Die Ratingagentur S&P Global hat dem Agrarchemie- und Saatgutspezialisten Nufarm die Kreditwürdigkeit beschnitten. Gleichzeitig zeigen die Jahreszahlen für 2025 ein gemischtes Bild mit tiefroten Zahlen und strategischen Herausforderungen. Wie positioniert sich das Unternehmen für die Zukunft? S&P senkt Rating auf "B+" Am 10. Dezember 2025 hat S&P Global Ratings das langfristige Emittentenrating für Nufarm von "BB-" auf "B+" herabgestuft. Als Hauptgründe nennt die Agentur die hohe Verschuldung des Unternehmens und anhaltend schwache Cashflows. Der harte Wettbewerb im globalen Pflanzenschutzmarkt, Preisdruck und der eingebrochene Fischölpreis belasten die Erträge. S&P geht davon aus, dass Nufarm in den nächsten zwölf Monaten nur begrenzt in der Lage sein wird, nennenswert freie Mittel zur Schuldentilgung zu erwirtschaften. Die stabile Outlook-Bewertung signalisiert jedoch die Erwartung, dass Kostensenkungen und eine disziplinierte Finanzpolitik zu einer allmählichen Erholung führen werden. Jahresergebnis 2025 im Detail Das Geschäftsjahr, das am 30. September 2025 endete, schloss Nufarm mit einem deutlichen Fehlbetrag ab. Der statutarische Nettoverlust nach Steuern belief sich auf 165,3 Millionen US-Dollar. Dieser Betrag enthält jedoch 142,4 Millionen US-Dollar an überwiegend nicht zahlungswirksamen Sonderposten, die aus einer umfassenden Überprüfung des Saatgutgeschäfts resultieren. Das operative Ergebnis (uEBITDA) sank leicht um 3 Prozent auf 302,5 Millionen US-Dollar. Die Leistung der einzelnen Sparten fiel sehr unterschiedlich aus: Schuldenabbau und Führungswechsel Trotz der Verluste gelang es Nufarm, die Verschuldung zu reduzieren. Die Nettoverschuldung sank saisonbedingt um 538 Millionen US-Dollar gegenüber der ersten Jahreshälfte 2025. Die Leverage Ratio liegt nun bei 2,7. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 rechnet das Unternehmen mit einem starken Wachstum des uEBITDA und strebt eine Senkung der Leverage Ratio auf etwa 2,0 an. Zudem sollen jährliche Kosteneinsparungen in Höhe von 50 Millionen Australischen Dollar realisiert werden. Eine Schlussdividende für 2025 wurde nicht ausgeschüttet. Begleitet wird diese Phase von einem Führungswechsel: Rico Christensen, derzeit Group Executive Portfolio Solutions, wird Greg Hunt am 1. Januar 2026 als CEO und Managing Director ablösen. Die Aktie notierte zuletzt bei 1,27 Euro und damit etwa 10 Prozent unter ihrem Jahreshoch. Die nächste Bewährungsprobe steht mit der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen 2026 an. Nufarm-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nufarm-Analyse vom 15. Dezember liefert die Antwort: Die neusten Nufarm-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nufarm-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. Dezember erfahren Sie was jetzt zu tun ist. Nufarm: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...![]()
* Pflanzenschutz: Dieses Kerngeschäft war robust, das uEBITDA stieg um 18 Prozent auf 370 Millionen US-Dollar.
* Saatguttechnologien: Hier brach das uEBITDA auf 13,9 Millionen US-Dollar ein (Vorjahr: 62,6 Mio. USD). Der Einbruch ist vor allem auf die Omega-3-Plattform zurückzuführen, die unter dem Fischölpreisverfall leidet.
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