Häufig sei es eine sinnvolle Strategie, bei stärkeren Kursrückgängen am Aktienmarkt diejenigen Werte einzusammeln, die sich während der Korrektur verhältnismäßig gut geschlagen hätten. Meistens legten nämlich genau diese im folgenden Aufwärtstrend überproportional zu. Eine asiatische High-Tech-Aktie, die in den letzten Wochen eine solche relative Stärke habe aufbauen können, sei der Software-Spezialist Trend Micro (WKN 915793).
Das japanische Unternehmen gehöre zu den führenden Entwicklern von Antivirus-Software, die bei größeren Server-Systemen zum Einsatz komme. Eine ganze Reihe von Netzwerkbetreibern bezahle mittlerweile ein regelmäßiges Entgelt an Trend Micro, um deren Systeme nutzen zu können. Dabei sorgten die Japaner insbesondere auch für Schutz vor neuartigen Viren. Es spreche für das Unternehmen, dass seine Software dem berühmten Love-Bug Virus standgehalten habe. Die Viren der jüngeren Vergangenheit hätten aber ebenso deutlich gemacht, dass IT-Secuity auch in Zukunft ein beherrschendes Thema bleiben werde.
Einerseits kooperierten manche Kunden lieber mit einem Komplettversorger, der beispielsweise auch Verschlüsselungssoftware liefere. Andererseits könne man durch eine Spezialisierung möglicherweise besser eine technologisch führende Position in seinem Bereich einnehmen. Die Marktforschungsgruppe Gartner Group glaube jedenfalls, dass Trend Micro in Zukunft Standards im Virenbereich setzen werde. Fantasie erhalte die Aktie auch dadurch, dass man in den USA und Europa noch über verhältnismäßig wenige Kunden verfüge. Denn da das Unternehmen insbesondere durch den Virenscanner der 2.Generation technologisch gut gerüstet scheine, sollte sich auf diesen Märkten ein starkes Wachstum ergeben.
Nach verschieden Schätzungen könne Trend Micro 2001 rund 8 Euro je Aktie verdienen, so dass sich angesichts der auch in den folgenden Jahren erwarteten Zuwachsraten von über 30 Prozent per annum eine günstige Bewertung ergebe (KGV unter 20).
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