Der japanische Bitcoin-Investor Metaplanet spürt Gegenwind aus den eigenen Reihen. Der institutionelle Großaktionär Nakamoto hat einen signifikanten Teil seiner Anteile mit deutlichem Verlust abgestoßen und zeitgleich eigene Krypto-Bestände liquidiert. Der Schritt wirft ein Schlaglicht auf die strategischen Umschichtungen von Großinvestoren und drückt kurzfristig auf die Kursentwicklung. Die Nachricht über den Rückzug des von David Bailey geführten Unternehmens Nakamoto sorgte für einen leichten Kursrückgang von zwei Prozent bei der Metaplanet-Aktie. Der Investor trennte sich im ersten Quartal von fünf Millionen Aktien für rund 11,1 Millionen US-Dollar. Dies entspricht einem Preis von 2,22 Dollar pro Anteilsschein. Zum Vergleich: Ursprünglich hatte Nakamoto acht Millionen Aktien zu je 3,75 Dollar erworben. Parallel dazu veräußerte die Firma rund 284 Bitcoin für 20 Millionen Dollar. Mit einem Durchschnittspreis von etwa 70.400 Dollar pro Coin lag der Verkaufserlös 20 Prozent unter der eigenen Bewertung zum Jahresende 2025. Nakamoto nimmt diese Verluste bewusst in Kauf, um die eigene Bilanz zu bereinigen und sich vollständig aus dem ursprünglichen Gesundheitsgeschäft zurückzuziehen. Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Metaplanet?![]()
Millionenverlust für Nakamoto
Ungeachtet des externen Verkaufsdrucks hält Metaplanet an seiner aggressiven Akkumulationsstrategie fest. Das Unternehmen besitzt aktuell 35.102 Bitcoin mit einem Gegenwert von rund 2,6 Milliarden Dollar. Bis Ende 2026 soll dieser Bestand auf 100.000 Coins anwachsen, für Ende 2027 peilt das Management sogar 210.000 Bitcoin an. Die Kryptowährung bleibt damit das absolute Herzstück der langfristigen Kapitalstruktur.
Auf Aktionärsebene gibt es ohnehin weitere Verschiebungen. Durch eine am 31. März wirksam gewordene Privatplatzierung neuer Aktien sank der Stimmrechtsanteil der Capital Research and Management Company von 10,18 auf 9,32 Prozent. Damit verliert die Gesellschaft ihren Status als größter Einzelaktionär.
Begleitet werden diese Kapitalmaßnahmen von einem internen Umbau. Auf der Hauptversammlung am 25. März stimmten die Aktionäre für einen Wechsel von der bisherigen Wirtschaftsprüferstruktur hin zu einem System mit drei Ausschüssen. Bereits im Dezember hatte der norwegische Staatsfonds Norges Bank der strategischen Ausrichtung mit Aktienrückkäufen und Dividendenplänen den Rücken gestärkt.
Für das Geschäftsjahr 2026 peilt Metaplanet einen Umsatz von 16 Milliarden Yen sowie einen operativen Gewinn von 11,4 Milliarden Yen an. Auf eine konkrete Prognose für den Nettogewinn verzichtet das Management aufgrund der hohen Krypto-Volatilität. Am 19. Mai 2026 wird das Unternehmen seinen nächsten Quartalsbericht vorlegen, der erstmals die Auswirkungen der neuen Governance-Struktur und der jüngsten Aktienplatzierung in konkreten Zahlen abbilden wird.
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