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Basel (aktiencheck.de AG) - Die Nachfrage nach Nahrungsmitteln und Biotreibstoffen steigt beständig an, so Eliane Tanner, Rohstoffstrategin der Bank Sarasin & Cie AG.
Aufgrund der sehr knappen Marktsituation sei weiter mit steigenden Preisen zu rechnen. Auch die Volatilität dürfte hoch bleiben.
Die globalen Preise für Agrarrohstoffe würden sich wieder im Aufwind befinden. Dies führe zu steigenden Nahrungsmittelpreisen, welche gemäß den Vereinigten Nationen bereits im Dezember den Zenit aus dem Jahr 2008 überschritten hätten, und lasse politische Unruhen aufkeimen. Die Bank Sarasin & Cie AG rechne mit keiner schnellen Beruhigung der Situation, da die Lage an den Agrarmärkten weiterhin knapp bleiben dürfte.
Die Nachfrage nach Getreide und Ölsaaten steige strukturell an. In den aufstrebenden Märkten nehme der Konsum aufgrund einer wachsenden Bevölkerung und steigender Einkommen zu. Des Weiteren würden Biotreibstoffe für einen Nachfrageschub sorgen. Da in den letzten Jahren das Angebot nur zögerlich gewachsen sei, könne diese starke Nachfrage nur gedeckt werden, wenn es nicht zu Angebotsausfällen komme. Seien aber die Wetterbedingungen nicht optimal, wie beispielsweise in den letzten Monaten, reiche die Ernte kaum aus, um das starke Nachfragewachstum zu befriedigen. Insgesamt hätten diverse Produktionsausfälle die globalen Lagerbestände an Getreide und Ölsaaten auf historisch tiefe Niveaus sinken lassen und so die Preise unterstützt.
Da die Nachfrage relativ unelastisch sei, bleibe die Angebotsseite preisbestimmend. Dies berge jedoch auch einige Unsicherheiten. So bleibe das Wetter einer der Haupttreiber für die Preise und sorge für eine hohe Volatilität. Aber nicht nur das Wetter, sondern auch staatliche Interventionen würden die Unsicherheiten und damit die Volatilität an den Agrarmärkten erhöhen. Exportbeschränkungen einzelner Staaten aufgrund der steigenden Preise könnten die Lage an den globalen Agrarmärkten verschärfen. Staatliche Subventionen in der Bioethanolproduktion würden wiederum für eine steigende Nachfrage nach Agrarrohstoffen sorgen.
Chinesische Maßnahmen zur Bekämpfung der Inflation könnten aber auch einen temporären Preisrutsch bei den Rohstoffen auslösen, welcher auch die Agrarmärkte betreffen würde. Preiskontrollen, wie sie bereits vorgeschlagen worden seien, dürften jedoch längerfristig einen gegenteiligen Effekt haben, da die künstlich tief gehaltenen Preise die Nachfrage weiter steigen lassen würden.
Insgesamt rechne die Bank Sarasin & Cie AG mit weiterhin hohen Preisen für Getreide und Ölsaaten. Auch steigende Energiepreise dürften für einen Preisauftrieb sorgen. Diese würden einerseits die Produktionskosten erhöhen und hätten andererseits die Ethanolnachfrage unterstützt. Aufgrund der hohen Wettersensitivität der Agrarrohstoffe, der Substitutionseffekte und der gemeinsamen Anbaufläche seien Investitionen in einzelne Märkte sehr risikoreich. Ein Portfolio von Mais, Weizen und Sojabohnen dürfte jedoch aufgrund der knappen Marktsituation an den Getreide- und Ölsaatenmärkten weiter an Wert gewinnen. (08.02.2011/ac/a/m)
Aufgrund der sehr knappen Marktsituation sei weiter mit steigenden Preisen zu rechnen. Auch die Volatilität dürfte hoch bleiben.
Die globalen Preise für Agrarrohstoffe würden sich wieder im Aufwind befinden. Dies führe zu steigenden Nahrungsmittelpreisen, welche gemäß den Vereinigten Nationen bereits im Dezember den Zenit aus dem Jahr 2008 überschritten hätten, und lasse politische Unruhen aufkeimen. Die Bank Sarasin & Cie AG rechne mit keiner schnellen Beruhigung der Situation, da die Lage an den Agrarmärkten weiterhin knapp bleiben dürfte.
Da die Nachfrage relativ unelastisch sei, bleibe die Angebotsseite preisbestimmend. Dies berge jedoch auch einige Unsicherheiten. So bleibe das Wetter einer der Haupttreiber für die Preise und sorge für eine hohe Volatilität. Aber nicht nur das Wetter, sondern auch staatliche Interventionen würden die Unsicherheiten und damit die Volatilität an den Agrarmärkten erhöhen. Exportbeschränkungen einzelner Staaten aufgrund der steigenden Preise könnten die Lage an den globalen Agrarmärkten verschärfen. Staatliche Subventionen in der Bioethanolproduktion würden wiederum für eine steigende Nachfrage nach Agrarrohstoffen sorgen.
Chinesische Maßnahmen zur Bekämpfung der Inflation könnten aber auch einen temporären Preisrutsch bei den Rohstoffen auslösen, welcher auch die Agrarmärkte betreffen würde. Preiskontrollen, wie sie bereits vorgeschlagen worden seien, dürften jedoch längerfristig einen gegenteiligen Effekt haben, da die künstlich tief gehaltenen Preise die Nachfrage weiter steigen lassen würden.
Insgesamt rechne die Bank Sarasin & Cie AG mit weiterhin hohen Preisen für Getreide und Ölsaaten. Auch steigende Energiepreise dürften für einen Preisauftrieb sorgen. Diese würden einerseits die Produktionskosten erhöhen und hätten andererseits die Ethanolnachfrage unterstützt. Aufgrund der hohen Wettersensitivität der Agrarrohstoffe, der Substitutionseffekte und der gemeinsamen Anbaufläche seien Investitionen in einzelne Märkte sehr risikoreich. Ein Portfolio von Mais, Weizen und Sojabohnen dürfte jedoch aufgrund der knappen Marktsituation an den Getreide- und Ölsaatenmärkten weiter an Wert gewinnen. (08.02.2011/ac/a/m)









