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Agrarrohstoffe im Fokus




14.07.08 12:46
Rohstoff-Trader

Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Das amerikanische Landwirtschaftsministerium hat am vergangenen Freitag erneut einen seiner viel beachteten Angebots- und Nachfrageberichte veröffentlicht, berichten die Experten vom "Rohstoff-Trader".

Dabei seien neue Prognosen für die Flächenertragsrate sowie die geplante Produktion und auch den Verbrauch von Mais, Weizen und Sojabohnen veröffentlicht worden.

Der Bericht für Mais sei wie erwartet veröffentlicht worden und es sei zu keinerlei Überraschungen am Markt gekommen. Die Händlerschaft habe bereits im Vorfeld mit Endlagerbeständen in Höhe von 820 Millionen Scheffel gerechnet, die anschließend mit 833 Millionen Scheffeln auch bestätigt worden seien. Obwohl der Wert dennoch deutlich über den im Juni veröffentlichten 620 Millionen Scheffeln liege, habe sich der Maismarkt erstaunlich gut auf seinen Niveaus über sieben US-Dollar halten können.

Die negativen Informationen scheinen am Markt bereits ausreichend in den Kursen eingepreist worden zu sein, weswegen es auf Schlusskursbasis sogar zu einem Gewinn von fünf Punkten gemessen an den Dezember 2008 Futures gekommen sei, so die Experten "Rohstoff-Trader". Die Experten würden Mais weiterhin auf ihrer Watchlist halten und dem Markt durchaus noch Potenzial bis acht US-Dollar zutrauen, sofern es in diesem Jahr zu einer Dürre, die bereits prognostiziert werde, kommen sollte.

Der Engpass bei den Sojabohnen habe sich weiter verschärft. Die Endlagerbestände, welche den Anteil der Ernte angeben würden, der nach einer Saison noch übrig sein werde, seien mit 140 Millionen Scheffeln beziffert worden nach 175 Millionen Scheffeln im Vormonat. Dies sei ein historisch niedriger Wert und lasse so gut wie keinen Spielraum für eine schlechte Ernte zu. Auch die Entwicklung des Streiks der Landwirte in Argentinien treibe den Markt nach oben, da neueste Berichte aus dem südamerikanischen Land von einer Wiederaufnahme der Streiks sprechen würden. Die Exportmärkte Argentiniens seien damit weiterhin geschlossen und würden die Käufer verstärkt in Richtung USA treiben.

Die Übertragsraten hätten mit 538 Millionen Scheffeln genau die Erwartungen getroffen und würden 50 Millionen Scheffel über den Juni Werten liegen. Weizen habe aufgrund der hohen Preisdifferenz zu Mais dennoch zulegen können und werde mit Sicherheit in der kommenden Anbausaison aufgrund des relativen Preisunterschiedes eine Menge an Ackerfläche verlieren. (14.07.2008/ac/a/m)







 
 

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