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ANALYSEN - Neuer Markt
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26.02.01 00:00
Blue-C nur für Zocker

Wie die Analysten von „Neue Aktien weekly“ berichten, hat das österreichische Unternehmen Blue-C (WKN 940118) die Planziele für 2000 deutlich verfehlt.

Demnach habe der E-Business-Dienstleister im abgelaufenen Geschäftsjahr statt erwarteter Erlöse in Höhe von 11,1 Mio. Euro lediglich 4,8 Mio. Euro erreichen können. Nicht realisierte Umsätze aus dem Beteiligungsgeschäft, das man aufgeben werde, und ein entfallenes Neukundengeschäft seien gemäß Angaben des Unternehmens für diese schlechten Zahlen verantwortlich. Zum Ergebnis seien den Analysten zufolge noch keine Angaben gemacht worden – im Dezember sei man von einem über dem Umsatz liegenden Fehlbetrag von 7,2 Mio. Euro ausgegangen. Desweiteren hätten die Österreicher ihre Umsatzprognose für 2001 von 36,2 Mio. Euro auf 10,6 Mio. Euro zurückgenommen, aufgrund eines weit hinter den Erwartungen liegenden vierten Quartals.

Die Konsequenzen seien weitreichend. Zum einen habe Vorstandschef Rüdiger Nürk das Handtuch geschmissen und zum anderen wolle man Niederlassungen in Schweden und den USA schließen, um sich nur noch auf das Geschäft in den europäischen Kernmärkten (Österreich, Spanien und Deutschland) zu konzentrieren. Die geplante Eröffnung von Büros in Italien, Portugal, den Benelux-Staaten, Osteuropa, Südamerika und Asien sollten so lange zurückgestellt werden, bis der Break-Even erreicht werde, was in 2002 der Fall sein solle.

Es sei allerdings nicht so leicht, daran zu glauben, da es der Konzern geschafft habe, binnen weniger Monate sämtliches Vertrauen, dass beim IPO entgegen gebracht worden sei, zu verspielen. Daher sei der Titel nach Meinung der Analysten nur noch etwas für Zocker. Längerfristige Anleger, die auf Solidität bauen würden, würden den Wert ignorieren.


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