Diplomatische Entspannung und eine düstere Prognose der Internationalen Energieagentur (IEA) beenden den jüngsten Höhenflug von Occidental Petroleum. Anleger ziehen Kapital aus dem Energiesektor ab, da die Hoffnung auf einen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran die Krisenaufschläge schmelzen lässt. Die IEA erwartet für das laufende Jahr einen Rückgang der globalen Ölnachfrage um 80.000 Barrel pro Tag. Das wäre die erste jährliche Kontraktion seit der Pandemie im Jahr 2020. Im Vergleich zum Vormonatsbericht senkten die Experten ihre Schätzung massiv um 730.000 Barrel pro Tag. Für das zweite Quartal 2026 prognostiziert die Behörde sogar einen Rückgang von 1,5 Millionen Barrel pro Tag. Parallel dazu sorgt die mögliche Wiedereröffnung der Straße von Hormus für Verkaufsdruck. Occidental profitierte zuletzt überproportional von den Spannungen im Nahen Osten, da regionale Konkurrenten teilweise vom Weltmarkt abgeschnitten waren. Dieser Vorteil schwindet nun. Der Markt preist das Ende des Versorgungsdefizits ein, was die Rohölpreise belastet. Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Occidental Petroleum?![]()
Nachfrageschock trifft auf Entspannung
Trotz der jüngsten Korrektur bleibt die Bilanz für das Jahr 2026 positiv. Die Aktie notiert aktuell bei 47,45 Euro und liegt seit Jahresbeginn noch immer rund 31 Prozent im Plus. Damit hält sich das Papier deutlich über seinem 52-Wochen-Tief von 33,13 Euro aus dem vergangenen Dezember. Vom Jahreshoch bei 57,80 Euro ist der Titel indes fast 18 Prozent entfernt.
Ein wichtiger Pfeiler für die Stabilität bleibt die 12 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme von CrownRock. Durch diesen Zukauf sicherte sich das Unternehmen 1.700 neue Bohrstandorte im Midland Basin. Davon arbeiten 1.250 Standorte selbst dann profitabel, wenn der Ölpreis der Sorte WTI unter die Marke von 60 US-Dollar fällt. 750 Standorte werfen sogar bei Preisen unter 40 US-Dollar noch Gewinn ab.
Vor den anstehenden Finanzergebnissen gab das Management bereits Einblicke in die realisierten Preise des ersten Quartals. Der durchschnittliche Verkaufspreis für Öl lag weltweit bei 69,91 US-Dollar pro Barrel. Bei Erdgas erzielte der Konzern im Schnitt 1,20 US-Dollar pro Mcf.
Diese Zahlen spiegeln ein Marktumfeld wider, das deutlich freundlicher war als die aktuellen Spotpreise. Solange die diplomatische Lage am Golf volatil bleibt, dürfte die Aktie eng an die Schlagzeilen zur Ölversorgung gekoppelt bleiben. Investoren bewerten nun, ob die Kostenvorteile im Permian-Becken ausreichen, um die sinkenden Weltmarktpreise aufzufangen.
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