Trotz dass sich zum Wochenende wieder eine Stabilisierung abzeichnete, musste Japan in dieser Woche unter dem Strich wieder Verluste hinnehmen, so die Experten von Asia weekly.
Der Nikkei Index habe von 12.627,9 auf 12.233 verloren. Dies sei ein Minus von 394,9 Punkten oder 3,13%. Der Topix dagegen habe von 1.237,76 auf 1.197,79 abgegeben, ein Minus von 39,97 Punkten oder 3,23%. Das politische Theater um den Premierminister Mori habe die Kurse am massivsten belastet. Bereits seit Monaten sei Mori in Japan so unbeliebt wie noch keiner seiner Vorgänger. Nicht einmal 10% der Japaner unterstützten ihn. Mori habe aktuell vorgeschlagen, die Wahl des Parteivorsitzenden vorzuziehen.
Japan habe am Freitag auch einen Rückgang der Kaufhausumsätze um 0,8% im Vergleich zum Februar 2000 bekannt gegeben. Besonders eine nachlassende Nachfrage der Großkunden habe die Rückgänge verursacht. Die stärksten Rückgänge hätten dabei Haushaltswaren mit einem Rückgang um 9,3% und Dienstleistungen verzeichnet, die 4,9% nachgegeben hätten.
Glücklicherweise habe sich das Barometer jedoch im Wochenverlauf wieder stabilisieren können. Hier habe der schwache Yen den Exporttiteln geholfen, besonders der Automobilindustrie. Eine Ankündigung der Bankengruppe UFJ mit Sanwa Bank an der Spitze, Abschreibungen auf Problemkredite zu verdoppeln, habe zudem am Donnerstag zu deutlichen Erholungen in Japan geführt. Der Markt hoffe dabei darauf, dass andere Banken diesem Beispiel folgen würden. Die ungedeckten Kredite seien schon in der Vergangenheit immer wieder ein Grund für die japanischen Wirtschaftskrisen.
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