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EXKLUSIV - Marktberichte
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14.05.24 15:30
Deutsche Wirtschaft: Keine Euphorie für 2024, aber auch kein Desaster in Sicht

London (www.aktiencheck.de) - Die beiden ZEW-Indices sind im Mai überraschend kräftig angestiegen, doch die Märkte konnten mit dem Optimismus der ZEW-Analysten nicht mithalten - der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) steuert auf den zweiten Verlusttag zu, so Ben Laidler, Global Markets Strategist bei eToro.

Obwohl das Jahr 2024 nicht von Euphorie geprägt sein werde, deute nichts auf ein Desaster hin. Für 2025 werde ein Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent erwartet, was sich anscheinend in den vorliegenden weichen Daten widerspiegele. Der Erwartungsindex sei von 42,9 auf 47,1 Punkte gestiegen, der höchste Wert seit Februar 2022 und der zehnte Anstieg in Folge. Der Index zur aktuellen Lage sei von -79,2 auf -72,3 Punkte gestiegen, die dritte monatliche Verbesserung in Folge.

Obwohl keine enormen Sprünge beim Index zur aktuellen Lage erwartet würden, deute der Anstieg darauf hin, dass es der Wirtschaft weniger schlecht gehe. Dieser Trend müsse in den nächsten Monaten bestätigt werden. Das Verarbeitende Gewerbe bleibe weiterhin ein Schwachpunkt, während der Dienstleistungssektor stabiler dastehe. Ein Hoffnungsschimmer seien die niedrigeren Energiepreise und Zinsen, die unterstützen würden. Die globale Nachfrage habe bereits die Exporte leicht angekurbelt, und ein starker Arbeitsmarkt sowie höhere Löhne würden voraussichtlich die privaten Konsumausgaben weiter steigern.

Der generelle Investitionsmangel könnte den DAX bremsen, sodass die Märkte auf einen fiskalischen Impuls oder eine Steigerung der Forschungs- und Entwicklungsausgaben hoffen würden, um den langfristigen Optimismus zu stärken. (14.05.2024/ac/a/m)


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