Jochen Schmitt, Analyst der LRP Landesbank Rheinland-Pfalz stuft die Aktien der Mannheimer AG Holding (WKN 842800) mit "trading sell" ein.
Die Mannheimer AG Holding habe ad hoc mitgeteilt, dass sie für das abgelaufene Jahr einen Konzernverlust in Höhe von 40 bis 50 Mio. Euro erwarte. Die Analysten der LRP hatten bislang zwar mit einem deutlichen Ergebniseinbruch, aber noch mit einem positiven Ergebnis (8,4 Mio. Euro) gerechnet. Verantwortlich hierfür sei hauptsächlich die Lebensversicherung, die außerordentlich hart von dem Kursverfall an den Kapitalmärkten getroffen worden sei. Bei der LRP vermute man, dass die Abschreibungen auf Wertpapiere noch wesentlich höher ausgefallen seien, als man bisher vermutet habe.
Die Ankündigung des Konzerns, man werde für das Jahr 2002 keine Dividende zahlen, überrasche die Analysten der LRP nicht. Sie zeige aber, dass die Reserven der Gesellschaft stark in Mitleidenschaft gezogen worden seien. Man gehe bei der LRP davon aus, dass sich die Eigenkapitalsituation der Mannheimer nach dem hohen Verlust deutlich angespannt zeigen werde.
Die Analysten der LRP überarbeiten ihr Zahlenwerk für Mannheimer AG Holding, raten aber noch deutlicher als bisher, die Aktie zu meiden. Die kurzfristige Empfehlung lautet "trading sell", das langfristige Anlageurteil bleibt unverändert bei "Underperformer". Das Kursziel 12/2003 sehe man bei 17 Euro.
© 1998 - 2026, aktiencheck.de