Wien (www.aktiencheck.de) - Telekom Austria-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:
Alexander Frank, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), nimmt die Aktie der Telekom Austria AG (ISIN: AT0000720008, WKN: 588811, Ticker-Symbol: TA1, Wiener Börse-Symbol: TKA) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.
Q1: Im ersten Quartal sei ein Umsatz von EUR 1,3 Mrd. erwirtschaftet worden, was einerseits einem Anstieg zum Vorjahresquartal von 3,7% und andererseits den Erwartungen der Analyst:innen entsprochen habe. Dabei habe das umsatzstarke Dienstleistungsgeschäft mit einem Anstieg von 3,5% auf EUR 1,1 Mrd. überzeugt, welcher auf Gruppenebene sowohl vom Mobilfunk- als auch vom Festnetzgeschäft gestützt worden sei. Der am Umsatz gemessen deutlich kleinere Unternehmensbereich, welcher den Verkauf von Endgeräten umfasse, habe sogar ein Wachstum von 7,0% auf EUR 188 Mio. verzeichnet. Das EBITDA habe sich mit einem Plus von 5,2% auf EUR 478 Mio. ebenfalls positiv entwickelt, und auch die EBITDA-Marge habe von 35,9% auf 36,4% zulegen können.
Regionen: Auf regionaler Ebene sei die positive Umsatzentwicklung vor allem von den CEE-Märkten (Bulgarien, Kroatien, Belarus, Slowenien, Serbien und Nordmazedonien) angetrieben worden, während in Österreich ein leichtes Minus angeschrieben worden sei. So bestätige sich der Trend der jüngsten Vergangenheit, bei dem das Wachstum im Osten jenes in Österreich immer deutlich übersteigen könne. Man erwarte weiterhin, dass in diesen Regionen mehr Wachstumspotenzial vorhanden sei und begrüße Investitionen in diese.
Investitionen: Für das laufende Geschäftsjahr seien CAPEX-Ausgaben in Höhe von EUR 800 Mio. ohne Frequenzkosten geplant, was knapp unter den ursprünglich geplanten Investitionen von EUR 850 Mio. liege. Davon sollten aber weiterhin rund EUR 500 Mio. in den Ausbau des Glasfasernetzes in Österreich fließen. Auch das 5G-Netz solle am heimischen Markt weiter ausgebaut werden, um im internationalen Vergleich konkurrenzfähig zu bleiben und die Netzabdeckungen in den kommenden Jahren auf über 90% zu erhöhen. Im Bereich der Glasfaser-Investitionen sei es zuletzt ebenfalls zu einigen interessanten Entwicklungen gekommen. Telekom Austria habe nämlich angekündigt, die FTTH-Abdeckung (Glasfaser bis ins Haus) in ländlichen Regionen deutlich auszubauen - auch in Partnerschaft mit dem Infrastrukturinvestor Eurofiber. In dieses Vorhaben sollten erhebliche Mittel investiert werden, die zwar kurzfristig die Margen etwas belasten könnten, mittel- bis langfristig aber für mehr Wachstum sorgen sollten.
Bewertung: Basierend auf dem Kurs/Gewinn-Verhältnis handele der Anteilsschein der Telekom Austria zwar etwas über dem eigenen langjährigen Schnitt, im Vergleich zum heimischen Aktienmarkt sowie zum Sektor jedoch zur üblichen Differenz. Man erwarte sich daher von dieser Seite keinen starken Katalysator für Kursbewegungen nach oben oder unten.
Fazit: Mit rund 30 Mio. europäischen Kund:innen gehöre die Telekom Austria in sechs der sieben Kernmärkte zu den größten zwei Mobilfunknetzbetreibern. Diese starke Marktstellung solle auch in volatilen Zeiten für Stabilität sorgen. Zudem sorge die hohe Dividendenrendite für laufende Cashflows. Die daraus resultierende Stabilität spiegle sich aber auch im geringen Wachstum, vor allem in Österreich, wider. Anleger:innen sollten sich daher auf stabile, jedoch keine überdurchschnittlichen Renditen einstellen.
Daher bestätigt Alexander Frank, Analyst der Raiffeisen Bank International AG, seine "halten"-Empfehlung für Telekom Austria mit einem Kursziel von EUR 10,00. Das Kursziel ergebe sich mittels eines relativen Bewertungsansatzes, welcher basierend auf Multiples und Konsensschätzungen für die nächsten zwölf Monate auch einen im historischen Vergleich angemessenen Bewertungsaufschlag zum Sektor berücksichtige. (Analyse vom 25.06.2025)
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