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12.03.01 00:00
Softbank unter der Lupe

Es gebe wohl nur sehr wenige Unternehmen, von denen es seit Jahresanfang ähnlich viele Neuigkeiten wie von Softbank (WKN 891624) zu berichten gebe, so die Experten von Asia weekly.

Kaum ein Tag vergehe, an dem nicht neue Meldungen oder Gerüchte über das Unternehmen oder eine der Beteiligungen zu lesen seien. Entsprechend schwierig sei es, diese einzuordnen und Softbank angemessen zu beurteilen. Dies zeige sich auch an der nach wie vor enormen Volatilität der Aktie, die dadurch auch aus unserem Musterdepot ausgestoppt worden sei.

Im Januar sei zunächst der von der Börse sehr freudig aufgenommen Deal mit Cisco Systems verkündet worden: Der amerikanische Netzwerkspezialist beteilige sich mit 1,65 Prozent an der japanischen Internet-Holding und kaufe außerdem Aktien der eigenen Japan-Tochter zurück. Außerdem sei vereinbart worden, über eine Milliarde US-$ in einem Fonds bereitzustellen, der in asiatische Firmen vorwiegend aus dem Bereich der Internet-Infrastruktur investieren solle.

Diese Kooperation verdeutliche, dass es auch nach Meinung eines der marktführenden IT-Unternehmen weltweit in Japan kaum einen besseren Partner als Softbank gebe, um im Internet erfolgreich zu sein. Denn über den reinen Vertrag hinaus sei das Abkommen auch ein Indiz für das Vertrauen von Cisco in das Management von Softbank und das Unternehmen insgesamt. Weiterhin seien von Softbank Finance zusammen mit Yamato Life die Tätigkeiten der insolventen Versicherungsgesellschaft Taisho Life Insurance übernommen worden.

Dabei sei Softbank vor allem an den Versicherungspolicen interessiert. Außerdem habe Yahoo Japan, anders als das Mutterunternehmen in den USA, kaum ernsthafte Konkurrenz in Japan. Ein Kauf dieser Aktie dürfte für den Privatanleger allerdings kaum möglich sein, so dass man über Softbank zumindest teilweise von einer positiven Entwicklung bei Yahoo Japan profitieren könne.



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