Die Analysten von Wegelin & Co. raten von einem Einstieg bei NVIDIA (ISIN US67066G1040 / WKN 918422) ab.
Eine schmerzhafte Backpfeife habe die NVIDIA-Aktie im Späthandel einstecken müssen. Minus 22,18% auf USD 11,33. Zur Ursachenforschung: Der Entwickler von Grafikchips habe einen 2Q04-Gewinn von 3 Cents pro Aktie (Vorjahr 14 Cents) rapportiert, womit der Richtwert der Meinungsmacher von 15 Cents meilenweit verpasst worden sei. Der Umsatz sei mit USD 456,1 Mio. (Vorjahr USD 460 Mio.) ebenfalls klar hinter den vorausgesetzten USD 501 Mio. zurückgeblieben.
Der Chief Executive Officer Jen-Hsun Huang habe viel zur erklären gehabt. Das zweite Quartal sei herausfordernd und enttäuschend gewesen, weil im GPU-Segment (Grafikprozessoren) einige unübliche Marktevents belastet hätten. So sei ein exorbitanter Preisdruck vorhanden gewesen und die Verzögerung der Markteinführung des Grantsdale-Chipset durch Intel (INTC) habe deutliche Ertragsspuren hinterlassen. Zudem seien Marktanteile verloren worden. Vor allem im Desktopbereich habe NVIDIA Marktanteile preisgegeben, aber Mr. Huang sei zuversichtlich, die richtigen Maßnahmen eingeleitet zu haben. Mit Preissenkungen solle die Anteilerosion gestoppt werden, womit NVIDIA für den künftigen Preisdruck mitverantwortlich sein werde.
Etwas zynisch könne auch die Frage gestellt werden, ob wirklich alle anderen Mitspieler wie Intel und ATI Technologies an den misslichen Leistungen von NVIDIA schuld seien, oder nicht etwa das Chipunternehmen Fehler bei der Erledigung der Hausaufgaben gemacht habe. Der Schaden sei jedenfalls immens und weiterer Margenschwund sei absehbar, womit die Rückkehr der Investoren zur NVDA-Aktie nicht so schnell stattfinden dürfte.
Nach Meinung der Analysten von Wegelin & Co. ist bei NVIDIA wohl eine Schnäppchenjagd derzeit Fehl am Platz.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
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