Ahlers VZ unter 7 EUR kaufen




23.10.09 15:20
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" raten die Aktie von Ahlers (ISIN DE0005009732 / WKN 500973, VZ) bei Kursen unter 7 EUR zu kaufen.

Der Männermodekonzern habe bereits vor gut einem Jahr die Restrukturierung eingeleitet und sehr früh auf die Krise reagiert. Das zahle sich nunmehr stark im Ertrag aus. Knapp 1.000 Leute hätten das Unternehmen verlassen müssen. Zudem seien Produktionsstandorte verlagert und dadurch Produktionskosten optimiert worden. Wie den Experten Finanzvorstand Karsten Kölsch im Hintergrundgespräch berichte, dürften ab dem Wirtschaftsjahr 2009/2010 (per Ende November) durch die Restrukturierung bis zu zehn Millionen Euro an Kosten gespart werden. Bereits im dritten Quartal dieses Jahres habe sich das Sparprogramm ausbezahlt. In dieser Periode habe der Nettogewinn um satte 64 Prozent auf 3,8 Millionen Euro expandiert.

Nach neun Monaten betrage der Überschuss 4,1 Millionen Euro. Das EBIT inklusive negativer Sondereffekte habe 6,8 Millionen Euro betragen. Der Umsatz habe sich im selben Zeitraum um rund fünf Prozent auf knapp 190 Millionen Euro reduziert. "Der Modemarkt befindet sich unverändert in einer durchwachsenen Verfassung. Aufgrund unseres Sparprogramms können wir den Umsatzrückgang aber gut abfedern", erkläre der CFO. Laut dem Finanzchef sei inzwischen allerdings Licht am Ende des Tunnels zu erkennen. "In vereinzelten Ländern verzeichnen wir eine Bodenbildung".

Die Ahlers AG teile ihre Marken in drei Segmente auf. Premium Brands, Jeans & Workwear sowie Men's & Sportswear. Stabil präsentiere sich das Premiumgeschäft. Dank der Einführung einer neuen Premiumkollektion bei Baldessarini habe die Einheit insgesamt den Umsatz halten können. Baldessarini befinde sich weiterhin in der Aufbauphase und schreibe entsprechend Verluste. Nach zehn Millionen Umsatz im vergangenen Jahr solle die Marke den Umsatz mittelfristig verdoppeln. Die Gewinnzone solle in den kommenden zwei Jahren erreicht werden.

Ziel sei, die Marke zudem stärker in asiatischen Gefilden zu puschen. Ideal dafür wäre der chinesische Markt. "Wir arbeiten an der Einführung in mehrere Länder Asiens, sowie der Ausweitung in Osteuropa". Angesichts des schwierigen Marktumfeldes würden sich die anderen Marken des Konzerns passabel entwickeln. Einzig: Intensive Überlegungen würden zu Jupiter angestellt. Laut Kölsch gebe es diesbezüglich aber noch keine Entscheidung.

Für das laufende Wirtschaftsjahr erwarte Kölsch einen Umsatzrückgang von circa fünf Prozent. Das EBIT solle sich auf bis zu acht Millionen Euro belaufen. Unterm Strich rechne der Vorstand mit einem Gewinn von circa vier Millionen Euro. Unterteilt durch 14,4 Millionen Aktien, errechne sich ein Ergebnis je Aktie von fast 30 Cent. Ahlers sei bekannt für üppige Dividenden. Die Experten würden aber davon ausgehen, dass die Dividende gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert werde. Nach 65 respektive 70 Cent für die Vorzüge, sei eine Auszahlung über dem Gewinnniveau des Unternehmens unwahrscheinlich. Eine erneute Auszahlung aus der Substanz wie im Vorjahr erwarte man nicht.

Kölsch habe dies nicht kommentieren wollen. Sage aber: "Wir bleiben ein Dividendenwert. Dafür sind wir bekannt". Zuversichtlich für den Gewinn zeige sich der Finanzvorstand für das kommende Wirtschaftsjahr. "Dank unserer Kostensenkungsmaßnahmen haben wir gute Chancen, den Gewinn im Jahr 2009/2010 erneut zu steigern". Das EBIT könnte auf zehn Millionen Euro anwachsen und der Überschuss auf circa sechs Millionen Euro. Beim Umsatz sei ein erneuter Rückgang nicht auszuschließen. "Die kommenden zwölf Monate könnten insbesondere in Deutschland ambitionierter werden". Rund die Hälfte des Umsatzes resultiere aus der heimischen Region.

Während die Aktien der Modefirmen Hugo Boss und Gerry Weber bereits wieder kräftig anziehen, sei die Aktie der Ahlers AG bislang links liegen gelassen worden.

Die Experten von "TradeCentre.de" raten bei Kursen unter 7 Euro zum Kauf der Ahlers-Vorzugsaktie. Die kommende Gewinnsteigerung dürfte der Börse gut gefallen. (Analyse vom 23.10.2009) (23.10.2009/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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