Bonn (www.aktiencheck.de) - Bei den makroökonomischen Daten dieser Woche wird erwartet, dass die japanische Industrieproduktion im Juni gesunken ist (um 0,6% ggü. Vormonat), was auf geringere Investitionen aufgrund der Zollunsicherheiten zurückzuführen sein dürfte, so die Analysten von Postbank Research.
Am Donnerstag werde das Wachstum der Einzelhandelsumsätze im Juni mit 1,8% wahrscheinlich auf den niedrigsten Stand seit vier Monaten fallen, da die anhaltende Inflation die Kaufkraft schwäche. Es werde erwartet, dass die Baubeginne im dritten Monat in Folge stark zurückgehen würden (um 15,8% ggü. Vorjahr im Juni). Die Arbeitslosenquote dürfte im Juni bei 2,5% bleiben. Die Einigung zwischen USA und Japan auf einen Zollsatz von 15% sei besser als erwartet, so dass das Land eine Rezession vermeiden könnte. Da jedoch weiterhin Abwärtsrisiken bestünden, dürfte die BoJ die Zinsen auf der Sitzung am 31. Juli unverändert lassen.
Fazit: Niedrigere Zölle seien positiv für die japanische Wirtschaft - allein die Autoexporte in die USA seien für rund 1,3% des BIP verantwortlich. Dies könnte die BoJ in die Lage versetzen, mit der Normalisierung der Geldpolitik fortzufahren. Innenpolitischen Entwicklungen dürften jedoch weiterhin im Fokus stehen und die finanzpolitischen Erwartungen beeinflussen. (PERSPEKTIVEN Week up front vom 28.07.2025) (29.07.2025/ac/a/m)
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