Ford korrigiert seine ehrgeizigen Elektro-Pläne deutlich und reagiert damit auf die veränderten Marktbedingungen. Nach massiven Abschreibungen in Höhe von 10,7 Milliarden US-Dollar auf die Elektro-Sparte „Model e“ rückt die Profitabilität stärker in den Vordergrund. Der Konzern setzt nun auf eine neue Strategie, die vor allem preiswertere Modelle in den Mittelpunkt stellt. Die jüngsten Zahlen verdeutlichen die Schwere des Umbaus: Insgesamt plant Ford bis 2027 mit Restrukturierungskosten von rund 19,5 Milliarden US-Dollar. Während die ursprüngliche „Ford+“-Strategie eine aggressive Elektrifizierung vorsah, zwingt die wirtschaftliche Realität das Management nun zu einer Neubewertung. Statt teurer Prestigeprojekte entwickelt Ford eine neue Plattform für kostengünstige Elektrofahrzeuge. Ein zentraler Baustein soll ein elektrischer Pickup-Truck sein, der 2027 für rund 30.000 US-Dollar auf den Markt kommen soll. Dieser Schwenk ist auch eine Reaktion auf den Wettbewerb. Während Konkurrenten wie Toyota verstärkt auf Hybrid-Modelle setzen, musste Ford feststellen, dass die Nachfrage im reinen Elektro-Segment bei hohen Preisen stagniert. Die Verschiebung oder Absage größerer Elektro-Projekte unterstreicht diesen Kurswechsel hin zu mehr Marktnähe. Finanziell stützt sich Ford derzeit fast ausschließlich auf seine traditionellen Stärken. Die Gewinne werden im Geschäft mit Nutzfahrzeugen (Ford Pro) sowie bei den Verbrenner- und Hybridmodellen (Ford Blue) erwirtschaftet. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet der Konzern ein bereinigtes EBIT zwischen 8 und 10 Milliarden US-Dollar. Davon entfallen allein bis zu 7,5 Milliarden US-Dollar auf die Sparte Ford Pro. Die reine Elektro-Sparte Model e wird hingegen weiterhin Verluste schreiben. Anleger reagierten zuletzt skeptisch auf die hohen Umbaukosten und die operativen Herausforderungen. Die Aktie steht unter Druck und verlor innerhalb der letzten 30 Tage gut 12 Prozent an Wert, womit sie aktuell bei 10,21 Euro notiert. Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Ford?![]()
Fokus auf bezahlbare Elektromobilität
Gewinne kommen aus dem Kerngeschäft
Neben der strategischen Neuausrichtung beschäftigen Ford derzeit regulatorische Probleme und Qualitätsfragen. Mehrere Rückrufe betreffen über 2,3 Millionen Fahrzeuge. Zudem untersucht die US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB Vorfälle mit dem Assistenzsystem „BlueCruise“.
Wichtige Termine für Anleger:
- 31. März 2026: NTSB-Anhörung zu BlueCruise-Unfällen
- 28. April 2026: Veröffentlichung der Quartalszahlen (Q1 2026)
Am 28. April wird Ford mit den Zahlen zum ersten Quartal zeigen müssen, wie effizient die Kostenkontrolle in der Elektro-Sparte bereits greift und ob das starke Nutzfahrzeuggeschäft die Belastungen des Umbaus weiterhin abfedern kann.
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