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Die Analysten von "iWatch" glauben bei AOL Time Warner (WKN 502251) langfristig an eine Kurserholung.
AOL sei das Gegenstück zu Yahoo!. Yahoo! wolle mit guten Produkten zu einem fairen Preis Kunden gewinnen. AOL bepreise seine Produkte zunächst einmal und vertraut dann dem Cashflow, um die Produkte auf lauffähig zu machen. Der Ansatz von Yahoo! sei sicherlich ehrlicher, aber erfolgsversprechender sei der von AOL. So habe AOL zwei wesentliche Einnahmequellen: Werbung als auch Lizenzgebühren. In diesen Monaten, wo die Werbeeinnahmen im Internet ins bodenlose gefallen seien, würden AOL die Lizenzgebühren der AOL-Kunden helfen, um das Geschäft ordentlich weiterbetreiben zu können.
Weiterhin habe AOL frühzeitig den Schritt aus dem Internet heraus gewagt. Durch die Übernahme von Time Warner sei ein passendes Pendant gefunden worden. Fernsehsender, Musikbranche, Filmbranche bis hin zu Roadrunner, dem Kabelprovider, über dessen Kabelnetz auch ein Hochgeschwindigkeitsinternetzugang möglich sei, ...alles stecke nun unter einer Decke mit dem Internetportal von AOL.
Sowohl technologisch als auch auf der Marketingseite würden sich da grosse Kooperationsmöglichkeiten ergeben. So biete AOL TV übers Internet an. Oder Musik zum kostenpflichtigen Download könne auf den AOL Seiten gefunden werden.
Der Vorteil von AOL sei, dass seine Kunden bereits daran gewöhnt seien, für Services Geld zu bezahlen. Wer einmal das Portemonnaie aufgemacht habe, der werde bei einem eventuellen Mehrwert auch mehr bezahlen. Damit sei AOL seiner Konkurrenz einen guten Schritt voraus. Bei "iWatch" zweifle man daher nicht daran, dass AOL in einigen Jahren mit diesem Modell zu einem der erfolgreichsten Unternehmen der Medienlandschaft aufsteigen werde. Dafür sei allerdings erforderlich, dass ein wesentliches Standbein sich noch verbessere: Die Werbeeinnahmen.
Auch die Marketingaktivitäten für Kunden würden sich wunderbar über die verschiedenen Medien kombinieren lassen. Grosse Unternehmen würden also gerne mit AOL Time Warner Werbekampagnen ausklügeln, wo dort doch eine Vielzahl unterschiedlicher potentieller Kundengruppen angegangen werden könnten. Sobald der Werbemarkt wieder etwas Internetfreundlicher werde, sollte AOL in mehrfacher Weise profitieren können. Zum einen sei die Kostenstruktur nun auf Stagnation eingestellt. AOL könne so noch gut eine Weile warten, bis sich die Situation wieder verbessere. Zum anderen biete kaum ein anderes Unternehmen ein solch breites Spektrum an Werbemöglichkeiten.
Derzeit betrage der Marktwert von AOL noch knapp 100 Mrd. USD. AOL ohne Time Warner sei schon mal mehr wert gewesen. Aber der Umsatz liege bei 38 Mrd. USD, dadurch ergebe sich ein KUV von 2,5. Das KGV 03e betrage 20. Im abgelaufenen Jahr 2001 seien 1,1 USD Verlust je Aktie geschrieben worden. Umstrukturierungsmaßnahmen hätten jedoch dieses Problem in den Griff bekommen. Schon für das abgelaufene 1. Quartal 2002 werde wieder ein Gewinn von 0,13 USD erwartet.
Die niedrige Bewertung, KGV von 20 sei niedrig für ein Wachstumsunternehmen, sei durch mehrere Umstände begründet: Zum einen den schon erwähnten Verlust im abgelaufenen Jahr. Investoren seien einfach allergisch gegen Verluste im Internetbereich. Zum anderen sei AOL das Vorzeigeunternehmen des Internets gewesen. Jeder Technologiefonds habe eine namhafte AOL-Position ausweisen müssen. Diese Positionen hätten nicht von heute auf morgen abgebaut werden können, schon gar nicht in den vergangenen zwei Jahren, wo die Kurse von alleine schon in den Sturzflug übergegangen seien.
So habe man vor einer Woche beschrieben, dass AOL derzeit starkem Verkaufsdruck unterliege. Es mache den Eindruck als habe ein Fonds erst jetzt die Entscheidung gefällt, sich von AOL zu trennen und verkaufe nun auf Teufel komm raus. Es sei nicht möglich vorherzusagen, wann dieser Verkäufer fertig sei. In der abgelaufenen Woche habe sich der Kurs zwar wieder ein wenig berappeln können, der Ausverkauf könne aber jederzeit noch weitergehen. Unter Tradern gehe das Gerücht um, dass Janus der Verursacher dieses Ausverkaufs sei. Janus habe Ende der neunziger gnadenlos auf Wachstumswerte gesetzt und habe bereits damals zu den Käufern an der Wall Street gehört, die große Aktienpakete gekauft hätten, ohne sich um den Kurseffekt zu scheren. Genauso ungeschickt trenne sich jetzt Janus von diesen Positionen.
Bewertungstechnisch erwarte man nicht mehr, dass der Kurs noch viel tiefer falle. Jedoch aufgrund des zuvor beschriebenen Umstandes würden Bewertungsfragen hier gar nicht interessieren. Und es könne jederzeit mit weiteren Fonds weitergehen. Man solle sich vorstellen, dass die Erkenntnis, dass der Konjunkturaufschwung nur sehr langsam vonstatten gehen werde zu der Überzeugung führe, dass AOL auf absehbare Zeit kein Wachstum werde verzeichnen können. Dann sei das KGV von 20 immer noch hoch. Dann könne es auch noch mal unter 15 USD gehen.
Aber langfristig halte man das Unternehmen für eine gute Position im Wachstums-Portfolio. Die Analysten von "iWatch" schlagen daher eine etwas differenzierte Strategie vor: Man solle doch einfach alle 2 USD ein wenig AOL nachkaufen. Je weiter AOL noch falle, desto größer werde dann die AOL-Position, desto größer seien dann aber auch die Erholungschancen. Also, solle man bei 21, anschliessend bei 19, 17 und 15 USD kaufen. Normalerweise würden die Analysten von "iWatch" immer ein Stopp-Loss zur Verlustbegrenzung mitangeben.
Bei AOL werde man das Risiko eingehen, auf ein Stopp-Loss zu verzichten. Langfristig sehe AOL Time Warner so gut positioniert aus, dass man bei "iWatch" langfristig an eine Kurserholung glaubt. Absolutes Muss allerdings sei, bei 15 USD nochmals einen genauen Blick auf die neuen Entwicklungen im Unternehmen zu werfen.
AOL sei das Gegenstück zu Yahoo!. Yahoo! wolle mit guten Produkten zu einem fairen Preis Kunden gewinnen. AOL bepreise seine Produkte zunächst einmal und vertraut dann dem Cashflow, um die Produkte auf lauffähig zu machen. Der Ansatz von Yahoo! sei sicherlich ehrlicher, aber erfolgsversprechender sei der von AOL. So habe AOL zwei wesentliche Einnahmequellen: Werbung als auch Lizenzgebühren. In diesen Monaten, wo die Werbeeinnahmen im Internet ins bodenlose gefallen seien, würden AOL die Lizenzgebühren der AOL-Kunden helfen, um das Geschäft ordentlich weiterbetreiben zu können.
Weiterhin habe AOL frühzeitig den Schritt aus dem Internet heraus gewagt. Durch die Übernahme von Time Warner sei ein passendes Pendant gefunden worden. Fernsehsender, Musikbranche, Filmbranche bis hin zu Roadrunner, dem Kabelprovider, über dessen Kabelnetz auch ein Hochgeschwindigkeitsinternetzugang möglich sei, ...alles stecke nun unter einer Decke mit dem Internetportal von AOL.
Sowohl technologisch als auch auf der Marketingseite würden sich da grosse Kooperationsmöglichkeiten ergeben. So biete AOL TV übers Internet an. Oder Musik zum kostenpflichtigen Download könne auf den AOL Seiten gefunden werden.
Der Vorteil von AOL sei, dass seine Kunden bereits daran gewöhnt seien, für Services Geld zu bezahlen. Wer einmal das Portemonnaie aufgemacht habe, der werde bei einem eventuellen Mehrwert auch mehr bezahlen. Damit sei AOL seiner Konkurrenz einen guten Schritt voraus. Bei "iWatch" zweifle man daher nicht daran, dass AOL in einigen Jahren mit diesem Modell zu einem der erfolgreichsten Unternehmen der Medienlandschaft aufsteigen werde. Dafür sei allerdings erforderlich, dass ein wesentliches Standbein sich noch verbessere: Die Werbeeinnahmen.
Derzeit betrage der Marktwert von AOL noch knapp 100 Mrd. USD. AOL ohne Time Warner sei schon mal mehr wert gewesen. Aber der Umsatz liege bei 38 Mrd. USD, dadurch ergebe sich ein KUV von 2,5. Das KGV 03e betrage 20. Im abgelaufenen Jahr 2001 seien 1,1 USD Verlust je Aktie geschrieben worden. Umstrukturierungsmaßnahmen hätten jedoch dieses Problem in den Griff bekommen. Schon für das abgelaufene 1. Quartal 2002 werde wieder ein Gewinn von 0,13 USD erwartet.
Die niedrige Bewertung, KGV von 20 sei niedrig für ein Wachstumsunternehmen, sei durch mehrere Umstände begründet: Zum einen den schon erwähnten Verlust im abgelaufenen Jahr. Investoren seien einfach allergisch gegen Verluste im Internetbereich. Zum anderen sei AOL das Vorzeigeunternehmen des Internets gewesen. Jeder Technologiefonds habe eine namhafte AOL-Position ausweisen müssen. Diese Positionen hätten nicht von heute auf morgen abgebaut werden können, schon gar nicht in den vergangenen zwei Jahren, wo die Kurse von alleine schon in den Sturzflug übergegangen seien.
So habe man vor einer Woche beschrieben, dass AOL derzeit starkem Verkaufsdruck unterliege. Es mache den Eindruck als habe ein Fonds erst jetzt die Entscheidung gefällt, sich von AOL zu trennen und verkaufe nun auf Teufel komm raus. Es sei nicht möglich vorherzusagen, wann dieser Verkäufer fertig sei. In der abgelaufenen Woche habe sich der Kurs zwar wieder ein wenig berappeln können, der Ausverkauf könne aber jederzeit noch weitergehen. Unter Tradern gehe das Gerücht um, dass Janus der Verursacher dieses Ausverkaufs sei. Janus habe Ende der neunziger gnadenlos auf Wachstumswerte gesetzt und habe bereits damals zu den Käufern an der Wall Street gehört, die große Aktienpakete gekauft hätten, ohne sich um den Kurseffekt zu scheren. Genauso ungeschickt trenne sich jetzt Janus von diesen Positionen.
Bewertungstechnisch erwarte man nicht mehr, dass der Kurs noch viel tiefer falle. Jedoch aufgrund des zuvor beschriebenen Umstandes würden Bewertungsfragen hier gar nicht interessieren. Und es könne jederzeit mit weiteren Fonds weitergehen. Man solle sich vorstellen, dass die Erkenntnis, dass der Konjunkturaufschwung nur sehr langsam vonstatten gehen werde zu der Überzeugung führe, dass AOL auf absehbare Zeit kein Wachstum werde verzeichnen können. Dann sei das KGV von 20 immer noch hoch. Dann könne es auch noch mal unter 15 USD gehen.
Aber langfristig halte man das Unternehmen für eine gute Position im Wachstums-Portfolio. Die Analysten von "iWatch" schlagen daher eine etwas differenzierte Strategie vor: Man solle doch einfach alle 2 USD ein wenig AOL nachkaufen. Je weiter AOL noch falle, desto größer werde dann die AOL-Position, desto größer seien dann aber auch die Erholungschancen. Also, solle man bei 21, anschliessend bei 19, 17 und 15 USD kaufen. Normalerweise würden die Analysten von "iWatch" immer ein Stopp-Loss zur Verlustbegrenzung mitangeben.
Bei AOL werde man das Risiko eingehen, auf ein Stopp-Loss zu verzichten. Langfristig sehe AOL Time Warner so gut positioniert aus, dass man bei "iWatch" langfristig an eine Kurserholung glaubt. Absolutes Muss allerdings sei, bei 15 USD nochmals einen genauen Blick auf die neuen Entwicklungen im Unternehmen zu werfen.








