. Die in der Welt noch reichlich vorhandene Liquidität suche nach einer Anlage, der Rentenmarkt verliere an Attraktivität. Neue Chancen für die Aktienanlage? Die Analysten der Sparkasse Essen meinen: Ja.








