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Die Analysten der Bayerischen Vereinsbank messen den Aktien der drittgrößten deutschen Versicherungsgruppe noch weiteres Kurspotential zu. Aufgrund eines Übernahmeangebotes habe der Kurs lange Zeit um die Marke von 210 DM gependelt. Da der Verkauf des Münchner Versicherungskonzerns nach Italien nun perfekt sei, erwarten die Analysten weitere Kurschancen für den Titel. Überzeugend wirke insbesondere die neue strategische Ausrichtung des Versicherers. Künftig werde sich verstärkt auf den deutschen Markt konzentriert. Die Royal Nederland werde veräußert, um den Verkaufserlös von 1,35 Mrd. DM in den deutschen Versicherungsmarkt investieren zu können. Interessantester Übernahmekandidat sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt die Nürnberger Versicherung. Das Versicherungshaus passe gut in das AMB-Konzept und sei derzeit günstig zu haben. Die Ergebnisentwicklung werde in den kommenden Jahren von den Synergieeffekten mit der neuen Konzernmutter Generali profitieren. Für das laufende Geschäftsjahr erwarte man einen Anstieg beim DVFA/GDV Ergebnis von 10 Prozent auf 9,25 DM je Aktie, im Jahr darauf rechne man mit einem Zuwachs von 16 Prozent auf 10,70 DM je Anteilschein. Die synergiebedingten Ergebnissteigerungen dürften sich jedoch erst ab dem Jahr 2.000 voll entfalten können. Auf Basis der 99er Gewinnschätzung liege das KGV von AMB derzeit bei 21 und damit deutlich unter dem Branchendurchschnitt. Auch der Substanzwert der Aktie von 147 DM werde derzeit zu niedrig bewertet. Die Anlageexperten sehen die AMB-Aktie bei 260 DM fair bewertet, eine mögliche Akquisition auf dem deutschen Versicherungsmarkt dürfte jedoch mit weiteren Kurssteigerungen honoriert werden, so die Analysten.








