Piper Sandler hebt das Kursziel an, der Quartalsbericht ist für den 7. Mai terminiert — und die Aktie notiert bereits über dem neuen Zielpreis. Eine ungewöhnliche Ausgangslage. Die Investmentbank Piper Sandler hat ihr Kursziel für Coinbase von 150 auf 180 Dollar angehoben. Das Rating bleibt bei "Neutral". Der Grund ist nicht der Spot-Markt, der im März auf den niedrigsten Stand seit über zwei Jahren gefallen ist. Es sind Derivate. Geopolitische Unsicherheiten treiben institutionelle Händler in Krypto-Futures — als Absicherung und als Spekulationsvehikel. Coinbase hat durch die Deribit-Akquisition die Infrastruktur, um diesen Zufluss zu nutzen. Deribit erzielte im vierten Quartal 2025 einen Umsatzrekord, das institutionelle Transaktionsgeschäft wuchs um 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bis Mitte Februar hatte Coinbase bereits rund 420 Millionen Dollar an Transaktionserlösen eingefahren. Hielt das Derivatevolumen durch März an, könnte das Quartalsergebnis positiv überraschen. Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Coinbase?![]()
Derivate als Wachstumstreiber
Ein Kaufsignal ist das trotzdem nicht. Die Aktie handelt bereits über dem neuen Kursziel von 180 Dollar — Piper Sandler holt lediglich bei den Bewertungsannahmen auf, empfiehlt aber kein Nachkaufen.
Coinbase steht finanziell solide da. Das Unternehmen schloss 2025 mit knapp 11,3 Milliarden Dollar in der Kasse ab — ein Plus von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hinzu kommt ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm: Seit November 2025 kaufte Coinbase eigene Aktien für über 1,7 Milliarden Dollar zurück.
Auf der Regulierungsseite erhielt Coinbase eine bedingte Zulassung der US-Bankenaufsicht OCC, als Trust Bank zu operieren. Damit könnte das Unternehmen künftig Zahlungsprodukte unter Bundesaufsicht anbieten — ein strategischer Schritt über das reine Verwahrungsgeschäft hinaus.
Allerdings wachsen die Betriebskosten schneller als komfortabel: 35 Prozent mehr als im Vorjahr, auf 5,7 Milliarden Dollar. Ohne Kostendisziplin bleibt die Margen-Expansion schwierig. Die Guidance für Abo- und Serviceerlöse im ersten Quartal liegt bei 550 bis 630 Millionen Dollar — gedrückt durch niedrigere Zinsen, schwächere Kryptopreise und rückläufiges Solana-Staking.
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Die Aktie hat sich zuletzt erholt: Binnen sieben Tagen legte sie rund 17 Prozent zu und notiert mit 166,54 Euro deutlich über dem 50-Tage-Durchschnitt. Vom 52-Wochen-Hoch bei 361,25 Euro ist sie allerdings noch weit entfernt — der Abstand beträgt fast 54 Prozent.
Am 7. Mai, nach US-Börsenschluss, legt Coinbase seine Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Dann zeigt sich, ob der Derivate-Rückenwind stark genug ist, um den schwachen Spot-Markt zu kompensieren — und ob das Kursziel von 180 Dollar als Deckel oder als Boden gilt.
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