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26.09.25 08:24
Take-Two Aktie: Kosten-Nutzen-Analyse aktuell

Take-Two Aktie

Eigentlich lief es blendend für Take-Two Interactive: Die Aktie kratzte an neuen Höchstständen, "Borderlands 4" verkaufte sich prächtig – und dann kam der Schock. Nur zehn Tage vor dem geplanten Start auf der Nintendo Switch 2 zog der Videospiel-Riese die Reißleine und verschob die Konsolen-Version auf unbestimmte Zeit. Die Börse reagierte prompt: 3,2 Prozent Minus an einem Tag. Doch steckt hinter diesem scheinbaren Rückschlag ein größeres Problem?

Kurz vor Schluss abgesagt

Der Timing hätte kaum schlechter sein können. Am 24. September verkündete Take-Twos Tochter Gearbox Entertainment das Aus für den 3. Oktober – den ursprünglich geplanten Release-Termin für "Borderlands 4" auf Nintendos neuer Handheld-Konsole. Die Begründung klang vertraut: Man wolle die "bestmögliche Spielerfahrung" liefern und brauche "zusätzliche Entwicklungs- und Optimierungszeit".

Betroffen ist ausschließlich die Switch 2-Version. Auf anderen Plattformen wie PlayStation 5, Xbox Series X/S und PC läuft das Spiel bereits seit dem 12. September – und das durchaus erfolgreich. Über 2,5 Millionen Spieler haben "Borderlands 4" bereits ausprobiert, 2 Millionen Einheiten wurden verkauft.

Technische Probleme häufen sich

Doch genau hier liegt offenbar das Problem. Seit dem Launch kämpft "Borderlands 4" mit massiven technischen Schwierigkeiten. PC-Nutzer beklagen sich über Optimierungsprobleme, Framerate-Einbrüche und Memory-Leaks, die bei längeren Spielsitzungen immer schlimmer werden. Auf der Switch 2 war das Spiel zudem auf 30 Bilder pro Sekunde begrenzt – erste Tests fielen gemischt aus.

Selbst Gearbox-Chef Randy Pitchford ist seit dem Launch in den sozialen Medien aktiv, um die Performance-Kritik zu adressieren. Die PC-Version zu reparieren sei "oberste Priorität", ließ das Unternehmen verlauten. Angesichts dieser Baustellen wirkt die Switch-Verschiebung wie eine Notbremse.

Solide Zahlen, schwache Ausführung

Paradox an der Situation: Take-Twos Geschäft läuft eigentlich rund. Das Unternehmen hob erst kürzlich seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026 auf 6,05 bis 6,15 Milliarden Dollar an, nachdem das erste Quartal die Erwartungen übertroffen hatte. Mit einem Börsenwert von rund 46,4 Milliarden Dollar und einem Plus von 37 Prozent seit Jahresanfang zählt Take-Two zu den Gewinnern im Gaming-Sektor.

Die Verschiebung dürfte daher eher ein Imageproblem als ein finanzielles darstellen. Analysten bleiben optimistisch – Benchmark und Rothschild Redburn hoben ihre Kursziele zuletzt auf 275 beziehungsweise 260 Dollar an.

Grand Theft Auto als Joker

Der wahre Test für Take-Two steht ohnehin noch bevor: "Grand Theft Auto VI" soll im Mai 2026 erscheinen und könnte alle aktuellen Probleme in den Schatten stellen. Mit diesem Blockbuster-Titel im Portfolio können sich die Entwickler auch kleinere Rückschläge leisten.

Die 3,2-prozentige Kursreaktion zeigt dennoch: Anleger nehmen Ausführungsprobleme ernst, auch bei einem Branchenriesen wie Take-Two. Ob das Unternehmen aus den "Borderlands"-Pannen lernt, dürfte spätestens beim nächsten großen Release entscheidend werden.

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