Kulmbach (www.aktiencheck.de) - VARTA-Aktienanalyse von "Der Aktionär":
Jan-Paul Fóri vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die B-Aktie der VARTA AG (ISIN: DE000A0TGJ55, WKN: A0TGJ5, Ticker-Symbol: VAR1) unter die Lupe.
Eigentlich lägen beim Ellwangener Batterie-Hersteller VARTA alle Karten auf dem Tisch: Nachdem das Unternehmen ein StaRUG-Verfahren angestrengt habe, werde die VARTA-Aktie über kurz oder lang vom Kurszettel verschwinden. Und doch gebe es neben unbelehrbaren Zockern auch einige Kleinanleger, die sich mit einer Klage gegen die Enteignung würden wehren wollen. So stehe es um die Erfolgsaussichten dieser Klagen.
Gegen das StaRUG-Verfahren bei VARTA würden sowohl die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) als auch die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) sturm laufen. Während die DSW in diesem Fall die Interessen von über 2.000 Kleinanlegern vertrete, die ihre Kräfte in einer Klage würden bündeln wollen, bereite sich auch die SdK auf eine mögliche Klage gegen VARTA vor.
Doch die Erfolgsaussichten, die Kleinanleger noch an der angestrebten Kapitalerhöhung nach dem vorherigen Kapitalschnitt zu beteiligen oder gar das Verfahren zu stoppen, seien ernüchternd. Das verrate dem "Aktionär" Maximilian Weiss, Geschäftsführer und Rechtsanwalt der auf Bank- und Kapitalmarkt-Recht spezialisierten Stuttgarter Kanzlei Weisswert. "Der Akku der Hoffnung blinkt rot. Anleger sollten sich bei VARTA reiflich überlegen, ob sie weiteres Geld für Rechtsstreitigkeiten in die Hand nehmen wollen. Es besteht die Gefahr, dem schlechten Geld auch noch gutes hinterherzuwerfen", so Maximilian Weiss.
Daniela Bergdolt von der DSW habe hingegen vor zwei Wochen in einem Interview mit SWR aktuell jedem Aktionär geraten, sich nicht damit abzufinden. "Man kann sich jetzt bei uns registrieren und melden. Wir haben verschiedene Pläne: Wir gehen gegen dieses StaRUG-Verfahren vor, und wir behalten uns aber auch vor, dass wir Schadensersatzansprüche gegen die Vertreter von Varta nicht nur überprüfen, sondern auch anmelden." Man bereite auch rechtliche Schritte vor, um das Verfahren auszubremsen. Die Bedingung: Betroffene Anleger dürften ihre VARTA-Aktien seit dem 19. Juli 2024 weiter gehalten und nicht verkauft haben.
Derweil friste die VARTA-Aktie an der Börse ein Schattendasein. Das Papier werde nur noch in sehr geringen Stückzahlen gehandelt und dümpele unterhalb der 2-Euro-Marke umher. Am Freitag-Vormittag schwanke der dem Untergang geweihte Wert bei 1,67 Euro.
Aus Sicht des "Aktionär" sollten Anleger bei VARTA - sofern sie es trotz mehrfacher Warnungen noch nicht getan hätten - endlich die Reißleine ziehen, bevor der Kurs endgültig auf Null falle. Dass es dazu kommen werde, stehe außer Frage. Leerverkäufer würden weiterhin verstärkt auf dieses Szenario setzen. Am Freitagmorgen notiere die Aktie bei nur noch 1,67 Euro und damit rund drei Prozent unter dem Schlusskurs vom Vortag.
Sollte es tatsächlich zu einem Rechtsstreit zwischen Kleinlegern, die durch die DSW oder SdK vertreten würden, und VARTA kommen, dürfte dieser langwierig werden. (Analyse vom 06.09.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.
Xetra-Aktienkurs VARTA-Aktie:
1,668 EUR -2,97% (06.09.2024, 10:13)
Tradegate-Aktienkurs VARTA-Aktie:
1,651 EUR -2,02% (06.09.2024, 10:29)
ISIN VARTA-Aktie:
DE000A0TGJ55
WKN VARTA-Aktie:
A0TGJ5
Ticker-Symbol VARTA-Aktie:
VAR1
Kurzprofil VARTA AG:
Die VARTA AG (ISIN: DE000A0TGJ55, WKN: A0TGJ5, Ticker-Symbol: VAR1) produziert und vermarktet ein umfassendes Batterie-Portfolio von Mikrobatterien, Haushaltsbatterien, Energiespeichersystemen bis zu kundenspezifischen Batterielösungen für eine Vielzahl von Anwendungen und setzt als Technologieführer in wichtigen Bereichen die Industriestandards. Als Muttergesellschaft der Gruppe ist sie in den Geschäftssegmenten "Lithium-Ion Solutions & Microbatteries" und "Household Batteries" tätig.
Das Segment "Lithium-Ion Solutions & Microbatteries" fokussiert sich auf das Mikrobatterien-, Lithium-Ionen-CoinPower-, Lithium-Ionen-Rundzellen (Lithium-Ion Large Cells) sowie auf das Lithium-Ionen-Batteriepack-Geschäft. Durch intensive Forschung und Entwicklung setzt VARTA in vielen Bereichen der Lithium-Ionen-Technologie und bei Mikrobatterien weltweite Maßstäbe und ist so anerkannter Innovationsführer in den wichtigen Wachstumsmärkten der Lithium-Ionen-Technologie sowie bei primären Hörgerätebatterien.
Das Segment "Household Batteries" umfasst das Batteriegeschäft für Endkunden, darunter Haushaltsbatterien, Akkus, Ladegeräte, Portable Power (Power Banks) und Leuchten sowie Energiespeicher. (06.09.2024/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
© 1998 - 2026, aktiencheck.de