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ANALYSEN - Ausland
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18.12.01 15:02
PeopleSoft "hold"

Die Wertpapierspezialisten von Wedbush Morgan Securities raten den Investoren auch weiterhin dazu, die Aktie des US-amerikanischen Softwareunternehmens PeopleSoft (WKN 885132) zu halten.

Die vorliegende Analyse sei die Fortsetzung des Erstratings der Experten vom 5. November 2001. In ihrem Bericht anläßlich des Erstratings hätten die Investmentbanker die finanziellen Resultate der Vergangenheit unter besonderer Beachtung der problematischen Partnerschaft von PeopleSoft mit Momentum und die Belastung der Bilanz des Softwareunternehmens durch verzögerte Umsatzeingänge unter die Lupe genommen. Aufgrund dieser bilanziellen Verzerrungen hätten die Analysten damals den Anlegern dazu geraten, Vergleiche vergangener Resultate von PeopleSoft mit den potentiellen Ergebnissen der Zukunft nur unter Vorbehalt anzustellen.

Gegenstand der vorliegenden Analyse würden die Zukunftsaussichten des Softwarekonzerns, insbesondere die finanziellen Perspektiven für das Geschäftsjahr 2002, sein. Der Schwerpunkt würde hierbei auf dem 2. Fiskalquartal 2002 und den folgenden Quartalen liegen. Außerdem könnten sich die verzögerten Umsatzeingänge zu diesem Zeitpunkt normalisiert haben. Insgesamt sei davon auszugehen, dass die schwierige wirtschaftliche Lage die Gewinne, die PeopleSoft aus seinem neuen Produktzyklus ziehen könnte, überschatten würde. Die Umsatzprognose der Börsenspezialisten für das Geschäftsjahr 2002 würde auf 2,21 Mrd. US-Dollar bei einem EPS von 0,64 US-Dollar lauten. Im Finanzjahr 2001 könnte ein Umsatz von 2,070 Mrd. US-Dollar bei einem EPS von 0,57 US-Dollar erreicht werden.

Die Kostenstruktur des Unternehmens würde im Finanzjahr 2002 wahrscheinlich wesentlich höher als im laufenden Geschäftsjahr sein, da ein Großteil der Forschungs- und Entwicklungskosten von Momentum sich erst im kommenden Fiskaljahr in der Bilanz von PeopleSoft bemerkbar machen würde. Die Experten würden ein Risiko für PeopleSoft in der Auflösung der Partnerschaft und der Normalisierung der Umsatzeingänge sehen. Das Unternehmen sei nach Ansicht der Analysten auf eine konjunkturelle Erholung angewiesen, um mit diesen bilanziellen Schwierigkeiten fertig zu werden. Und selbst bei einer Besserung der wirtschaftlichen Lage würde die Aktie von PeopleSoft sicher nicht im gleichen Maße profitieren, wie etwa die von Siebel Systems, da PeopleSoft in hohem Maße auf dem ERP Markt mit seinen langsamen Wachstumsraten präsent sei. Außerdem sei die Aktie derzeit gemessen an Parametern wie dem Discounted Cash Flow ohnehin schon sehr hoch bewertet.

Vor diesem Hintergrund raten die Investmentbanker von Wedbush Morgan Securities derzeit dazu, die Aktie von PeopleSoft zu halten.



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