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14.03.25 09:54
Allianz Aktie: Milliarden-Deal mit Viridium vor Abschluss

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Allianz-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Michael Herrmann vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Allianz SE (ISIN: DE0008404005, WKN: 840400, Ticker-Symbol: ALV, NASDAQ OTC-Symbol: ALIZF) unter die Lupe.

Das von Allianz geführte Konsortium stehe einem Bericht der Nachrichtenagentur "Reuters" zufolge kurz vor dem Zuschlag für den Kauf der Viridium Gruppe. Wie "Reuters" berichte, solle Deutschlands größter Lebensversicherungsabwickler demnach schon nächste Woche für 3,5 Milliarden Euro über den Tisch gehen.

Dem Branchendienst Versicherungsmonitor zufolge solle die Allianz einen Anteil von 25 Prozent an Viridium erwerben. Daneben würden dem Konsortium der US-Vermögensverwalter BlackRock, der japanische Lebensversicherer T&D Holdings sowie der italienische Versicherer Generali angehören, der bereits zehn Prozent an Viridium halte.

Viridium, mit Sitz in Neu-Isenburg bei Frankfurt, spezialisiere sich auf die Übernahme und Verwaltung von Lebensversicherungsbeständen. Das Unternehmen verwalte rund 3,4 Millionen Policen mit Kapitalanlagen von 67 Milliarden Euro und habe 2023 einen Nettogewinn von 325 Millionen Euro erzielt.

Der bisherige Mehrheitseigner Cinven strebe seit einiger Zeit einen Verkauf von Viridium an. Cinven sei bei europäischen Aufsichtsbehörden in Misskredit geraten, weil es sich bei der Rettung des italienischen Lebensversicherers Eurovita nicht wie gefordert finanziell engagiert habe. Als Eigentümer habe Cinven die geforderten Nachschüsse verweigert. Das habe Viridium zuletzt weitere Bestandsübernahmen erschwert, da die Aufsichtsbehörden diesen zustimmen müssten.

Neben dem Allianz-geführten Konsortium hätten auch andere große Versicherer und Fondsmanager Interesse an Viridium gezeigt. Die Allianz sehe in der Übernahme eine strategische Möglichkeit, ihre Position im deutschen Lebensversicherungsmarkt zu stärken und von den Gebühreneinnahmen aus der Kapitalanlage zu profitieren.

Der Abschluss des Deals werde für nächste Woche erwartet. Dieser Schritt könnte die Konsolidierung im deutschen Lebensversicherungsmarkt weiter vorantreiben und die Allianz als führenden Akteur in diesem Segment etablieren. Allianz-Chef Oliver Bäte habe dabei aber offenbar vor allem die Einnahmen aus der Vermögensverwaltung im Blick. Aktuell verwalte Viridium Kapitalanlagen im Volumen von 67 Milliarden Euro.

Die Lebensversicherungsrisiken sollten laut "Reuters" bei T&D landen. Der japanische Versicherer unterliege schließlich nicht den EU-Regularien und könnte diese daher einfacher verdauen.

Die Übernahme von Viridium durch das Allianz-Konsortium markiere einen bedeutenden Schritt in der Konsolidierung des deutschen Lebensversicherungsmarktes. Für die Allianz biete der Deal nicht nur strategische Vorteile, sondern auch neue Ertragsquellen - vor allem in der Vermögensverwaltung.

Die Allianz-Aktie bleibt ein Kauf, so Michael Herrmann von "Der Aktionär". (Analyse vom 14.03.2025)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (14.03.2025/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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