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"Einige Analysten halten Aktien noch immer für zu teuer – wir halten deren Argumente für nicht stichhaltig“, so Dr. Jörg Krämer, Chefvolkswirt von INVESCO Deutschland.
Bei der Diskussion der letzten Wochen, ob Aktien billig oder teuer seien, hätten die Bewertungspessimisten zwei stichhaltige Argumente außer Acht gelassen. Ein Punkt sei die einseitige Betrachtung des Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV), das derzeit für den US-Datastream-Aktienindex bei 22 und damit deutlich über dem seit 1973 berechneten Mittelwert von 16 liege. Dass Aktien teuer seien, ließe sich daraus jedoch nicht folgern, denn die Renditen von US-Staatsanleihen seien heute viel niedriger als in den 70er oder 80er Jahren.
Wegen der gefallenen Anleiherenditen müssten die zukünftigen Unternehmensgewinne heute mit geringeren Raten abgezinst werden als vor 20 oder 30 Jahren. Deshalb dürfe das KGV heute höher sein als im Durchschnitt. Aber auch bei Berücksichtigung der Anleiherenditen komme man nicht automatisch zu dem Ergebnis, dass Aktien billig seien. Es komme auf den Untersuchungszeitraum an. Die Bewertungspessimisten bezögen in ihre Analysen die erste Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts ein. Damals habe das KGV nur bei ungefähr 13 gelegen, trotz niedriger Anleiherenditen von durchschnittlich 3,5%. Aktien seien damals wegen der größeren wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten im Gegensatz zu heute billig gewesen.
Zwei Weltkriege, eine Weltwirtschaftskrise, ungewöhnlich viele Rezessionen sowie grobe geldpolitische Fehler, die zur Deflation geführt hätten, hätten die Bewertung von Aktien gedrückt. Wenn man also meine, Aktien seien gegenwärtig noch immer teuer, unterstelle man eine Rückkehr zur Unsicherheit der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts, so die Analysten von Invesco.
Bei der Diskussion der letzten Wochen, ob Aktien billig oder teuer seien, hätten die Bewertungspessimisten zwei stichhaltige Argumente außer Acht gelassen. Ein Punkt sei die einseitige Betrachtung des Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV), das derzeit für den US-Datastream-Aktienindex bei 22 und damit deutlich über dem seit 1973 berechneten Mittelwert von 16 liege. Dass Aktien teuer seien, ließe sich daraus jedoch nicht folgern, denn die Renditen von US-Staatsanleihen seien heute viel niedriger als in den 70er oder 80er Jahren.
Wegen der gefallenen Anleiherenditen müssten die zukünftigen Unternehmensgewinne heute mit geringeren Raten abgezinst werden als vor 20 oder 30 Jahren. Deshalb dürfe das KGV heute höher sein als im Durchschnitt. Aber auch bei Berücksichtigung der Anleiherenditen komme man nicht automatisch zu dem Ergebnis, dass Aktien billig seien. Es komme auf den Untersuchungszeitraum an. Die Bewertungspessimisten bezögen in ihre Analysen die erste Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts ein. Damals habe das KGV nur bei ungefähr 13 gelegen, trotz niedriger Anleiherenditen von durchschnittlich 3,5%. Aktien seien damals wegen der größeren wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten im Gegensatz zu heute billig gewesen.
Zwei Weltkriege, eine Weltwirtschaftskrise, ungewöhnlich viele Rezessionen sowie grobe geldpolitische Fehler, die zur Deflation geführt hätten, hätten die Bewertung von Aktien gedrückt. Wenn man also meine, Aktien seien gegenwärtig noch immer teuer, unterstelle man eine Rückkehr zur Unsicherheit der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts, so die Analysten von Invesco.








