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13.12.24 09:52
Evonik Aktie: Umbau geht den nächsten Schritt

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Evonik-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Marion Schlegel vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt die Aktie der Evonik Industries AG (ISIN: DE000EVNK013, WKN: EVNK01, Ticker-Symbol: EVK) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.

Der Chemiekonzern Evonik wolle mit einer neuen Konzernstruktur sowie -führung neu durchstarten. Aufgeteilt in zwei Segmente sollten die operativen Geschäfte in Zukunft deutlich differenzierter gesteuert werden können. Evonik-Chef Christian Kullmann erhoffe sich davon eine klarere strategische Ausrichtung und Ressourcenallokation.

Der Umbau des Konzerns gehe den nächsten Schritt. Bisher habe Evonik das operative Chemiegeschäft in den Divisionen Specialty Additives, Nutrition & Care und Smart Materials gesteuert. In der neuen Struktur, die zum 1. April 2025 umgesetzt werde, ordne der Konzern seine Business Lines in den zwei neuen Segmenten Custom Solutions und Advanced Technologies. Beide Segmente kämen aktuell auf einen Jahresumsatz von jeweils rund sechs Milliarden Euro.

"Wir haben die Qualität unseres Portfolios in den vergangenen Jahren deutlich verbessert", so Kullmann. "In unserer heutigen Struktur ist das Kriterium Spezialchemie allein für unsere Weiterentwicklung nicht mehr ausreichend. Der Begriff ist inhaltlich mittlerweile völlig verwaschen und differenziert uns nicht mehr hinreichend bei unseren Kunden und am Kapitalmarkt. In Zukunft steuern wir Evonik differenzierter. Unter einem Dach nutzen wir die Stärken unserer beiden Standbeine: lösungs- und innovationsgetriebene Geschäfte auf der einen sowie technologie- und effizienzgetriebene Geschäfte auf der anderen Seite. Unser neues Führungsmodell trägt dieser Aufstellung Rechnung."

Das neue Führungsmodell werde mit der neuen Segmentstruktur umgesetzt: Mit dem Wegfall der Ebene der Divisionsleitung entfalle zum 1. April 2025 eine komplette Führungsebene im operativen Geschäft. Die Business Lines würden dann, in den Segmenten gebündelt, von einzelnen Vorstandsmitgliedern direkt geführt, heiße es von Evonik.

Die jährlichen Kosten sollten nach Abschluss des Programms im Jahr 2026 um rund 400 Millionen Euro niedriger liegen als davor.

Die News würden am Markt gut aufgenommen. Die Aktie von Evonik könne am frühen Vormittag auf der Handelsplattform Tradegate 1,3 Prozent auf 17,90 Euro zulegen. In den vergangenen Wochen habe das Papier massiv unter Druck gestanden. Das anhaltend schwierige Marktumfeld belaste. Allerdings erscheine der Kursrutsch der vergangenen Handelswochen übertrieben.

Mutige mit einem langen Atem können das verbilligte Niveau zum Einstieg bei der Dividendenperle nutzen, so Marion Schlegel von "Der Aktionär". Die Dividendenrendite betrage satte 6,6 Prozent. Wichtig wäre nun der nachhaltige Ausbruch über die 18-Euro-Marke. Die Position sollte mit einem Stopp bei 15,00 Euro abgesichert werden. (Analyse vom 13.12.2024)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link. (13.12.2024/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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