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Die Analysten von „Finanzen online“ sehen in den Aktie von America Online Inc. (WKN 886631, AOL) ihre spekulative Empfehlung der Woche.
Der so oft beschworene Kursverfall in den Internet-Werten sei in den vergangenen vier Monaten Wirklichkeit geworden. Der Blue-Chip dieses Segmentes, AOL, habe bis zu 57 Prozent eingebüßt und damit wieder ein "rationaleres" Niveau erreicht.
Mit dem Kursrückgang der letzten vier Monate sei der scheinbar unzerstörbare Kursaufschwung unterbrochen worden. Die massive Spekulation, die den Kurs seit Jahresbeginn um satte 120 Prozent in die Höhe katapultiert und damit für alptraumhafte KGVs oberhalb von 300 gesorgt habe, habe schmerzhaft die Kehrseite einer solchen Hausse erfahren.
Auch heute noch koste es einige Überwindung, eine Aktie mit einem KGV von deutlich über 100 zu kaufen, doch gebe es hierfür inzwischen wieder gute Gründe:
Die Korrektur von 57 Prozent liege nach Angaben der Analysten exakt im Rahmen (55 bis 66%) dessen, was erfahrungsgemäß nach solch exorbitanten Hausse an Kursverfall zu erwarten sei. Weiterhin sei der Kursrutsch genau auf einer Unterstützungszone gestoppt worden, die im ersten Quartal dem Aufwärtstrend der Notierungen lange Zeit Paroli geboten habe. Daher empfehlen die Analysten das Setzen eines Stop Loss bei USD 65 bzw. EUR 75.
Positiv sei ebenfalls, daß bei dem letzten Abwärtsschwung die untere Linie des Abwärtstrendkanals nicht mehr erreicht worden sei.
AOL sei mit über 18 Mio. Nutzern der größte Online-Provider weltweit. (zum Vergleich: T-Online 3 Mio.). Online-Provider bedeute, daß den Kunden ein Zugang zum Internet zur Verfügung gestellt werde. Zugleich biete AOL seinen Kunden eine e-mail-Adresse, über die mit Menschen oder Institutionen in der ganzen Welt kommuniziert werden könne. Daneben stelle der Konzern seinen Kunden online Einkaufs- und Servicedienste, Informationen, Chat- und Downloadmöglichkeiten, sowie mit dem Netscape-Browser auch gleich das richtige Surf-Handwerkszeug zur Verfügung. Sein Geld verdiene AOL mit einer Nutzungsgebühr, deren Anteil sich jedoch zukünftig zu Gunsten von Einnahmen aus Werbung und anderen Dienstleistungen eher verringern werde.
Wie phänomenal gerade in diesem Sektor die Wachstumaussichten seien, belegten die folgenden Zahlen:
Allein für Deutschland sage das renommierte Prognos-Institut einen Anstieg des Werbeumsatzes von zur Zeit EUR 80 Mio. auf EUR 2,5 Mrd. im Jahre 2010 voraus. Im weltweiten Werbemarkt sei AOL aufgrund seiner Kenntnis der User-Profile (Alter, Geschlecht etc.) glänzend positioniert. Ohnehin gehöre AOL zu den wenigen Internet-Titeln, die Geld verdienten. 1998 habe das Unternehmen bei einem Umsatz von USD 2,6 Mrd. einen Gewinn von USD 92 Mio. erwirtschaften können. Im Juli habe AOL die Analysten erneut angenehm mit einem über den Erwartungen liegenden Ergebnis in Höhe von USD 156 Mio. für das 4. Quartal überrascht.
Mit Käufen oder Beteiligungen wie der von Netscape, Mirabilis (Messenger-Chat-Software) oder die an Hughes (Hochgeschwindigkeitsnetz) sorge AOL für seine Zukunft. Soeben sei angekündigt worden, die Beteiligung an TiVo, einer interaktiven TV-Firma aufzustocken. Mit TiVo’s Technologie werde Fernsehen und Online-Chatten gleichzeitig ermöglicht.
Nach dem Kursverlust sei die Zeit nun reif für einen Einstieg in den Internet-Blue Chip meinen daher die Analysten von „Finanzen online“.
AOL in Zahlen
Jahr Umsatz (in Mrd. USD) Gewinn/Aktie (in USD) KGV
1998 3,091 0,090 1.101,4
1999e 4,777 0,395 250,9
2000e 7,65 0,606 163,6
2001e 12,50 1,869 114,1
Analysten-Meinungen zu AOL
Prudential Sec. - strong buy
New Japan Sec. - neutral plus
Lehman Brothers - buy
Hambrecht&Quist - buy
DLJ - top pick
Brown Brothers - buy
Der so oft beschworene Kursverfall in den Internet-Werten sei in den vergangenen vier Monaten Wirklichkeit geworden. Der Blue-Chip dieses Segmentes, AOL, habe bis zu 57 Prozent eingebüßt und damit wieder ein "rationaleres" Niveau erreicht.
Mit dem Kursrückgang der letzten vier Monate sei der scheinbar unzerstörbare Kursaufschwung unterbrochen worden. Die massive Spekulation, die den Kurs seit Jahresbeginn um satte 120 Prozent in die Höhe katapultiert und damit für alptraumhafte KGVs oberhalb von 300 gesorgt habe, habe schmerzhaft die Kehrseite einer solchen Hausse erfahren.
Auch heute noch koste es einige Überwindung, eine Aktie mit einem KGV von deutlich über 100 zu kaufen, doch gebe es hierfür inzwischen wieder gute Gründe:
Die Korrektur von 57 Prozent liege nach Angaben der Analysten exakt im Rahmen (55 bis 66%) dessen, was erfahrungsgemäß nach solch exorbitanten Hausse an Kursverfall zu erwarten sei. Weiterhin sei der Kursrutsch genau auf einer Unterstützungszone gestoppt worden, die im ersten Quartal dem Aufwärtstrend der Notierungen lange Zeit Paroli geboten habe. Daher empfehlen die Analysten das Setzen eines Stop Loss bei USD 65 bzw. EUR 75.
Positiv sei ebenfalls, daß bei dem letzten Abwärtsschwung die untere Linie des Abwärtstrendkanals nicht mehr erreicht worden sei.
AOL sei mit über 18 Mio. Nutzern der größte Online-Provider weltweit. (zum Vergleich: T-Online 3 Mio.). Online-Provider bedeute, daß den Kunden ein Zugang zum Internet zur Verfügung gestellt werde. Zugleich biete AOL seinen Kunden eine e-mail-Adresse, über die mit Menschen oder Institutionen in der ganzen Welt kommuniziert werden könne. Daneben stelle der Konzern seinen Kunden online Einkaufs- und Servicedienste, Informationen, Chat- und Downloadmöglichkeiten, sowie mit dem Netscape-Browser auch gleich das richtige Surf-Handwerkszeug zur Verfügung. Sein Geld verdiene AOL mit einer Nutzungsgebühr, deren Anteil sich jedoch zukünftig zu Gunsten von Einnahmen aus Werbung und anderen Dienstleistungen eher verringern werde.
Allein für Deutschland sage das renommierte Prognos-Institut einen Anstieg des Werbeumsatzes von zur Zeit EUR 80 Mio. auf EUR 2,5 Mrd. im Jahre 2010 voraus. Im weltweiten Werbemarkt sei AOL aufgrund seiner Kenntnis der User-Profile (Alter, Geschlecht etc.) glänzend positioniert. Ohnehin gehöre AOL zu den wenigen Internet-Titeln, die Geld verdienten. 1998 habe das Unternehmen bei einem Umsatz von USD 2,6 Mrd. einen Gewinn von USD 92 Mio. erwirtschaften können. Im Juli habe AOL die Analysten erneut angenehm mit einem über den Erwartungen liegenden Ergebnis in Höhe von USD 156 Mio. für das 4. Quartal überrascht.
Mit Käufen oder Beteiligungen wie der von Netscape, Mirabilis (Messenger-Chat-Software) oder die an Hughes (Hochgeschwindigkeitsnetz) sorge AOL für seine Zukunft. Soeben sei angekündigt worden, die Beteiligung an TiVo, einer interaktiven TV-Firma aufzustocken. Mit TiVo’s Technologie werde Fernsehen und Online-Chatten gleichzeitig ermöglicht.
Nach dem Kursverlust sei die Zeit nun reif für einen Einstieg in den Internet-Blue Chip meinen daher die Analysten von „Finanzen online“.
AOL in Zahlen
Jahr Umsatz (in Mrd. USD) Gewinn/Aktie (in USD) KGV
1998 3,091 0,090 1.101,4
1999e 4,777 0,395 250,9
2000e 7,65 0,606 163,6
2001e 12,50 1,869 114,1
Analysten-Meinungen zu AOL
Prudential Sec. - strong buy
New Japan Sec. - neutral plus
Lehman Brothers - buy
Hambrecht&Quist - buy
DLJ - top pick
Brown Brothers - buy








